Geschrieben von am 10. Oktober 2016 in Allgemein, Miniaturen

In diesem Artikel werde ich erklären, wie ich einen toten Mahud als Objektivmarker für das Herr der Ringe Strategie Spiel bzw. als Ermüdungsmarker für SAGA modelliert habe.

Dieser Artikel ist Teil einer kleinen Reihe von Artikeln, in denen ich euch einige Projekte für meine Weit Harad Armee vorstellen werde, unter anderem einen Folgeartikel zu diesem und wie man kleine Zelte für die Mahud basteln kann.

Grundschicht

Grundschicht

  1. Auf einen 80mm Korken habe ich als Richtlinie eine Mittellinie, sowie die Umrisse einer 25mm Base und einer 40mm Base gemalt.
  2. Damit meine ofenhärtende Modelliermasse, BeeS Putty, an dem Korken haften bleibt, wird dieser mit einer dünnen Schicht Green Stuff, einer zwei Komponenten lufthärtenden Modelliermasse, überzogen. Da ich wusste, dass das Modell nicht größer als eine 40mm Base sein darf, habe ich nur bis dahin Green Stuff ausgerollt.
  3. Verlustmodelle wirken schnell sehr zweidimensional und unnatürlich. Größere Formen wie der Schädel, der Brustkorb und die Hüfte bleiben aber auch im Liegen so groß, daher habe ich diese ebenfalls mit Green Stuff aufmodelliert. Dies hat den Vorteil, dass sie aushärten und in den weiteren Schritten nicht geplättet werden können. Diese Klumpen ersetzen hier die Armatur, die für normale Modelle nötig ist.
  4. Diese Eigenschaft machte ich mir auch für das Blasrohr zu Nutzen, indem ich mithilfe einer kleinen Platte eine glatte Wurst aus Green Stuff ausrollte und auf der Base befestigte.

Das Green Stuff sollte dann 6-8 Stunden komplett aushärten, bevor die weiteren Schritte vorgenommen werden.

Pose

Pose

  1. Zunächst rollte ich zwei gleichlange Würste aus BeeS Putty aus und positionierte sie so, wie ich die Beine haben wollte.
  2. Die Würste wurden befestigt und bereits etwas in Beinform gebracht.
  3. Gleiches wiederholte ich bei den Armen, um die Pose zu skizzieren.
  4. Um ein besseres Bild der Figur zu bekommen, brachte ich eine grobe Form der für die Mahud so typischen „Halskrause“ an. Insgesamt ist es sehr hilfreich, an allen Bereichen des Modells gleichzeitig zu arbeiten und nicht direkt zu sehr ins Detail zu gehen, da man sonst oft Probleme mit der Skalierung oder ähnlichem bekommt. Daher empfehle ich persönlich eine ofenhärtende Modelliermasse wie in diesem Fall das BeeS Putty, Green Stuff oder Milliput eignen sich aber natürlich auch.

Kleidung

Kleidung

  1. Mit kleinen Würsten von Modelliermasse wird nun der Stoff aufgebaut. Hierbei ist es sehr hilfreich, sich Referenz zur Hilfe zu nehmen, um ein realistisches Ergebnis zu bekommen.
  2. Da man den Mahud nur von hinten sieht, gab es nur wenige Stoffteile: Die zwei von den Schultern hängenden Dreiecke und der Mantel.
  3. Wenn der Faltenwurf zufriedenstellend aussieht, werden die einzelnen Stücke Modelliermasse ineinander hineingeblendet, ähnlich wie man Farben mischt. Dazu sind Clayshaper sehr nützlich, welche wie Silikonpinsel sind.

An dieser Stelle habe ich einige Schritte übersprungen, die ich an zukünftigen Modellen demonstrieren werde.

Beinwickel

Beinwickel

  1. Um die Beinwickel zu modellieren, muss zunächst das Bein grob fertig modelliert sein, damit die Form richtig ist.
  2. Nun wird eine dünne Schicht Modelliermasse, in diesem Fall am besten rechteckig aufgelegt…
  3. …und festgedrückt.
  4. Mit der Kante eines Modellierwerkzeugs werden nun die einzelnen Bänder eingedrückt, wie in den folgenden Bildern zu sehen ist. Wenn man das Modellierwerkzeug zieht, verzerrt sich die Form, daher sollte man es nur darauf drücken.

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Um die runde Form des Beines anzudeuten, wird mit der Spitze des Werkzeugs zwischen dem Bein und dem Boden eingedrückt.

Hand

Hand

  1. Zuerst wird der Umriss der Hand angedeutet.
  2. Dann werden die größeren Formen wie der Handballen eingedrückt, …
  3. …bevor die Finger eingeschnitten werden.
  4. Wenn man mal seine eigene Hand so hinlegt wie beim Modell, so wird einem schnell auffallen, dass die Finger nie so platt aufliegen. Daher wurden die Finger noch ein wenig auseinandergeschoben und etwas nach oben gebogen.

Arm

Arm

  1. Für den Arm wird ebenfalls einfach nur eine Wurst Modelliermasse ausgerollt…
  2. …angedrückt…
  3. …und mithilfe von Clayshapern ausgeglättet. Bei Games Workshops Modellen sind nicht so viele Muskeln angedeutet, daher ist es nicht zwingend notwendig, aber man sollte zumindest grundlegende Kenntnisse der Anatomie haben, um die Form des Armes realistisch zu gestalten.

Blasrohr

Blasrohr

  1. Für das Blasrohr wird auf die Feste Rolle Green Stuff eine kleine Kugel BeeS Putty aufgetragen,…
  2. …angedrückt und in deren Mitte eine Rille eingedrückt.
  3. Die Ränder werden nun an das Rohr ausgeglättet.

Diese Schritte werden überall dort wiederholt, wo der Bambus eine kleine Erhebung haben soll.

Glas

Und wer sich gewundert hat, woher ich den 80mm Korken habe: Ich habe mit ein kleines Glasbehältnis mit dem Korken obendrauf für knapp 3€ gekauft, welches ich umgedreht als Schutzkuppel für das noch unausgehärtete Modell nutze.

Zuletzt wurde das Modell noch bei 115°C für eine halbe Stunde im Ofen gebacken, und wird nun hoffentlich bald abgegossen.

Wie oben angedeutet werde ich es als Verlustmarker für meine SAGA Truppe nutzen, ich plane aber auch, es in Geländestücke einzubauen und als Objektivmarker für Szenarien einzusetzen.

 

Ich hoffe, ich konnte den einen oder anderen dazu animieren, sich selber an einem Verlust zu probieren. Über Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen, auch und insbesondere, wenn ihr Fragen oder Vorschläge zu weiteren Artikeln habt.

 

Dwalin, Fundins Sohn

3 Kommentare

  1. Rescrus
    28. November 2016

    Krasse Sache, Bennet 🙂 Eine super modellierte Miniatur.
    Das du sie abgießen möchtest nehme ich an, dass man sie demnächst erwerben kann? 😉

    Antworten
    • Dwalin, Fundins Sohn
      30. November 2016

      Hi Tim, das ist tatsächlich so, ich muss aber noch einen zweiten Verlust beenden. Dann bringe ich hoffentlich Güsse zur Szenario mit. 😀

      Antworten
  2. Sebastian
    22. Januar 2017

    Ach Mist, jetzt habe ich auf der Szenario doch vergessen zuzuschlagen. Ich komme nächstes Jahr nochmal auf dich zu.

    Gruß Seb

    Antworten

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