Geschrieben von am 18. September 2013 in Spielberichte, Spielen

Vor einiger Zeit habe ich mit Wraith von den Kurpfalz Feldherren die damals brandneuen SAGA Battleboards von Frank Becker der Zwerge und der Goblins getestet. In einem zweiten losen Bericht des Spiel möchte ich ein paar weitere Aspekte des Spiels erläutern

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Wir spielten wieder im Spieltrieb Frankfurt auf meienr alten Moriaplatte, die nie so ganz perfekt fertig geworden ist. Wraith führte seine frisch bemalten Zwerge ins Feld und nutzte dabei recht viel Elite in Form von Khazâdwachen und Gebirgsjägern. Wraith nahm Aufstellung vor dem Tor und rückte die Treppe hinunter mit dem Großteil der Maugrim vor. Eine Einheit wurde an meiner linken Flanke für einen Umfassungsangriff vorgerückt.

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Das Goblinbattleboard enhält einige Optionen, die es ermöglichen Levies, also die einfachste Truppengattung mit 12 Modellen,  alle auf einmal zu aktivieren oder wie Krieger zu behandeln. Zum Beispiel „Shadow and Flame“, eine Aktivierung für die man zwei sechsten benötigt. Mit dieser Fähigkeit kann man alle Einheiten mit 10 oder mehr Modellen aktivieren und einen Erschöpfungsmarker kann man obendrein auch entfernen. Im Nahkampf wäre da ein Beispiel zu nennen namens „Maggot“. Hier bekommt man für Einheiten die 10 Modelle oder mehr haben zwei Extra-Angriffswürfel. Oder „Large in Number“ wo man für eine 6 für jede Einheit über 10 Modellen einen weiteren SAGAwürfel würfeln darf.

Hier im Bild sieht man die Bogenschützen meiner Goblins, die ich vorgeschickt habe, um den Vormarsch der Zwerge zu stören und vielleicht einen Bart niederzustrecken. Sehr interessant ist dabei, dass Levies keine SAGA-Würfel generieren und daher am ehesten verschmerzt werden können. Als Goblinkönig ist es also nicht wirklich probematisch vor dem eigentlichen Angriff erst mal eine Welle Snagas zu verheizen.

saga_zwerge_goblins_005Der größte Nachteil der Zwerge bei Saga ist die kurze RBewegungsreichweite von 5 Zoll, etwas weniger als die bei SAGA eigentlich übliche Reichweite M. Die Zwerge im Bild hier haben schon einen Erschöpfungsmarker, weil sie in dieser Runde mehrfach vorgerückt sind.

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Die Gebirgsjäger in diesem Bild haben sich zu weit vor gewagt und wurden von den Goblins von zwei Seiten bedrängt. Sollten sie Stand halten, wird die zu Hilfe eilende Khazâdwache sicherlich die Situation wieder kippen. Wer sich bei SAGA mit einzelnen Trupps vorwagt gibt dem Gegner unter Umständen die Möglichkeit diese Truppe mit mehrfachen Angriffen auszuschalten. Man muss also die Planung mindestens einen Zug weiter denken um zu beurteilen, ob sich der Angriff lohnt.

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Da der Troll wie ein Levie auf die 4-5 und auf die 6 aktiviert wird, lässt man ihn oft mit dem Warlord zusammen. Das hat den Vorteil, dass die Regel „We Obey“ genutzt werden kann um den Troll durch den Warlord kostenlos für eine Bewegung zu aktivieren. Der Nachteil ist, dass der Warlord immer durch eine Truppe nicht Levies vor Verwundungen geschützt werden soll, was heißt, dass man in der Regel auch noch 8 Goblinkrieger in der Nähe hat. Die Kombination Warlord, Troll und 8 Krieger ist dann auch schon die Hälfte einer Armee oder mehr, wenn man einen 1 Punkt Anführer hat. Ich wählte Durburz, der einen Punkt kostet. Standard Warlords kosten keinen Punkt sonder kommen mit jeder SAGA Armee frei Haus.

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Hier fallen die Snagas unter den Äxten der Gebirgsjäger. Bei SAGA ist es nicht wichtig wo genau ein Modell steht, lediglich die Entfernung VS ist wichtig um zu wissen, wer am Nahkampf teil nimmt und wer verwundet werden kann. Das hat den großen Vorteil, dass die Schlacht auf dem Tisch nicht so grotesk optimiert aussieht, wie man das oft bei Herr der Ringe Strategiespiel Spielen gesehen hat: Eine Reihe schwer gerüstete vorne, eine Reihe Speerträger dahinter, ein paar Helden zur Verstärkung und Nazgul zur Verhinderung alles möglichst breit über die Mitte aufgestellt zur Oberflächenoptimierung und fertig war die Laube. Dieses Kampfgetümmel hat sich ergeben und wurde auch nicht wieder entwirrt, weil das Spiel hierfür gar keinen Anreiz bietet.

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Auf diesem Bild sieht man den Warlord mit dem Troll, der in Reichweite steht und darauf brennt ins Kampfgeschehen einzugreifen. Um zu verhindern, dass die Khazâdwachen Durburz ausschalten können, musste ich ihn nah genug an die Goblinkrieger heran führen um im Falle eines Falles Schaden auf die Krieger umleiten zu können. Diese Regel ist unter Resilience im SAGA Regelwerk zu finden. Das hört sich etwas komisch an, stellt aber eigentlich nur dar, dass sich die Mannen um Ihren Anführer scharen, wenn dieser bedrängt wird. Er verhindert, dass wie bei Herr der Ringe Strategiespiel die Helden regelrecht assassiniert werden können. Wer möchte, dass die Anführer heldenhaft voran schreiten, muss in seinem Skirmish-Regelwerk überlegen, wie es verhindert werden kann, dass die Anführer die erste Pfeilgarbe nicht überleben.

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Die Front bröckelt. Auf dem letzten Bild sieht man, wie es den Zwergen gelingt die Reserven ins Zentrum des Schlachtgeschehens zu führen. Zwar haben die Khazâdwachen Verluste hinnehmen müssen, aber der Blutzoll unter den Goblins war recht hoch. Die ersten SAGA-Würfel für ausgeschaltete Kriegereinheiten fielen aus. Zwar stand der Troll noch, der extrem schwer zu töten ist, da man 3 Verwundungen verursachen muss. Da bei SAGA prinzipiell jede Verwundung mit einem Rettungswurf von 5+ (4+ bei Fernkampf) verhindert werden kann, müssen einige erfolgreiche Angriffe auf den Troll her.

Wraith hat mich recht geschickt ausmanövriert und die ersten Wellen sehr erfolgreich bekämpft, auch wenn die Gebirgsjäger ausgeschaltet wurden. Alles in allem haben die Zwerge Standhaftigkeit bewiesen und die Goblins zurück gedrängt

Ich würde mich über ein paar Fragen zu SAGA freuen, damit ich Ideen für die nächsten Artikel erhalte.

5 Kommentare

  1. Frank Becker
    19. September 2013

    Ein sehr spannender und anschaulicher Spielbericht. Konnte denn der Troll getötet werden? Die Fotos und Figuren und das Gelände sind ja eh erste Sahne 😉 Bitte unbedingt mehr davon!

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  2. Tankred
    19. September 2013

    Ja, der Troll wurde vom Chef persönlich zusammen mit 4 Hearthguards niedergelegt. *SchnüffÜ

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  3. Scar
    20. September 2013

    Toller Bericht! So langsam wird meine Neugier auf SAGA auch geweckt. Gerne mehr davon und danke für die Arbeit…

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  4. Ser_Calenardhon
    25. September 2013

    SAGA klingt echt gut, mir gefällt, das nicht alle beteiligten in direktem (Base-)Kontakt stehen müssen

    Gibt es eigentlich Regeln für eingekreist/umzingelt sein?

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  5. Tankred
    25. September 2013

    Es gibt ein Maximum von 2 Modellen, die in Basekontakt mit einem Gegner stehen können. Weitere Modelle kämpfen mit, wenn sie VS von einem Gegner entfernt stehen. Das soll die Verklumpung des Schlachtfeldes verhindern, denke ich. Darüber hinaus habe gibt es keine Regeln für eine Umzingelung, was in meinen Augen ein Vorteil ist, da diese Situationen immer krampfhaft gesucht werden.

    Selbst wenn nicht genug Platz zum Rückzug ist, zieht sich der Gewinner des Kampfes notfalls zurück, damit die Einheiten nach dem Nahkampf wieder mindestens VS auseinander stehen.

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