Geschrieben von Dwalin, Fundins Sohn, eingestellt von am 18. September 2013 in Miniaturen

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Seit einiger Zeit kreisen viele verschiedene Spielsysteme durch die Tischplattenoberflächen-Welt, von denen viele auch mit Herr der Ringe Figuren gut spielbar sind. So hat Tankred Impetus nach Mittelerde gebracht und Frank Becker SAGA-Battleboards erstellt.

Doch wie basiert man nun seine Miniaturen? „Alle Jahre wieder…“ will man seine Armeen ja auch nicht umbasieren. Aus diesem Grund, habe ich mich dazu entschieden, Multibasen für meine Figuren zu erstellen, sodass ich verschiedene Systeme spielen kann.

Als Grundlage dienen Unterlegscheiben. Warum? Da die Scheiben im Gegensatz zu Games Workshops Basen sehr flach sind, verschmelzen sie mehr mit dem Untergrund, außerdem verlagern sie den Schwerpunkt weiter nach unten, sodass Miniaturen, die auf Schrägen stehen, oft besser stehen bleiben. Aber warum keine Renedra-Basen? Nun, Renedra-Basen zu kaufen, würde die Sache wahrscheinlich deutlich vereinfachen, allerdings fehlt dann die Schwerpunktverlagerung, andererseits das Gefühl bei Plastikminiaturen, Zinnfiguren in der Hand zu halten. Ich bin oft positiv überrascht, wenn ich meine Moriaorks in die Hand nehme.

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Materialien

Ich habe für meine Multibase ein Stück Holz, 5 Unterlegscheiben, ein wenig Spachtelmasse sowie einen Forstnerbohrer der Stärke 25 benötigt.

Schritt 1

Mit Spachtelmasse werden die Löcher in den Unterlegscheiben ausgefüllt, sowie leichte Erhebungen eingebaut. Ich setze immer einen kleinen Punkt Spachtelmasse in die Mitte und verstreiche sie nach außen. Danach kann man die Basegestaltungsmittel aufbringen, in diesem Fall Schieferstückchen, Plastikknochen von GW und Sand. Damit das ganze hält, muss man es ein wenig festdrücken. An dieser Stelle kann man natürlich auch Modelliermasse o.Ä. benutzen.

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Schritt 2

Für die Multibase habe ich ca. 6mm starkes Holz verwendet. Dünneres Holz bzw. Plasitkkarton ist wahrscheinlich auch möglich, ich habe das mit zur Verfügung stehende genommen. Mit einer Dekupir-/Laubsäge o.ä. schneidet man die Base zurecht. Ich habe mich ungefähr an der Größe einer Ringkriegbase gehalten.

Schritt 3

Nun werden mit einem Forstnerbohrer die Löcher in das Holz gebohrt. Ich habe einen 25mm Bohrer verwendet (was naheliegt) und 1mm tiefe Löcher gebohrt, dabei ist es am besten, gleich Unterlegscheiben zur Hand zu haben, um die Tiefe zu überprüfen. In diesem Fall sind es 5 Löcher, da bei historischen Tabletops eine Multibase leichter Infanterie immer aus 5 Miniaturen besteht, bei schwerer Infanterie werden 8 Miniaturen verwendet. So sieht man auf den ersten Blick, um welchen Truppentyp es sich handelt. Außerdem bleibt so genügend Platz für impetusartige Basegestaltung. Wenn man möchte, kann man noch Magnete mit einbauen, entweder um die Unterlegscheiben festzuhalten, oder um die Bases in einer Metallbox herumzuschleppen (sieh. Tankreds und Finarfins Impetusbasen)

Schritt 4

Die Multibase wird genauso wie die Einzelbasen strukturiert, ich habe noch einen toten Ork aus dem Ent-Bausatz verwendet. Hier bleibt Platz zur kreativen Entfaltung 

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Schritt 5

Nun bleibt noch die Bemalung. Für die Grundierung benutze ich immer Grundierspray, da dieses den Sand noch zusätzlich fixiert. Danach habe ich von Scorched Brown über Khemri Brown bis zu Bleached Bone trockengebürset. Tipp: Wenn man die Basen beim Bemalen in die Multibase reinsetzt, werden Schattierungen etc. schön gleichmäßig und die Bases passen sich der Multibase gut an. Bei der Bemalung von Steinen nicht nur Grautöne verwenden! Braun sollte auch mit drin sein.

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Schritt 6

Der letzte Schritt für die Base ist die Beflockung. Ich habe es mir einfach gemacht und Grasbüschel genommen, wer Streugras benutzt sollte darauf achten, dass die Grasflächen Multibase und Einzelbasen noch einmal miteinander verbinden. Auch hier am besten die Einzelbasen schon drin haben.

Schritt 7

Die passenden Figuren bepinseln.

Ich hoffe einige können mit diesem Artikel etwas anfangen und sind inspiriert, sich selber Multibasen zu basteln.

Viele Grüße,

Dwalin

2 Kommentare

  1. Tankred
    18. September 2013

    Wenn man mit dem Forstnerbohrer arbeitet, muss das Material schon recht stark sein, denke ich. Dein Ergebnis finde ich sehr gut anzusehen! Ein wenig stark die Base, aber schön. Vielleicht wird die nächste dünner 😉

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  2. zo89
    19. September 2013

    Schön umgesetzt, leider kann ich mich persönlich nicht mit den flachen Bases anfreunden…

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