Geschrieben von am 16. September 2014 in Allgemein

 

Mehr aus einem Scherz heraus und inspiriert durch den Wintermalwettbewerb, haben Eragon22 und ich uns dazu entschieden, einen Dioramenwettbewerb zu veranstalten.

Die Regeln waren recht einfach: Jeder kann teilnehmen, solange der Beitrag etwas mit Mittelerde zu tun hat und man ein WiP Bild gezeigt hat. Netterweise hat Kandahar sich bereit erklärt, eine originalverpackte 24er-Plastikbox der Haradrim unter den erfolgreichen Teilnehmern zu verlosen, vielen Dank dafür!

Von den anfänglich 14 Teilnehmern haben es zwar leider nur 5 geschafft, die Ergebnisse sind aber trotzdem sehr schön! Anstatt Euch hier noch weiter zuzutexten verweise ich einfach auf den dazugehörigen Thread im Forum und lasse ansonsten einfach die erfolgreichen Dioramenbauer sprechen:

______________________________________________________________________________________

4. Platz: „Guten Morgen!“ – Ein Dialog am Gartenzaun von Thúle

________________

Bilbo: „Schönen guten Morgen!“

Gandalf: „Wie meint ihr das? Wünscht ihr mir ein guten Morgen? Oder meint ihr das es ein schöner Morgen ist, egal was ich wünsche? Oder ihr wolltet sagen das ihr an diesem Morgen alles schön und gut findet. Oder wolltet ihr sagen man müsse an diesem Morgen gut oder schön sein?“

Bilbo: „Alles zugleich nehme ich an…“

(aus „Der Hobbit – Eine unerwartete Reise“, Film 2012)

________________


________________

Die Szene zeigt Bilbo und Gandalfs erstes Treffen vor der Reise zum Einsamen Berg. Gandalf lässt wissen, dass er noch ein Mitglied für ein „Abenteuer“ sucht, jedoch blockiert Bilbo sofort: Hobbits kennen und wollen keine Abenteuer und Risiken eingehen. Darauf treffen abends die Zwerge bei Bilbo ein und er merkt es zwar noch nicht, jedoch befindet er sich schon mitten in dem Abenteuer. Die weitere Geschichte beweist zudem, dass sich Bilbo doch schließlich auf das von Gandalf versprochene Abenteuer einlässt.

Diese Schlüsselszene, die quasi den Startschuss bzw. Grundbaustein zur Reise darstellte, fande ich schon vor vielen Jahren beim lesen interessant. Als schließlich im Dezember 2012 der Film in die Kinos kam freute ich mich umso mehr! Eine sehr gute Umsetzung in einer wunderschönen Kulisse. Dies wollte, nein, dies musste ich einfach nachbauen!

________________

Als Vorbild diente natürlich die Hobbithöhle aus dem Kinofilm (Bilder findet man bei Youtube, Google etc.) und diverse Hobbithöhlen aus dem Forum und der alten Hauptseite von HdR-Tabletop haben mich schon inspiriert. Tipp: Einfach drauflos bauen! Einfach ein Hügel aus Styropor oder Styrodur schneiden und mit einer schönen Fassade verkleiden. Danach alles schön bemalen und mit Gras verzieren 😉 Wer eine genauere Anleitung will oder noch fragen hat kann mir gerne schreiben: info@art-elier.de

Hier meine Materialliste:

– Styroporplatte (für den Hügel)
– Styrodurplatte (dünn für Grundplatte und Fassade)
– Grassorten (statisch, verschiedene Farben –> mischen)
– Grundfarben (zum Beispiel: schwarz, weiß, grün, braun, rot) -> den Rest kann man mischen
– Balsaholzleisten (für Tür, Bank und Zaun)
– Kugelschreiber für Einritzen von Konturen (Steine auf Boden, Holzmaserung in der Tür)
– Bastelmesser und natürlich Pinsel
– Bastelkleber oder Holzleim

________________

Da es meine erste Hobbithöhle war, hab ich wirklich was dazugelernt! Eigentlich liegt meine Spezialität eher bei Mauerwerk und Ruinen, jedoch war das auch mal ziemlich cool und der Wettbewerb hat mir viel Spaß gemacht! Würde gerne mal wieder so etwas starten!

________________

Allem in allem würde ich sagen, dass der Wettbewerb trotz geringer Teilnehmerzahl sehr nett und spannend war! Der Zeitraum war relativ lange und so hatte man eigentlich viel Zeit ein passendes Ergebnis abzuliefern. Ich freue mich über eine zweite Staffel!

______________________________________________________________________________________

3. Platz: „Das Donnergrollen“ von Hurin der Tolle

„Sie hatten es schon lange gehört, aber sie hatten sich wenig Sorgen gemacht. In den Stollen von Orkstadt hörte man oft das Donnergrollen im Gebirge, doch ihr Hauptmann hatte ihnen immer versichert, das es sich bloß um Geröllbrocken handeln würde, losgelöst von Wind und Sturm. Doch das was sich nun schnell und laut wie aufziehender Unwetter über ihnen erhob, war keine Gewitterwolke. Es war ein Wesen aus massiven Fels, doch so schnell und gelenk, das sie sein Kommen kaum bemerkten. Der Koloss schlug zu, und der Aufbau des Aussichtspostens wurde weggefegt, Bretter flogen durch die Luft. Doch wie durch ein Wunder schien der Wachposten Krozogh noch recht lebendig zu sein, den während der Riese seine Faust langsam zurückzog, rief er ihrem Hauptmann im Stollen zu, das sie Verstärkung bräuchten. Die wäre in der Tat nützlich, dachte Snaga, und blickte auf einen seiner Kameraden herab, der verkrümmt zwischen den Felsen in Schnee lag, und auf Krozogh, der seinen Bogen spannte, während der lebendige Fels zum zweiten Fausthieb ausholte.
in diesem Moment stürmte ihr Hauptmann mit dreien seiner Wachen den Orkbau. Ein Bogenschütze kletterte flink wie ein Affe auf einen hohen Felsen und nahm den Koloss ins Visier, während ein anderer Ork, mit einer riesigen Spitzhacke bewaffnet, durch den hohen Schnee hindurch zu den Füßen des Riesen rannte und zum Schlag ausholte. „Das dürfte nützlicher sein als die Pfeile“ sagte er sich, und blickte auf seine eigenen Waffen herab. Er trug nur einen der kleineren Skimitaren und ein Lederschild mit dem aufgemalten Auge ihres Meisters. Er schaute noch einmal zurück auf seine Kameraden und seinen Hauptmann, der Breitbeinig auf dem Steg stand und mit seiner Klinge fuchtelnd nutzlose Befehle brüllte. Der Riese baute sich vor ihnen allen auf, und sein Schatten fegte der letzte Häuflein Mut aus seinem Herz. Er wandte sich um und rannte davon.“

Ich denke die kleine Geschichte vermittelt schon einen ganz guten Eindruck davon was mein Diorama darstellt. Ein Steinriese greift einen Orkposten im Nebelgebirge an, unweit der Orkstadt, in die auch Thorin Eichenschild und seine Gefährten entführt wurden. Vielleicht hat es den Berg erzürnt, das die Orks wie Milben unter seine felsigen Haut Gänge graben, und er nun wehrt er sich.
Als ich das vom Dioramenwettbewerb zum ersten Mal las, überlegte ich lange was ich dazu beitragen könnte. Allem vorweg – Ich bin kein besonders guter Maler, ehrlich gesagt macht mir das Geländebauen viel mehr Spaß. Deshalb entschied ich mich schließlich für meinen Steinriesen, den ich letztes Ostern modelliert hatte, damals noch in der Hoffnung, ihn mit selbsterdachten Regeln irgendwann einmal im Spiel einsetzen zu können. Mein letztes ernsthaftes Spiel aber liegt nun schon zwei Jahre zurück, und mein Riese staubte fröhlich in Regal vor sich hin. Und irgendwie ist er ja auch halb Gelände.
Der Steinriese hat jetzt eine wesentlich bessere Verwendung gefunden, und er darf jetzt auch ohne Würfel bis in alle Ewigkeit Orks verhauen.

Materialien:
Miniaturen: 6 Orkrieger, Gorbag, Steinriese
Gelände: Styropor, Steine, Kies, Sand, Holzleim, Spachtelmasse, MCdoof-Kaffestäbchen, Holzspieße, Zahnstocher
Basengestaltung: Baumscheibe, Citadel Modelschnee, Karstbüschel Frühherbst von Mininatur
Farben: Mephiston Red, Mournfang Brown, Chaos Black, Grüne Acrylfarbe, Silberne Acrylfarbe, Braune Abtönfarbe, Schwarze Abtönfarbe, Weiße Abtönfarbe

Es war insgesamt ein recht anspruchsvoller Bau, nicht wegen der Bemalung, sondern wegen der Größe der Scheibe. Die Gestaltung der Felsen war äußerst langwierig und schmutzig, genauso wie die Grundierung. Es ist nicht besonders einfach, eine so komplexe Oberfläche auf Spachtelmasse, Steinen und Sand an allen Stellen perfekt mit schwarzer Farbe du bedecken – Mit dem Pinsel, denn ich wollte nicht das die Sprühgrundierung mein Styropor auffrisst. Bei der Bemalung des Geländes habe ich mich nicht lange aufgehalten, da mir klar war das der Schnee eh das meiste überdecken wird. Es war auch das erste Mal das ich Modellschnee verwendet hab, und ich muss sagen, es macht Spaß! Der Schnee, der nicht auf die geleimten Stellen fällt, sammelt sich dann einfach sehr schön in den Ritzen und Felsspalten des Gebirges.
Den Miniaturen wollte ich einen starken Kontrast zur weißen Winterlandschaft geben, also bemalte ich die Kleidung aller Orks mit auffallenden Mephiston Red. Um den Eindruck von Kälte zu verleihen, bemalte ich Pelze, sofern vorhanden, mit weiß. Vielleicht haben sie ein paar Gebirgswargen das Fell geklaut. Ansonsten ist die Bemalung schlicht, da es doch recht viele Miniaturen sind und der Fokus auf dem Riesen liegen soll.
Die Entscheidung Gorbag mit rein zu nehmen traf ich erst am letzten Wochenende des Wettbewerbs, weil mir die Orks ein wenig verloren vorkamen, ganz ohne Hauptmann.

Trotz des Aufwands und der vielen Zeit die dafür draufging hat mir der Bau meines ersten richtigen Dioramas sehr viel Spaß bereitet. Ich denke ich werde mich in nächster Zeit, aus Mangel an Spielpartnern und Lust, vom Tabletopspiel distanzieren und mich verstärkt mit dem Bau von solchen Stücken beschäftigen. Sie sehen in der Vitrine wesentlich attraktiver aus als Armeen von kleinen Männchen die alle einzeln auf Plastikbasen stehen.
Ich finde das der Dioramenbauwettbewerb insgesamt ein Erfolg war, trotz der geringen Beteiligung. Es sind letztendlich fünf schöne Stücke dabei herausgekommen, und das ist doch was!
Ich wäre bei einen eventuellen zweiten Anlauf bestimmt auch wieder dabei!

______________________________________________________________________________________

3. Platz: „Grenzgefechte“ von Herr von Gondor

Es war eigentlich ein schöner Tag gewesen doch die Wachen wussten, dass sie sich auf ehemaligem gondorianischen Gebiet befanden und daher wachsam sein mussten. Zu häufig hatten die Lande südlich des Poros schon den Besitzer gewechselt. Davon zeugten auch die bereits zerfallenden Mauern des Außenpostens, der ihnen als Stützpunkt dienten. Sie waren im Stil der Menschen des Westens erbaut. Die Aufmerksamkeit der Südländer sollte sich auszahlen.

Das Diorama stellt ein Grenzgefecht zwischen Gondor und einigen Haradrim dar, wie sie sich in Mittelerde zu allen Zeitaltern häufig abgespielt haben dürften. Wobei Gondor dieses Mal auf der Seite der Angreifer steht. Der Gedanke ergab sich schlicht aus einigen Figuren die ich gerade offen herumliegen hatte. Außerdem hatte ich bereits vor ein paar Monaten am Wettbewerb „der Winter naht“ teilgenommen und war dadurch wieder auf den Geschmack am Dioramenbau gekommen. Diese Motivation wollte ich nicht ungenutzt verstreichen lassen, wo sie schon mal da war.

Den Bau begann ich mit Materialien die ich bereits herumliegen hatte. So diente als Grundplatte ein einfaches Stück dicken Pappkartons von 10×20 cm welches später auf eine dünne Holzplatte aufgeklebt wurde. Ansonsten kamen noch Steine aus dem Garten, ein wenig Styrodur sowie Sand und etwas künstliches Feldgras dazu. Außerdem noch ein wenig Balsaholz. Für den vertrockneten Baum verwendete ich eine ebenfalls vertrocknete Holunderblüte, ich kann nur jedem raten beim Geländebau im Freien nach den nötigen Utensilien zu suchen. Was man dort findet sieht häufig gut aus und ist vor allem kostenlos. Mit dem Bau des Geländes kam ich schnell voran, für die Bemalung war dann aber doch etwas Zeitdruck durch den Wettbewerb nötig, so wurden die Figuren in den letzten zwei Tagen vor der Abgabefrist bemalt. Die Krieger von Gondor sind alle (zumindest in Details) umgebaut. Auch der auf den ersten Blick unscheinbare Speerträger hat einen Bart erhalten, von dessen Wirkung auf den Bildern ich allerdings nicht allzu begeistert war… auch wenn er mir im Original gefällt, vlt. findet man ihn ja deshalb auf den Fotos nicht. Für die Bogensehnen der Haradrim verwendete ich alte Gitarrenseiten, diese eigenen sich von der Dicke und Stabilität her sehr gut (natürlich je nach Tonhöhe), allerdings wollte anfangs die Farbe nicht wirklich halten, daher werde ich nächstes Mal ein anderes Material versuchen.

Insgesamt kann ich sagen, dass mir die Teilnahme sowie die Arbeit am Diorama viel Spaß gemacht haben. So bieten die regelmäßigen Wettbewerbe häufig einen neuen Ansporn sich wider etwas intensiver mit dem Hobby zu beschäftigen.

HvG

______________________________________________________________________________________

2. Platz: „Ein Schatten zieht auf in Amon Lanc“ von Kandahar

Das Diorama soll den Marsch der Heere des Hexenkönigs und die Eroberung der Festung Amon Lanc darstellen, welche nach der Eroberung in die Schreckensfestung Dol Guldur umgetauft wurde.

Die Dioramaszene soll festhalten, wie ein Ork die undankbare Aufgabe hat, einen nicht gerade für ihre Schlauheit bekannten Kriegstroll durch die unwegsame verschneite Landschaft zu führen, ohne dessen Laune zu vermiesen und selbst eine aufs Dach zu kriegen. Der Ork versucht, den Troll in den nahen Kampf zu führen, in welchem er dann seine aufgestaute Aggression freien lauf lassen kann. Diese Aggression haltet meiner Meinung nach der umgebaute Kopf des Isengardtrolls sehr gut fest, der blickt nämlich ordentlich grimmig drein 🙂

Ork Laternenträger
Nachdem ich mir die Dol Guldur Orks aus der Desolation of Smaug Erweiterung angeschaut habe, bin ich zum Entschluss gekommen, dass die Isengard Hauptmann Mini doch Glatt als Dol Guldur Ork Hauptmann durchgehen müsste (vorallem mit dem Mantel, der Bemalung und passendem Winter Tarn). Damit es orkiger wirkt hat er noch eine grobschlächtige Laterne bekommen um den Troll zu führen.


Zur Bemalung wurde (wie immer von mir) eine Nasspalette verwendet und die Figuren zuvor mit schwarzem Grundierspray grundiert.
Haut: Schwarz + Rakhart Flesh, immer weiter aufhellen mit Rakhart Flesh bis zu reinem Rakhart Flesh.
Metall: Tin Bitz, Boltgun Metal, Mithril Silver nacheinander vorsichtig und sparsam Trockenbürsten. Nach dem Boltgun Metal die tiefliegenden Ritzen der Rüstungsteile mit Wasser + Schwarz Tuschen. Zum Abschluss noch mit Purple Lechee (oder wie das violett heißt) + Schwarz + viel Wasser lasieren. Dies wird mein Standard Farbschema für Dol Guldur werden.
Fell: Scorched Brown, Schroched Brown + Graveyard Earth, Graveyard Earth, nacheinander trockenbürsten und zum Abschluss für einen verfilzten Look (wer das möchte, das ganze wird dadurch jedoch recht Matt) noch mit Devlan Mud Tuschen.
Leder: selbe Farben wie beim Fell, jedoch nicht trockengebürstet sondern bemalt und am Schluss mit Violett + Schwarz + Wasser getuscht.
Innerer Mantel: Gleich wie die Haut bemalt, jedoch am Schluss mit OSL (Object Source Lightnening) überarbeitet (siehe Beschreibung Laterne unten)

Basegestaltung
Da ich mir ein Winterszenario vorgestellt habe, versuchte ich mich im Bereich der Schneebases.
Die Base wurde wie folgt behandelt:
Als Grundplatte für das gesamt Diorama diente eine übrige Dattelschachtel (ja 🙂 )aus Balsaholz auf welche Sand gestreut und felsen geklebt wurden mit abschließender schwarzer Sprühgrundierung.
Felsen: Also Goblin Green + Enchanted Blue + Schwarz, dann mit Rakhart Flesh aufhellen jeweils grobschlächtig trockenbürsten ;-). Das ganze hat dann einen schön unnatürlichen blau/grün schimmer wie es zu Dol Guldur, Angmar und dergleichen super passen könnte.
Schnee: Wasser + Weiße Farbe + Weißleim zusammenmischen (Konsistenz Haferschleim ^^). Nach belieben auf Base verteilen (und vorallem auf die Grasbüschel rauf! rinnt super hinab und liefert realistischen Look nach der Schneebehandlung) und NOCH-Pulverschnee drüber stauben. Warten (Das ist immer das schwierigste bei mir 😉 ), dann einen überschüssigen Schnee abstauben und nochmal rüber bei Stellen die noch nicht passen mit der selben Prozedur.

Der NOCH-Pulverschnee hat mich überzeugt, da er einen realisten frischen Schnee liefert. Grasbüchel hab ich jedoch von Mininature.

Laterne
Zusammenbau: Bits aus Gußrahmen und einer Isengartpike zusammengeklebt und metallisch bemalt (siehe Rüstung oben). Schwarzer Nähfaden (ganz normaler Garn) für das Seil mit Superkleb bepinselt, damit es starr wird und in seiner gewünschten Form bleibt.
Mit Handbohrer Loch in die Hand bohren (ja sehr wortgewandt ^^) und oben einen Knopfmachen damits hält + Superkleb zum fixieren.
Bemalung:In die Ritzen wo das Feuer lodert wie folgt bemalt: Red Gore, Golden Yellow, Yriel Yellow und abschließend Schwarz tuschen für (Teer/Ruß effekt).
Anschließen OSL (Objekt Source Lightening) Lichteffekt auf die nächstliegenden Teile mit den selben Farben wie oben (Red Gore, Golden Yellow, Yriel Yellow) leicht (also ganz wenig Farbe auf dem Pinsel)und vorsichtig Trockenbürsten, ansonsten kann man den Mantel nochmals malen 😉

Troll
Beim Trollzusammenbau wurden ausschließlich Teile und übrige Bitz aus dem Plastiktroll-Set verwendet. Das einzige zusätzliche Teil ist der Metallkopfbitz aus dem alten Zinn-Isengardtroll-Set.
Was wurde genau verändert? Der Speer wurde verlängert (Schaft des Axtbitz gestiftet) und zusätzliche Rüstungsteile an der Hüfte hinten angebracht (Teile des Kieferschutzes beim Mordortrollhelm sind nun Hüftschütze). Das Charakteristischste Merkmal ist wohl die Gladiator Panzerplatte an der Schulter, welche einst die Brustplatte war und schlicht auf die Schulter geklebt wurde. Der Rest ist Schnippselei der übrigen Trollbitz welche einem gefallen und unbedingt unterbringen möchte + etwas Greenstuff um Lücken zu füllen.

Trollbemalung
Große Figuren bemalen (wie ein Troll) erfordern viel Zeit und es ist unmöglich ihn an einem Tag zu bemalen. Man sollte sich stattdessen lieber Zeit lassen und sich Tagesziele setzen. Beispielsweise: Heute mache ich das Metall, morgen Nachmittag die Bekleidung, danach die Haut. In der vierten Malsession die Details und Nachbearbeitung gefolgt von der Basegestaltung, wenn dann alles bemalt ist.
So hat man am Schluss auch ein zufriedenstellendes Ergebnis, ohne das die Motivation zu sehr darunter leidet und es in einem unfertig aussehenden Ergebnis endet.

Der Violettschimmer auf der Rüstung und das Farbschema sollen als Gesamtes „verhext bzw. verzaubert“ rüber kommen um zur Dol Guldur Thematik dazuzupassen (und ihrem Anführer dem Hexenkönig) anzugehören. Es wurde wie beim Ork durch das Metall bemalen erzeugt, indem die Rüstung am Schluss mit Lichee Purple getuscht wurde (siehe Bemalanleitung des Orks oben). Die Haut und das Leder wurden ebenfalls mit der Farbpalette wie beim Laternen Ork bemalt mit Schwarz + Rakhart Flesh wobei bei den Bauchgegenden noch Karak Stone dazu gemsicht wurde um die weichen Stellen darzustellen. Es folgen nun ein paar Bilder des Trolls aus verschiedenen Perspektiven um sich ein bisschen was abzuschauen.

 

Diorama
Aber genug geschwafelt nochmals das fertiggestellte Diorama mit Titel „Ein Schatten zieht auf in Amon Lanc“:

______________________________________________________________________________________

1. Platz: „Gandalf in Dol Guldur“ von Gwendulin

Radagast: „Vielleicht ist das eine Falle!“

Gandalf: „Es ist zweifellos eine Falle!“

(aus „Der Hobbit – Smaugs Einöde“, Film 2013)

ch fand die Szene aus dem (damals) aktuellen 2. Teil des Hobbits, in dem Gandalf in den Verliesen Dol Guldurs nach den verborgenen Streitkräften des Bösen sucht, sehr fesselnd und wollte diese unbedingt in einem Diorama einfangen.

Ich habe mir also zuerst Bilder des Films angeschaut und ein paar Überlegungen angestellt. Auf einen Sockel habe ich dann einzeln ausgeschnittene Steine aus Selitron/Depron (ca. +500 Stück!) zu einer Ruine aufgebaut. Die Bäume sind aus „White Bush“ aus dem Floristikbereich. Detailierter wurde das ganze durch verschiedene Sand- und Steinchensorten sowie die Statue von Thomarilion „Der Knochenhändler“. Nach langer Überlegung habe ich mich dann doch für den Gandalf aus der Hobbit Grundbox entschieden, da er mit seiner ausgestreckten Hand gut zu den Filmszenen passt, in denen Gandalf Zauberformeln spricht.

Bemalt habe ich das ganze großteils mit der Airbrush, es war mein erstes Diorama, bei dem diese größtenteils zum Einsatz gekommen ist. Durch Aufhellen der Gegend um Gandalf habe ich versucht, einen „Mondscheineffekt“ zu erreichen. Da ich mich leider zu sehr auf die Base konzentriert habe, war verhältnismäßig wenig Zeit für Gandalf, ich habe ihn mehrfach dünn lasiert.

Insgesamt hat sich die Mühe mit den Steinen aber zum Glück ausgezahlt und ich war nach dem Wettbewerb sehr motiviert, weitere Dioramen zu bauen. Von daher steht einer Wiederholung eigentlich nichts im Wege…

______________________________________________________________________________________

Bewertet wurden die Beiträge von vier Jurymitgliedern (Usern aus dem Forum) nach folgenden Kriterien:

Gesamteindruck – 10 Punkte (Wirkung des gesamten Dioramas ohne Beachtung von Details)

Miniaturen – 15 Punkte (Bemalung inkl. Sauberkeit, Aufwändigkeit, Details … Miniaturenauswahl [passen die Miniaturen zueinander und zum Diorama?] sowie evtl. Umbauarbeiten)

Base – 15 Punkte (Aufwand, Effekt, Naturgetreuigkeit)

Geschichte – 5 Punkte (Erzählt das Diorama eine Geschichte? Interagiren die Miniaturen gut? …)

Extrapunkte – 5 Punkte (Irgendetwas, was gewürdigt werden soll, vorher aber nicht aufgeführt ist…)

Insgesamt gab es 50 Punkte pro Person, die jedes Jurymitglied verteilt hat. Insgesamt also 200 erreichbare Punkte.

Und hier sind die Ergebnisse. Vielen Dank an die Jury für das Bewerten und einen Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer! :yes:

An dieser auch noch einmal vielen Dank an den Schwarzen Tod, der sich die Mühe gemacht hat, seine Bewertungen zu erklären:

„Ein Sturm zieht auf in Amon Lanc“ von Kandahar
Der Gesamteindruck dieses Dioramas wirk mit dem gewählten Uruk-Hauptmann sehr stimmig. Auch der Marsch durch die mit Schnee bedeckte Geröllwüste ist sehr gut umgesetzt worden.
Bei den Miniaturen hätte ich mir eine etwas bessere Ausleuchtung gewünscht um alle Details zu erkennen. Das was man sieht ist auf alle Fälle ein sehr solider Bemalstandart und auch die Farbwahl passt sehr gut zu diesen düsteren und dreckigen Gesellen.
Die Base passt gut zu Gesamtstück. Hier hätte man aber das Gelände etwas besser einarbeiten können, ansatt das fertige Ding einfach draufzusetzen. Aber das nur am Rande.
Die Geschichte vom Marsch kommt sehr gut rüber, deshalb volle Punktezahl.
Extrapunkte gibts auf alle Fälle für ein für mich sehr gutes Detail: Die schneebedeckten Füsse!
__________________________________________________________________________

Thúle
Gerade ein Diorama wie Beutelsend lebt sehr stark vond er grünen, saftigen Flora des Auenlandes. So hätte ich mir hier einen schönen gestalteten Garten vor dem Haus und dichte rankende Gewächse vor dem Haus gewünscht, um beim Gesamteindruck die volle Punktezahl zu vergeben.
Da der Punkte-Schwertpunkt von der Jury mit 15 auch mit auf der Bemalung der Miniaturen liegt, kann ich für diese Miniaturen leider nur 5 von 15 vergeben, da wie schon von Thule selbst erwähnt wurde, die Minis in Grundfarben für einen Nicht-Tabletoper bemalt wurden. Nichts desto trotz geht es hier aber um einen Wettbewerb in einem Tabletop-Forum und so muss das leider unberücksichtig bleiben.
Eine Base zu beurteilen, die faktisch nicht vorhanden ist, ist auch so eine Sache. Null Punkte zu vergeben, wäre auch etwas vermessen, deshalb auch hier 5 Punkte für Gras und Weg.
Da die Miniaturen in einer bekannten Szene der Filme interagieren gibts an der Geschichte nichts zu rütteln, deshalb volle 5 Punkte.
Extrapunkte vergebe ich 2 für die unterschiedlich eingesetzten Grasarten und die sehr schon ausgearbeitete Tür. Für die volle Punktezahl hätte ich mir eine etwas weiter ausgearbeite Front der Höhle mit mehr Fachwerk & Ziegeln gewünscht!

__________________________________________________________________________

Hurin der Tolle:
Als die das Dio das erste Mal gesehen habe, muss ich sagen, das ich nicht so recht wusste was ich vor mir habe. Auf den zweiten Blick ist der Steinriese dann doch deutlich zu erkennen. Ob das nun gut oder schlecht ist, ist rein subjektiv. Das er gut getarnt ist wird für ihn sicherlich kein Nachteil sein. Ich persönlich hätte mir gewünscht, das er sich etwas deutlicher vom Untergrund abhebt.
Soweit zu erkennen sind die Minis solide bemalt. Hier wären ein paar Detailfotos hilfreich gewesen.
Die Base ist stimmig und passt gut ins Gesamtkonzept. Auch die Idee mit der Baumscheibe finde ich gut.
Die Geschichte mit dem angegriffenen Orkposten wirk gut und glaubhaft, deshalb volle Punkte bei der Geschichte.
Extrapunkte gibts für den selbstgebauten Steinriesen und das kreative Base!
__________________________________________________________________________

Gandalf in Dol Guldur:
Also der Gesamteindruck ist fantastisch und wird durch die tollen Fotos noch unterstrichen. Dol Guldur erwacht wahrhaft zum Leben.
Leider wirkt die Bemalung von Gandlaf im Gegensatz zum Gelände etwas lieblos. Der Fokus liegt bei einer Mini halt mal darauf. Gerade eine Mini wie Gandalf ist immer wieder bei namhaften Malwettbewerben dabei und hätte das Potential zu viel mehr gehabt. Das Gesicht alleine hätte einige Akzente mehr vertragen.
Die Geschichte trifft natürlich auch genau den Zeitgeist des Hobbits und man wähnt sich beim schnellen betrachten auch mitten in einer Szene des Films.
Die Base und das Drumherum ist natürlich das Highlight des Dioramas und perfekt ins Szene gesetzt. Alleine die selbstgemachten Bäume und das Mauerwerk, das im Holzsockel weitergeht sind hohe Kunst!. Das gesamte Gelände steckt voller liebevoller Details. Volle Punktezahl!
Extrapunkte gibts schon alleine für die vielen Details die sich über das ganze Diorama erstrecken!
__________________________________________________________________________

Herr von Gondor:
Zum Gesamteindruck muss ich vorneweg einmal sagen, das mir für eine Haradrim-Festung das gewisse Etwas fehlt. Gerade die Haradrim mit ihrem orientalischen Hintergrund hätten viel Potential gehabt, sich von einer 08/15 Festung abzugrenzen.
Von der Miniaturenbemalung her ist es sicherlich das Highlight des Bewerbs und setzt sich mit klaren käftigen Farben und schönen Akzenten deutlich vom restlichen Starterfeld ab. Einzig das Auge des Bogenschützen passt von der Grösse her nicht zum anderen.
Das Base sowie die Geländemodellierung sind sehr schön und stimmig geworden, wenn auch handwerklich nicht so aufwendig, wie andere Dioramen im Wettbewerb.
Die Geschichte der Verteidigung kommt gut rüber.
Extrapunkte verteile ich für die selbstgemachten Bogensehnen und der verstörten Tür!

So sahen am Ende die Ergebnisse aus:

4. Platz: Thúle – 127 Punkte

3. Platz: Herr von Gondor – 148 Punkte

3. Platz: Hurin der Tolle – 148 Punkte

2. Platz: Kandahar – 155 Punkte

1. Platz: Gwendulin – 168 Punkte

Damit belegte Gwendulin den ersten, Kandahar den zweiten, Herr von Gondor und Hurin der Tolle den dritten und Thúle den vierten Platz! Noch einmal einen herzlichen Glückwunsch an alle erfolgreichen Teilnehmer!

Eine Antwort schreiben