Die Idee
Nachdem ich meine Chirth Ungol Armee fertig gestellt hatte fing ich an zu überlegen, welches Projekt ich als nächstes angehen sollte.
Als erstes durchsuchte ich meine Figurenkiste und schaute nach, welche Figuren ich im Überfluss hatte. Da fielen mir sofort die Zinn Uruks in die Hände, die ich noch teils unbemalt, teils bemalt da hatte.
Die Bemalten vermachte ich dem guten Simmerhammer, der sich mehr als großzügig im Tauschen von Figuren zeigte und mir Orks und Uruks dafür gab. Hierfür noch mal ein ?Danke? an Jürgen.
Da ich als Helden Uglug, Lurtz und Grishnak schon hier hatte viel die Wahl auf das Thema nicht schwer: Der Angriff der Orks auf die Gefährten beim Amon Hen und der damit verbundene Tod Boromirs sollte es sein.
Die Recherche
Im Herr der Ringe gibt es natürlich im Film, sowie im Buch, viele Szenen die sich, nicht zuletzt wegen des Todes Boromirs, im Gedächtnis eingeprägt haben.
Das Buch ist hier natürlich wieder eine schöne Quelle, aus der man viele Informationen ziehen kann. Aber auch der Film hat sein gutes, denn durch ihn haben wir Spieler ja noch Lurtz bekommen.
Hier einige Ausschnitte aus dem Buch:
?Sie waren gelaufen und hatten gerufen- Pipin konnte sich nicht erinnern wie lange oder wie weit; und dann plötzlich waren sie in eine Gruppe von Orks hineingerannt. Sie standen lauschend da und schienen Merry und Pipin gar nicht zu sehen, bis sie fast in ihren Armen gelandet waren. Dann schrien sie und noch dutzende Bilwissen sprangen zwischen den Bäumen hervor.?
?Dann war Boromir zwischen den Bäumen hervor gestürmt. Er hatte sie in einen Kampf verwickelt. Viele von ihnen erschlug er und die übrigen flohen. Aber sie waren noch nicht weit auf dem Weg zurückgegangen, als sie erneut angegriffen wurden., diesmal von mindestens hundert Orks, von denen einige sehr groß waren, und sie schossen einen Hagel von Pfeilen ab; immer auf Boromir. Boromir hatte sein großes Horn geblasen, bis die Wälder wiederhalten??
???Das Horn von Boromir? rief er. ?Er ist in Not? Aragorn sprang über die Stufen und eilte den Pfad hinunter. Oh weh! Ein Böses Geschick liegt heute auf mir und alles was ich tue, läuft falsch.? Während er rannte, waren die Schreie erst lauter, dann leiser geworden und das Horn blies verzweifelt. Wütend und schrill stiegen die Schreie der Orks aus, und plötzlich verstummte das Horn??
??Und Aragorn sah die Gefallenen an und sagte ?Hier liegen viele, die nicht Diener von Mordor sind. Einige stammen aus dem Norden, aus dem Nebelgebirge, wenn ich überhaupt etwas von Orks und ihrer Rassen verstehe. Und hier sind andere die mir fremd sind. Ihre Ausrüstung ist ganz und gar nicht nach der Art der Orks?Da lagen vier Bilwiss-Krieger von größerer Gestallt, schwärzlich, schlitzäugig und mit dicken Beinen und großen Händen??
Dies Texte reichten mir um zu sagen das bei Boromirs Tod normale Orks sowie Uruks anwesenden waren, was mir bei meiner Armeeliste sehr half.
Die Armeeliste
Lurtz (Heerführer)
Uglug
Hauptmann der Uruk-Hai
Grishnak
8 Wilde Uruks
12 Bogenschützen der Uruk-Hai
16 Uruk-Hai mit Schwert und Schild
2 Uruk-Hai ohne Schild (mit Merry und Pippin)
14 Orks mit Schild und Speer
56 Figuren, 23% Schützen, 11HP, 3 Stärke 5 KK5 Helden, max. 60 S4 Attacken.
Ich habe einige Zeit mit dem Gedanken gespielt Vrasku in die Armee mit aufzunehmen, habe mich dann aber der Thematik wegen entschlossen ihn lieber doch nicht einzubauen.
Die Taktik
Die Taktik der Armee ist schnell erklärt: Laufen (wenn möglich in Deckung) was das Zeug hält und dann drauf hauen wie auf kalt Eisen. Die Armee ist im Nahkampf sehr, sehr stark.
Vor und Nachteile
Vorteile dieser Armee sind ganz eindeutig ihre Kampfkraft und ihre Stärke. 38 Figuren mit K4 S4 darunter 8 Wilde Uruks mit 2 Attacken können schon ganz schön was weghauen. Die Betonung liegt dabei auf können.
Wo wir beim größten Nachteil wären, den der ist die Verteidigung, die durch die Bank bei 5 oder 4 liegt. Das ist zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig.
Beschussstarke Völker wie Elben und Zwerge mit S3 Bögen können die Reihen natürlich in 4-5 Schlussphasen stark ausdünnen.
Der zweite große Nachteil ist, dass diese Armee nicht über Kavallerie und/oder Magie (und damit meine ich nicht einen billigen Schamanen) verfügt. Das macht sie sehr berechenbar und zu einer nicht ganz so guten Turnierarmee.
Die Figuren
Besonders die neuen Plastik Figuren der Uruk- Hai haben mich schwer begeistert. Sie sind sehr detailreich und gut gegossen.
Die Zinn Uruks sind zwar auch sehr schöne Figuren, aber manchmal kommen mir die Oberarme im Vergleich zu den Unterarmen sehr dünn vor. Ganz im Gegenteil zu den Brüdern aus Plastik. Die strotzen gerade so vor Muskeln und sehen aus, als wären sie Kunden bei gewissen spanischen Dopingärzten.
Die wilden Uruks haben mir erst gar nicht so zugesagt, aber als ich die Ersten bemalt hatte, war ich hin und weg. Sehr schöne Figuren die GW da hergestellt hat. Auch wenn die Posen nicht alle überzeugen.
Die Zinnorks in der Armee gehören zu den Highlights und wenn ich es mir leisten könnte, würde ich nur mit diesen wunderbaren Minis arbeiten. Die Plastikorks dagegen sind mir immer wieder ein Ärgernis.
Umbauten
Mit Umbauten konnte ich mich bei dieser Armee etwas zurück halten, da man die Posen der Uruks sehr leicht durch die nicht angegossenen Schildarme ändern konnte.
Die meisten konnte ich durch geringes Verbiegen der Gliedmaßen noch verändern.
Der Rest der leichten Umbauarbeiten wurde dann an den Plastikorks getätigt, indem ich ihnen zusätzliche Ausrüstung modellierte oder ihre Posen veränderte. Im Großen und Ganzen aber nichts spektakuläres.
Bemalung
Am Anfang hielt ich die Hautfarbe der Uruks noch sehr dunkel. Nach und nach ließ ich mich aber davon überzeugen sie heller zu gestalten. Die Hautfarbe der Orks hielt ich wie bei allen meinen Orks grau.
Außerdem entwickelte es sich so, dass jeder Ork etwas Rotes an sich hatte.
Warum sich das so begeben hat kann ich gar nicht sagen, aber mir hat es gefallen und deshalb behielt ich es bis zum Ende bei.
Bemalt wurden die Figuren mit Vallejo und Citadel (Metall) Farben.
Uruks
Haut
Hull red/Black über purse Hull Red bis Dark Fleshton
Leder/Stoff (Kleidung)
German Cam. Black Brown aufgehellt mit Earth bis zu purem Earth
Leder (Hell)
Sneakbite Leather/German Cam B/B aufgehellt mit Sneak L. bis zu purem Sneakbite L
Stoff (Ärmel)
Charred Brown/Black aufgehellt mit Bestial Brown bis zu purem Bestial Brown.
Schwarzes Leder
Black schmale Akzente mit immer zugefügtem Sky Blue
Metall:
Tin Biz (bürsten)-- Boltgun/Black Bürsten?Boltgun malen (Kanten usw)?sehr verdünnte dünne Schicht Black?sehr verdünnte Schicht Firely Orange mit Charred Brown oder ohne.
Orks
Blautöne
Dark Prussian Blue/Black bis zu purem Prussian Blue
Rottöne
Black Red aufgehellt mit Scar Red weiter aufgehellt mit Bloody Red bis zu purem Bloody Red.
Haut
Black Grey, Dark Grey, London Grey, Cold Grey
Basegestaltung
Alle Bases wurden zuerst mit einem kleinen Hügel aus Modelliermasse und in manchen Fällen mit Steinen versehen. Nachdem die Masse ausgehärtet war, wurde sie mit Leim bestrichen und Vogelsand darauf geklebt.
Base
Die Bases sollten einem den Eindruck vermitteln, dass sich die Armee durch Wald bewegt. Manche Leute meinen, sie wären überladen aber es gibt ja auch Menschen, die noch nie einen Wald von innen gesehen haben. ;)
Nachdem ich die Bases schwarz grundiert hatte, bürstete ich den Sand mit folgenden Farben:
- Hull Red
- Dark Fleshtone
- Red Leather
- Parasite Brown
Die Steine bürstete ich mit folgenden Farben:
- Charred Brown
- Bestial brown
- Parasite Brown
- Plague Brown
- Bleached Bone
Auf die Bases klebte ich dann Meerschaum , Birkenpollen, Pilze und Farne von Busch, Holz, Äste, langes und kurzes statisches Gras und grünes Baumflock als Moos.
Fazit
Obwohl ich am Ende auf dem Zahnfleisch gekrochen bin, hat es wieder sehr viel Spaß gemacht eine Armee zu bemalen.
Besonders die freundliche Unterstützung, die ich im Aufbauthread erfahren habe, hat mich immer wieder neu motiviert.
An dieser Stelle noch mal ein ?Danke? an alle die sich beteiligt haben.
Ich bin mit ihrer Wirkung schon sehr zufrieden und hoffe, dass es euch genauso geht. Die Armee hat außerdem ein tolkiengerechtes Thema und ist durchaus siegfähig. Was will man also mehr?
Bis zum nächsten Artikel.
MfG FEANOR




































