Rhûn - Die Elite Mordors zieht in den Krieg

Teil2: Die Schwingen des Todes

Die Inspiration und Planung

Khamûls schwarzes Ross in mehr oder minder ferner Zukunft durch einen geflügelten Schatten zu ersetzen, dieser Gedanke kam mir schon in einem sehr frühen Stadium, während sich die Armee noch in der Entstehungsphase befand. Doch ich hatte die Umsetzung dieses Plans vorerst zu einem späteren Zeitpunkt vertagt. Dies geschah aus folgenden Gründen. Zum einen wusste ich noch nicht in welcher Form diese Figur realisiert werden sollte, denn einfach einen der beiden bestehenden Nazgûl auf geflügelten Schatten stellvertretend für Khamûl zu verwenden war mir zuwider. Und zum anderen sah ich meine Armeegröße durch dieses Reittier-Upgrade, bei den damals noch üblichen 600 Punkten, zu sehr schrumpfen und so setzte ich Khamûl mitsamt seines schwarzen Rosses ein halbes Jahr lang sehr erfolgreich ein und er hat einen gewichtigen Teil dazu beigetragen, mir den Turniersieg in Österreich zu sichern.

Doch trotz seiner enormen Spielstärke, war es auch oft ein sehr ressourcenverbrauchendes Unterfangen, denn die vielen Willenskraftpunkte, welche zum Erhöhen der Stärke-/Attackenwerte reichlich genutzt wurden, ließen den Nazgûl oftmals sehr ausgelaugt zurück. Durch den Einsatz eines geflügelten Schattens würde es nicht mehr notwendig sein übermäßig viele Willenskraftpunkte zur Verbesserung der Attribute auszugeben und somit kam mir die Punkteerhöhung seitens Games Workshop gerade recht.

Dass ich den Geflügelten Schatten des Hexenkönigs verwenden wollte war mir sofort klar, denn das Reittier der niederen Nazgûl kam mir zu bieder daher. Die Frage war nur wie ich Khamûl auf das Untier bekommen würde. Den ursprünglichen Plan, Khamûls Modell zu Fuß als Reiter verwenden zu wollen, ließ ich rasch fallen, da der Großteil der Figur hätte neu modelliert werden müssen um diesen in eine sitzende/reitende Pose zu bringen. So entschied ich mich für den weniger aufwendigen Weg, Khamûls schon vorhandene Reiterpose zu verwenden. Es musste nur noch das Pferd durch einen Schatten ersetzt werden und er konnte sich der Heere des Westens annehmen.

Da ich das rumhantieren mit der Digital-Kamera während des Arbeitsprozesses als sehr störend empfinde und dieser daher nur unausreichend dokumentiert wurde, kann ich die Vorgänge während des Um-/Zusammenbaus nur lückenhaft bildlich darstellen und auch das vorliegende Bildmaterial ist nicht wirklich zufrieden stellend, da die Bilder mehr oder weniger aus dem Handgelenk heraus gemacht wurden. Man möge mir bitte diesen Lapsus verzeihen. Ich habe zwar mit dem Gedanken gespielt, diese gänzlich auszusondern, da sie qualitativ gerade auch im Vergleich mit den Bildern der bemalten Endfigur stark abfallen, doch habe ich nun doch einige der Form halber mit aufgenommen.

Der Umbau

Bevor ich mich an die handwerkliche Arbeiten gemacht hatte, wurden natürlich Überlegungen gemacht zu welcher Pose ich dem Ungetüm verhelfen wollte und so wurden die einzelnen Bauteile, wie Torso, Schwanzfortsatz und Hals zuerst einmal grob zusammen gesetzt um eine ungefähre Vorstellung zu erhalten. Ursprünglich wollte ich den Schatten so Umbauen, dass dieser mit den Klauen Halt suchend auf einem verfallenen Gebäudeteil (Osgiliath) thront und der Hals/Schwanz von dem Körper weggestreckt sind. Eine ähnliche Pose hatte ich bei dem vom ?Alten Weidenmann? während des Turniers im Schloss Pichl eingesetzten Hexenkönig auf geflügeltem Schatten gesehen. Doch ich entschied mich diesen Plan fallen zu lassen und die ursprüngliche, sehr viel dynamischere fliegende Pose des Schattens zu verwenden. Dies geschah aus dem einfachen Grund, dass ich als Reiter Khamûls Modell auf schwarzem Ross einsetzen wollte, welches mit seinem wallenden Mantel das Gefühl von Geschwindigkeit vermittelt und somit mit der vorhandenen Pose sehr viel besser harmoniert.

Den allgemeingültigen Zusammenbau des Schattens werde ich mir an dieser Stelle sparen, bis zu weitem stark vereinfacht darstellen und nur die Arbeitschritte detailliert erläutern, welche sich von einem normalen Schattenzusammenbau unterscheiden.

Zuerst nahm ich mich Khamûls Reitermodell an, welches benötigt wurde, das genaue Maß zu ermitteln, um das der Hals des Schattens verlängert werden musste. Zunächst wurden die Vorder-/Hinterteile des Pferdetorsos grob per Zange entfernt, um anschließend soviel wie möglich vom verbliebenen Pferdekörper vorsichtig mit einer kleineren Zange entfernen zu können. Als nächster Schritt wurden mit größeren Rund-/Halbrundpfeilen, gefolgt von feineren Werkzeugversionen, die verbliebenen Pferdeüberreste zwischen den Beinen, am linken Arm und vor dem imaginären Gesäß Khamûls entfernt. Zum Teil habe ich für die Arbeiten des Materialabtrags auch einen kugelförmigen Schleif-Aufsatz für den Akku-Schrauber verwendet. Die Steigbügel des ehemaligen Pferdesattels mussten natürlich auch noch entfernt werden. Da diese nötigen Schritte auch bei größtmöglicher Sorgfalt nicht ohne Schaden an der restlichen Figur vorübergehen können, mussten Bereiche der Rüstungen an Fuß und Bein, den Beinkleidern und der linken Hand remodelliert werden.

Damit der Nazgûl auf seinem Reittier Probesitzen konnte, musste zunächst der Schwanz an den Schatten-Torso gestiftet und verklebt werden, so dass anschließend der Körper auf die Base befestigt werden konnte. Nun wurden jeweils zwei Löcher stirnseitig an die Stellen des Halses und des Oberkörpers gebohrt, wo diese beiden Teile ursprünglich miteinander zu verkleben gewesen wären. Darin wurden zwei ausreichend lange Drahtstücke auf der Körperseite eingeklebt. Nun wurden die Drahtstücke seitens der am Halse erstellten Löcher eingesteckt und danach die Drähte Stückweise gekürzt, bis der Hals die passende Länge aufwies. Als nächster Schritt wurde ein Drahtstift, dessen Ende im Bereich des zu modellierenden neuen Halsansatzes des Schattens herausragen würde befestigt, so dass Khamûl oder auch mal der Hexenkönig mittels einer Bohrung im Gesäßbereich auf den Schatten gesteckt werden konnten und Halt fanden ohne verklebt werden zu müssen. Anschließend wurde dieser Halsbereich mit Modelliermasse passend zum restlichen Hals gestaltet, der Sattel in Richtung Torso verlängert und ein zusätzlicher Gurt zum Halt des inzwischen vergrößerten Sattels musste auch noch modelliert werden. Abschließend wurden der Kopf, die Beine und Flügel gestiftet und angebracht, so dass die Zwischenräume der Einzelteile versiegelt werden konnten. Danach wurden die Flügel mittels kochend-heißem Wasser aufgeweicht und anatomisch korrekt verbogen. Hierbei muss beachtet werden, dass man nicht die Ober-/Unterarme des Schattens verbiegt, sondern ausschließlich die Gliedmaßen, welche als äquivalent zu unseren Fingern zu sehen sind. Andernfalls wird jeder Biologe/Paläontologe einem bestätigen können, dass dieses verunstaltete Wesen sich nie wieder in die Lüfte wird erheben können.

Bevor man sich der Bemalung zuwenden konnte, stand als letzter Arbeitsschritt die Basegestaltung an, welche sich natürlich an denen der restlichen Ostlinge orientierte. Da allerdings eine Monster-Base verglichen mit einer Infanterie-Einheit ungleich größer ist, mussten hier natürlich zusätzliche Details eingebracht werden. Ich Entschied mich dazu eine größere Fläche der Base als Teil einer befestigten Straße oder eines Platzes zu gestalten. Hierzu wurden aus Milliput Pflastersteine gestaltet und angebracht. Um diesen eine verwittertes Aussehen zu verschaffen, wurden einige davon zerbrochen und es wurden Scharten eingeritzt. Abschließend modellierte ich eine als Straßenbegrenzung dienende Holkonstruktion, welche den Eindruck erwecken sollte durch die Wucht des Schwanzfortsatzes zerbrochen worden zu sein.

Die Flugmembran

Zu erst standen die Flügel auf dem Arbeitsplan. Da ich mich entschieden hatte die gesamte Figur ausschließlich mit den zeitraubenden Layering- und Wetblending-Techniken zu bemalen, gestaltete sich die Bemalung der Flugmembran als ungemein langwierig - sprich eintönig. Die Flughäute sollten mit den Hautpartien des restlichen Körpers stark kontrastieren und so entschied ich mich zu einem erdig-braunen Farbkonzept.

Die Flughaut wurde zunächst mittels ?Scorched Brown? von der restlichen, schwarz grundierten Figur abgegrenzt. Anschließend wurden die quer verlaufenden Fasern der Membranen von Außen in Richtung Mitte hin mit ?Scorched Brown?+?Graveyard Earth? (1:1), ?Graveyard Earth?, ?Graveyard Earth?+?Kommando Khaki? (1:1), ?Kommando Khaki?, ?Kommando Khaki?+?Bleached Bone? (1:1) und schließlich reinem ?Bleached Bone akzentuiert. Um die durchbluteten Adern/Venen der Flugmembran darzustellen, wurde ein aus Wasser+?Black Ink?+?Chestnut Ink? (85+5+10) bestehendes Gemisch hauchzart in verästelter Form aufgetragen. Hierbei musste beachtet werden, dass nicht zuviel Farbe aufgenommen und man zu den Enden hin immer weicher mit dem Pinseldruck wurde.

Abschließend wurden wiederholte male eine sehr dünnflüssige Lasur, bestehend aus Wasser+ Spülmittel+?Flesh Wash?+?Scorched Brown? (80:5:5:10), auf die Flughautpartien aufgetragen, so dass auch die letzten erkennbaren Farbabstufungen abgeweicht wurden und die Adern/Venen nicht aufgemalt, sondern in der Membran verlaufend aussahen.

Die Haut

Die Bemalung der Haut des geflügelten Schattens gestaltete sich, abgesehen von den Gliedern zwischen der Flugmembran, als sehr viel angenehmere Aufgabe an der man auch die weniger oft benutzen Maltechniken wie Wetblending gut einsetzen konnte. Für diesen Schritt der Bemalung benötigte es nur zweier verschiedener Farben (?Chaos Black? und ?Rotting Flesh?). Dafür wurde aber umso mehr Zeit und Geduld benötigt, da man die schwarze Grundfarbe bis zum beinahe reinen ?Rotting Flesh akzentuieren musste, was in unzähligen Zwischenstufen zu geschehen hatte und in einem grünlich-gelben Grau als Schlussakzent resultierte. Hier bot es sich an einen extra Mischtopf zu verwenden, da man die über zwei Dutzend Zwischenschritte unmöglich in einem Arbeitsgang bewältigen und die unterbrochene Arbeit am nächsten und/oder übernächsten Tag fortführen konnte.

Außerdem hatte sich hier Verwendung einer Nass-Palette sehr bezahlt gemacht, da man beim fortwährenden aufhellen des Grundtons die vorherigen drei bis vier Farb-Mischungen auf der Palette vorrätig halten und somit kleine Patzer per Wetblending, mit einer dunkleren Farbe direkt auf der Figur, umgehend ausmerzen konnte.

Die Muskelpartien der Oberarme/Brust, die Gliedmaßen, der Bereich mit den Rückenstacheln und der Hals wurden überwiegend akzentuiert, während der sich zum Schwanzfortsatz ausbildende untere Rückenbereich und der Schwanz überwiegend per Wetblending bemalt wurden. Beim Schwanzende wurde ausschließlich Nass-in-Nass gearbeitet. Im Halsbereich wurden akzentuierte zackenartige Muster aufgemalt. Zuletzt wurden die grau bemalten Hautpartien in mehreren Arbeitsgängen per aus Wasser+Spülmittel+?Black Ink? (90+5+5) bestehender Lasur überzogen.

Der Bauch

Da ich jedem von der GW?schen Farbtupfmethode nur abraten kann, hier nun mein Rat zu einem sehr viel ansehnlicheren Endresultat. Sämtliche Bauchpartien, Hals- und Schwanzunterseiten wurden zunächst mit ?Scorched Brown? von den schon bemalten grauen Hautpartien abgegrenzt. Hierbei sollte aber noch eine feine schwarze Linie stehen bleiben. Anschließend wurde die gesamte Bauchpartie mit ?Graveyard Earth? bemalt, wobei wiederum eine feine Linie aus ?Scorched Brown stehen gelassen wurde. Abschließend wurden die Schuppen am Bauch mit ?Graveyard Earth?+?Dwarf Flesh? (1:1), ?Dwarf Flesh?, ?Dwarf Flesh?+?Elf Flesh? (1:1) und schließlich mit ?Dwarf Flesh?+?Elf Flesh? (1:2) akzentuiert.

Das nun vorliegende Ergebnis sah zwar sehr eindrucksvoll aus, doch machte der Bauch des Schattens einen sehr verwundbaren Eindruck (weich wie ein Babypopo :) ), wie direkt aus dem Ei geschlüpft. Um das Ganze wettergegerbter - sprich dunkler aussehen zulassen wurde eine sehr wässrige Lasur bestehend aus Wasser+Spülmittel+?Flesh Wash?+ ?Scorched Brown? (70:5:20:5) über die ganze Bauchpartie mehrfach dünn aufgetragen, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war. Hierbei sollte man leicht in die dunklen Bereiche der grauen Rückenhaut gehen, um diese ineinander übergehen zu lassen.

Die Krallen und Stacheln

Die am ganzen Körper des Untiers verteilten Klauen und Stacheln sollten wie Horn/Gebein wirken, so dass ich zu einer natürlichen Farb-Palette griff. Zunächst wurde das Gebein mit ?Scorched Brown? grundiert. Anschließend wurde in den folgenden Arbeitschritten diese mittels ?Bestial Brown?, ?Graveyard Earth?, ?Kommando Khaki?, ?Bleached Bone? und wegen der Größe der knöchernen Daumenfortsätze diese auch noch mit ?Skull White? in ziehenden Pinselstrichen zum Leben erweckt . Hierbei wurde mit der nachfolgenden, helleren Farbschicht jeweils die Vorherige leicht übermalt, um anschließend die Prozedur erneut, nur in umgekehrter Reihenfolge (von hell zu dunkel), durchzuführen, so dass sich im Endeffekt ein gesprenkeltes Gesamtbild des knöchernen Fortsatzes ergab.

Der Kopf

Die stählerne Panzerung am Kopf wurde mit ?Boltgun Metal?, ?Chainmail? und ?Mithril Silver?, jeweils mit Zwischenschritten, zum Leben erweckt. Anschließend wurden diese metallenen Bereich mit einer aus Wasser+Spülmittel+?Black Ink?+?Chestnut Ink?+?Boltgun Metal? (80+5+5+5+5) bestehender Lasur mehrfach überzogen.

Die Zähne, die Mundhöhle und die Zunge wurden mit ?Scorched Brown? bemalt. Die Zähne wurden anschließend mit ?Graveyard Earth?, ?Kommando Khaki?, ?Bleached Bone? und ?Skull White? akzentuiert. Die Anatomie des Untiers missachtend, denn da das Blut der geflügelten Schatten dunkler Färbung ist, hätte der Rachenraum mitsamt der Zunge eigentlich blass-lila gestaltet werden müssen, entschied ich mich zwecks kontrastierender Wirkung zu einer rötlichen Färbung. In diesem Arbeitsschritt kam ausschließlich das Wetblending zur Anwendung. Hierzu wurden die drei verwendeten Farbmischungen aus ?Scab Red?+?Regal Blue? (2:1), ?Scab Red?+?Regal Blue?+?Blood Red? (2:1:3) und ?Scab Red?+?Regal Blue?+?Blood Red? (2:1:6) auf die entsprechenden Bereiche des Mund-/Rachenraumes und der Zunge aufgetragen und in nassem Zustand ineinander ?geblendet?. Das Ergebnis sind absolut weiche Farbverläufe ohne auch nur die geringsten erkennbaren Abstufungen.

Abschließend wurde der ganze Mundbereich, inklusive der Zähne, mit einer Lasur bestehend aus Wasser+Spülmittel+?Flesh Wash? (85:5:10) mehrfach überzogen.

Der Sattel

Um weitere Farben an die Figur zu bringen entschied ich mich dazu den Sattel und die Ledergurte in einem leuchtend-gelblichen Braun zu bemalen. Die ledernen Bereich wurden mit ?Chaos Black?, gefolgt von ?Scorched Brown? von der restlichen Figur abgegrenzt. Anschließend wurden mit ?Scorched Brown?+?Bestial Brown? und ?Bestial Brown? die ersten Akzente gesetzt. Nachfolgend wurde ?Bestial Brown? fortwährend mit ?Snakebite Leather? zu einem immer helleren Braunton aufgehellt und aufgemalt.

Der Reiter

Khamûls edles Rüstzeug wurde mit Bestial Brown grundiert, um nachfolgend mit durch ?Mithril Silver? immer weiter aufgehelltem ?Shinig Gold? zum Leben erweckt zu werden. Bei der Bemalung seiner Schwertklinge wurde analog zum Kopfschutz des Schattens verfahren.

Seine roten Beinkleider wurden mit ?Scab Red?+?Scorched Brown? (1:1) grundiert, anschließend wurde mit reinem ?Scab Red? die erste Akzentstufe gesetzt. Nachfolgend wurde mit Hilfe von ?Blood Red? das ?Scab Red? immer weiter bis zum nahezu reinen ?Blood Red? aufgehellt und somit der Farbverlauf gestaltet. Da ich eine leuchtstark bemalte Gesamtfigur haben wollte, bin ich hierbei einige Nuancen weiter gegangen als noch bei meinen Khamûl-Figuren zu Fuß/Pferd.

Die schwarzen Gewänder des Nazgûl wurden, ausgehend vom ?Chaos Black?, durch das fortwährende hinzufügen von ?Fortress Grey? wunderschön ?gelayert?. Abschließend wurden diese in zwei Arbeitsgängen per aus Wasser+Spülmittel+?Black Ink? (90+5+5) bestehender Lasur noch weiter abgeweicht.

Die Base

Die schon im Zuge der Um-/Zusammenbauarbeiten gestaltete Base musste nur noch bemalt und mit der passenden Flora verschönert werden.

Zuerst wurden die schwarz grundierten Pflastersteine mit verschiedenen, heller werdenden Grautönen gebürstet. Hierzu wurden nach eigenem belieben Mischfarben, bestehend aus ?Chaos Black? und ?Skull White?, verwendet. Abschließend wurden die Steine mit einer aus Wasser+Spülmittel+?Black Ink?+?Chestnut Ink? (80+5+5+10) bestehenden Lasur einige male überzogen.

Der einzelne Felsbrocken wurde ?Scorched Brown? grundiert, welches mit heller werdenden Tönen bestehend aus ?Chaos Black? und immer stärkeren Anteilen von ?Bleached Bone? trockengebürstet wurde. Die letzte Farbnuance wurde dem Felsen mit aufgebürstetem ?Skull White? verliehen.

Der als Erdboden vorgesehene Bereich der Base wurde vollflächig mit ?Scorched Brown? bemalt, dem Trockenbürstvorgänge mit ?Bestial Brown? und ?Bleached Bone? folgten. Abschließend wurden diese Bereiche zum Abdunkeln mit einer Lasur aus Wasser+?Scorched Brown? (9:1) überzogen.

Die Straßen-Abgrenzung sollte aus Holz bestehen und so wurden diese Teile mit ?Vermin Brown? bemalt. Dieser Farbe wurde noch eine Spur ?Bleached Bone? beigegeben, so dass einige weitere Akzente gesetzt werden konnten. Danach wurden die Holzmaserungen mit einem stark verwässerten ?Vomit Brown? hinzugefügt. Anschließend wurden die Nägel, welche das Holzkonstrukt zusammenhalten, mit ?Chaos Black? an der passenden Stelle platziert. In diese Punkte wurde ein noch etwas kleinerer Punkt bestehend aus ?Boltgun Metal? gesetzt.

Der Baserand mitsamt der Unterseite wurde in mehreren Schritten mit ?Vermin Brown? deckend bemalt.

Als letzter Arbeitschritt wurden die Grassorten nach eigenem Gutdünken der Base hinzugefügt.

Da ich mich mit der in letzter Zeit umgreifenden Gesinnung, alles auf die Bases kleben zu müssen was einem in die Hand kommt, nicht anfreunden kann, ziehe ich eine etwas elegantere Art der Bebasung vor. Weniger ist in diesem Fall oft mehr.

Fazit

Mit dem Ergebnis war und bin ich noch immer hochzufrieden und die Anerkennung, welche von allen Seiten mir für dieses Werk entgegengebracht wird, entschädigt für den immensen Arbeitsaufwand der sich mit 126 Stunden beziffern lässt (60h Um-/Zusammenbau + 66h Bemalung). Es ist eine wahre Freude diese nobel bemalte Miniatur auf dem Feld einzusetzen und sie wurde den hohen Erwartungen, welche ich in spielerischer Hinsicht in sie gesetzt hatte, vollends gerecht.

Und ist es nicht das was man von Khamûl und seiner fliegenden Bestie schussendlich zu erwarten hat.

??..Und aus der zunehmenden Düsternis kamen die Nazgûl mit ihren kalten Stimmen und schrien Worte des Todes; und da war alle Hoffnung erloschen??.Die Sonne glühte rot, und unter den Schwingen der Nazgûl fielen die Schatten des Todes dunkel auf die Erde."

Euer Melkóre

Leserbewertung