Die Heere des Ostens

Die Anfänge

Nachdem ich nun bereits zwei gute Armeen mit mindestens 700 Punkten aufstellen konnte, musste so langsam auch eine in den Diensten des Bösen her.

Nach einigen Überlegungen fiel meine Wahl auf eine Armee der Ostlinge, die eine schöne Massenwirkung hat und deren Plastikminaturen gut gegossen sind. Außerdem habe ich Einheiten mit schwerer Rüstung vom spielerischen her sehr gerne.

Die Helden

Khamûl, der Heerführer

Khamûl ist ab 600 Punkten wirklich Pflicht in jeder (reinen) Ostlingarmee. Er vereinigt einen starken Nahkämpfer (wenn man ihn richtig einsetzt) und einen guten Magier und man braucht keine zwei Modelle, um diese beiden Eigenschaften ihn einer Armee haben zu können.

Als die vorläufige Armee bereits ein halbes Jahr fertig war, bekam Khamûl auch ein geflügeltes Reittier. Man kann dadurch noch einiges mehr an Nahkämpfen für sich entscheiden und die Mehrkosten für den Schatten wieder reinholen. Außerdem bietet der Ringgeist auf seiner Bestie einen imposanten Anblick auf dem Schlachtfeld.

Amdûr, Herr der Klingen

Das Modell des Amdûr hebt sich gut von den Kriegern ab, man kann ihn auch als Heerführer verwenden, wenn man Khamûl nicht einsetzten will, da er sich auch recht wacker gegen Feinde schlägt und sein Profil ziemlich ausgewogen ist.

Die Hauptleute

Als ich noch eine reine Ostlingarmee einsetzte, kamen die Hauptleute bei jedem Spiel zum Einsatz, wurden dann allerdings durch andere Helden ersetzt.

Sie wurden, um sich von den normalen Kriegern abzusetzen, ein wenig umgebaut und bei der Bemalung wurden die ostlingtypischen Farben, allerdings in anderer Kombination.

Die Krieger

Speerträger

Durch ihre Sonderregel ist eine hohe Anzahl von Speerträgern wirklich essentiell für eine Armee der Ostlinge, man kann sich dadurch eine Standarte komplett ersparen.

In meiner Armee sind 16 Speerkämpfer, die, wie die meisten anderen Kriegermodelle, so umgebaut wurden, dass sie nicht mehr genau gleich aussehen.

Schwertkämpfer

Diese Modelle bilden die vorderste Reihe eine Ostlingphalanx und müssen im Gegensatz zu ihren Unterstützern einiges einstecken (was sie durch ihre hohe Verteidigung auch können).

Mithilfe der Phalanxregel können sie an der Front auch ganz schön austeilen, wenn der Nahkampf allerdings verloren wird besteht schnell die Gefahr, eingekreist zu werden. Eine Möglichkeit, dem entgegenzuwirken ist, die einzelnen Reihen der Phalanx in einigem Abstand voneinander aufzustellen, wobei man dadurch öfters zwei Gegner auf einmal angreifen muss.

Bogenschützen

Die mittelmäßigen Bogenschützen haben in meinen bisherigen Spielen bloß wenige Gegner vernichtet, weswegen ich nie allzu viele in meine Armee nehme, die sowieso eher auf den Nahkampf konzipiert ist. Auch die Bogenschützen wurden umgebaut, um die Armee zu individualisieren.

Kataphrakte

Die schwere Reiterei der Ostlinge bietet im Spiel einige Vorteile, zum Beispiel werden der Reitern die Pferde nicht so leicht weggeschossen und man kann den Anreitbonus gut nutzen.

In reinen Ostlingarmeen kamen daher immer etwa 8 Kataphrakte in die Armee, seit ich angefangen hatte, mit Reitern von Khand zu spielen, sind es nur noch etwa 4-5 Reiter der Ostlinge.

Standartenträger

Anfangs setzte ich immer eine Standarte ein, allerdings ist diese durch die Phalanxregel nicht wirklich nötig und dadurch einigen Kriegern gewichen.

Um die Standarte möglichst schnell dorthin zu bringen, wo sie an meisten gebraucht wird, modellierte ich ein Banner aus Green Stuff für ein Kataphrakt.

Die Bemalung

Die Ostlinge wurden natürlich in den typischen Farben bemalt: Goldene Rüstungen, roter und schwarzer Stoff und braunes Holz und Leder. Bei der Bemalung ging ich ähnlich wie Melkore vor, dessen Armee mich stark inspiriert hat.

Die Verstärkung

Söldnerreiter von Khand

Nachdem ich die Ostlinge nun bereits ein Jahr hatte, entschied ich mich dazu, die einheitlichen Reihen ein wenig durch Söldnerreiter von Khand aufzulockern. Meine ursprüngliche Idee, die Söldner in zwei Gruppen mit jeweils einem eigenen Farbschema in verschiedener Kombination einzuteilen, ließ ich schnell wieder fallen. Stattdessen entschied ich mich dazu, jeden Krieger in einem eigenen Farbschema mit eigenem Wappen zu bemalen.

Die Bemalung war eine willkommene Abwechslung zu meinen üblichen einheitlichen Armeen: viel Stoff, wenig Metall und natürlich die Banner für Freehands.

Durch ihre niedrige Verteidigung verschwinden die Söldner zwar wieder recht schnell vom Spielfeld (wenn sie dank ihrer Sonderregel überhaupt kommen), wenn man sie offensiv genug spielt, können sie allerdings auch ziemlich austeilen (nicht zuletzt durch ihre etwas höhere Kampfkraft, mit der sie manchmal die Nahkämpfe für sich entscheiden können).

Der Häuptling

Den Häuptling baute ich ein wenig um, weil ich ihn sehr selten mit Bogen spiele. So zeigt er seinen Kriegern den Weg zum Feind. Als einziger bekam er eine Axt komplett aus Metall, die normalen Krieger haben bloß Holzstiele. Wie in Tankreds Armee (die mich bei den Söldnern stark inspirierte) reiten der Hauptmann und einige Krieger auf Falben. Als Wappen auf dem Banner wählte ich einen Lorbeerkranz,  der die hohe Stellung des Hauptmanns repräsentiert.

Die Söldnerreiter

Die Söldner boten bei der Bemalung viel Abwechslung, da sie wie bereits erwähnt in verschiedenen Farbschemen gehalten werden. Für die Wappen recherchierte ich im in Internet nach verschiedenen Motiven und so manch ein Metal-Fan wird vielleicht das Logo einer Band wieder erkennen.

Noch mehr Verstärkung: Ein Ringgeist

Um Khamûl bei der Zauberei ein wenig zu entlasten, kam letztendlich noch ein Ringgeist in die Armee. Ich nahm das Modell des Hexenkönigs, da es mir besser gefällt als die normalen Ringgeistmodelle. Zur Bemalung ist nicht viel zu sagen, leider kann ich Schwarz nicht ganz so gut malen wie Asuryan.

Das Display

Wie auch schon bei meinen Armeen von Gondor und Rohan fertigte ich für diese ebenfalls ein Display an. Es stellt eine Szene während des Marsches durch die Steppe von Rhûn dar, es wurde allerdings ein reines Ostlingdisplay (da ich zu jenem Zeitpunkt die Krieger von Khand noch nicht hatte). Die Ruine ist ein alter Vorposten von Thal, der schon lange vor dem Erscheinen von Smaug verlassen wurde.

Fazit

Das Heer des Ostens ist eine Armee, die sowohl gut zu spielen ist, als auch auf dem Schlachtfeld einiges hermacht. Vor allem Khamûl auf geflügeltem Schatten ist, wenn am Anfang auch nicht ganz so einfach zu spielen, ein Blickfang und die Mühe, ihn so umzubauen hat sich gelohnt (ich habe etwa 70 Stunden benötigt).

Eventuell werde ich die Ostlinge auf Ringkrieggröße ausbauen oder bloß für das normale Spiel erweitern.

 

Euer Tar-Calion


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