2006 habe ich die Prototypen der Ostlinge bemalt. Nun endlich kam die Phalanx dran, das Rückgrat meiner Armee. Aus nostalgischen Gründen entfärbte ich ein paar meiner Zinnumbauten der Ostlinge. Die Umbauten sind zwar Frühwerke und teilweise sehr krude, aber in der Phlanx fällt das gar nicht auf und ich muss mich nicht ärgern so viel Zinnmodelle gekauft zu haben.
Aufgrund der extrem unsinnigen Zusammenstellung der Plastikbox, die offensichtlich von einem Ferengi-Mitarbeiter bei Games Workshop gemacht wurde, musste ich zwei Boxen in Plastik kaufen um genügend Helebarden zu erhalten.
Die Standarte habe ich aus Papier nach dem Vorbild chinesischer Fahnen gestaltet. Hierzu habe ich eine Form konstruiert, gespiegelt, ausgedruckt und mit den Grundfarben (VMC Cavalry Red, VGC Beasty Brown) bemalt. Dann habe ich die Schlangenkonturen mit VMC German Camo Brown bemalt. Dann erst wurde das Papier mit verdünnten Leim an die Stange geklebt und in Form gebracht. Anschließend habe ich mit einer Nagelschere die Zacken ausgeschnitten und habe die Akzente und Tiefen des Banners gemalt. Die Schlange ist genau wie die im Film, allerdings ist sie extremer geschlängelt.
Den Aufwand habe ich betrieben weil mir der kleine Wimpel zu klein erschien. Immerhin ist diese Einheit Khamuls Leibwache, daher sollte sie eher eine Armeestandarte erhalten.
Der König von Khand war eine unglaublich langwierige Arbeit. Zwei Pferde, zwei Königsmodelle, der Streitwagen und insgesamt 6 Fahnen sind natürlich auch viel Oberfläche.
Als Motiv für das königliche Wappen habe ich für den König von Khand einen Drachen gewählt, den ich in chinesischem Stil selbst entwickelt habe. Freehands machen mir ja bekanntlich unglaublich viel Spaß, allerdings musste ich dieses 12 mal malen. Ehrlich gesagt bin ich froh, das ich diese Arbeit abgeschlossen habe.
Zum Modell ist noch anzumerken, dass ich den König mit einem Magneten am Streitwagen fixiert habe, um ihn für den Transport abnehmen zu können. Die Banner sind ebenfalls nicht angeklebt sondern wurden nur eingesteckt. Die Schäfte der zwei Wagenbanner habe ich mit Stahl ersetzt.
Die Farbgebung wollte ich königlich Gold und Rot haben, warum kann ich gar nicht so genau sagen. Um den König zusätzlich abzuheben habe ich dem Streitwagen Schimmel vorgespannt. Dass Offiziere auf Schimmeln reiten kommt zwar eher aus der napoleonischen Ära, allerdings wollte ich so die herausragende Position des Königs unterstreichen.
Eine kleine Anmerkung noch: Die Idee, den Schaft des Sashimonos als Bambus anzumalen habe ich von Finarfin. Danke dafür!
Endlich habe ich mir anlässlich einer neuen Kamera mal wieder Zeit genommen die Fortschritte meiner Khandarmee zu fotografieren. Hinzugekommen sind ein Hauptmann von Rhûn, Khâmul und ein Reiter von Khand.
Die Kataphrakte von Rhûn sind wirklich tolle Modelle, ich war von den liebevollen Details einfach begeistert. In meiner Armee werden alle Hauptmänner auf Schimmeln reiten, während die Mannschaftsgrade auf Falben und Braunen daher kommen werden.
Wie die Armeeliste aussehen wird kann ich noch nicht sagen, eventuell kommt auch noch ein Khâmul auf Schatten hinzu, weil Melkóres Modell mich sehr begeistert hat.
Ein Geburtstagsgeschenk
Das erste Reitermodell
Schon recht lange schwebte mir vor, dass die Khandarmee fast ausschließlich auf Falben in die Schlacht ziehen sollte. Diese Pferdefärbung scheint mir typisch für Reitervölker zu sein, die Mongolen reiten heute noch auf Pferden, die zumindest für mich Pferdelaien wie Falben aussehen.
Zur Zeit tendiere ich dahin, alle Khand-Pferde als Falben zu bemalen, damit die Armee eine Gemeinsamkeit erhält. Ob auch der König und der Häuptling Falben erhalten habe ich noch nicht entschieden.
Mit dem ersten Testfalben war ich sehr zufrieden, Asuryan hat es geschafft, dass ich mich vom "Foundry"-Bemalstil abgewendet habe, zugunsten einer sauber geschichteten Malweise. An dieser Stelle möchte ich noch mal meinen ganzen Dank dafür zum Ausdruck bringen, Asuryan!
Bei meinen Recherchen bezüglich japanischer Familienwappen bin ich, genau wie Finarfin auf den Kranich gestoßen. Dieser Vogel darf natürlich in meiner Sammlung nicht fehlen, daher danke ich auch hier sehr artig für die Steilvorlage von Fin!
Individualisierung der Armee
Bei dieser Armee wollte ich keinesfalls in die Umbau-Falle tappen. Die Zwerge und Goblins haben in mir den Wunsch geweckt, bei der nächsten Armee den Fokus auf das Bemalen zu setzen.
Ich entschied bereits vor ca. zwei Wochen, dass der König von Khand Drachen auf seinem Wappen führen sollte. Daher modellierte ich einen kleinen asiatischen Drachenkopf auf den Streitwagen. Beim Betrachten bitte ich zu bedenken, dass der Drache kaum einen Zentimeter hoch ist, schaut also bitte nicht zu kleinlich hin.
Bei meinem Ostling Hauptmann musste ich schon etwas nachdenken. Lange überlegte ich, wie ich ihn in der Masse der Rüstungen kenntlich machen könnte. Ich entschied mich für ein Stirnband, das Ehrenabzeichen von siegreichen Schlachten zeigt. Da die Ostlinge in der Phalanx kämpfen, ist das Band nur von Hinten zu sehen, so dass die Ostlinge ihre Hauptmänner in den ersten Reihen leicht erkennen können. Desweiteren habe ich ihm eine Quaste am Schwertknauf gegönnt, ganz wie in "Crouching Tiger hidden Dragon".
Mein zweiter Streitwagen wird einen Hauptmann tragen, daher habe ich den Sashimono mit einem Doppelwimpel versehen, wie ihn die anderen Hauptmannmodelle auch haben. Damit ich auch einen Streitwagen ohne Hauptmann darstellen kann, habe ich auf weitere Umbauten verzichtet.
Bei diesen drei Miniaturen habe ich zum einen die vorgeschlagenen gebrochenen Farbtöne verwendet, zum anderen habe ich eine weitere braune Variante ausprobiert. Ich denke, dass die auf Hull Red basierende Farbe die schönste Kombination ist.
Als Motiv wählte ich ein Rad, einen Fächer und eine Schildkröte. Dieses Motiv konnte ich einfach nicht links liegen lassen.
Neu ist auch der Khand Fotohintergrund, der übrigens auch in meine IKEA Wandvitrine passt. Hier seht ihr auch, wie ich mir die Steppe Khands vorstelle.
Der Test mit kleinen abstrahierten Formen des Wappens auch auf dem Rock zu arbeiten ist recht erfolgreich verlaufen. Danke an alle, die die guten Tipps beigesteuert haben.
Die Krieger von Khand
Mein Entschluss für eine Khând Armee kam relativ spontan direkt nach dem letzten GT. Glorfunzel riet mir zu den Kriegern des Ostens, da ich dort bunte Stoffe und Fahnen in Hülle und Fülle malen konnte, beides Bereiche des Malens, die ich sehr mag. Weiterhin war es mir wichtig, nach Moria und Khâzad, dass ich Kavallerie in die Armee einbauen kann. Eine Idee war geboren.
Vor einigen Wochen machte ich mich daran, mit dem Prototyping anzufangen. Die ersten drei Khandkrieger waren so vielversprechend, dass weder ich, noch diejenigen, denen ich die drei gezeigt habe, eine klare Entscheidung für ein Farbschema fällen konnten.
Daher habe ich drei weitere Farbschemata eintwickelt, die meines Erachtens noch ein wenig besser gelangen, als die ersten. Stellt man die sechs nebeneinander, sieht man, zu welcher Idee mich Glorfunzel und Finarfin von Anfang an trieben: Jede Krieger von Khând trägt seine eigenen Familienfarben.
Die Entstehung
Nach und nach werde ich euch in diesem Artikel zeigen, wie meine Khand und Rhûn Armee an Miniaturen zunimmt und wie sie aussehen wird. Ich habe festgestellt, dass ich selbst sehr gerne die Entstehung von Armeen verfolge und habe mich daher entschlossen, in regelmäßigen Abständen neue Miniaturen in diesen Artikel einzubauen.
Die Basen
Zunächst experimentierte ich mit einer aus dem historischen Bereich des Tabletop entlehnten flachen Art der Basierung mit einer Karosseriescheibe. Das wollte so gar nicht zu anderen Miniaturen von mir oder meinen Gegnern passen, auch war mein Versuch, eine matschige Base zu gestalten ein Schlag ins Wasser.
In der zweiten Version gefielen mir die Bases schon wesentlich besser. Ich entschied mich für trockene Steppe mit viel büscheligem trockenen Grasbewuchs. Damit die Basierung nich so extrem hoch aussieht, habe ich für den Baserand ein Dunkelgrau gewählt, was die Sache meines Erachtens angenehm verschlankt.
Die Ostlinge
Für die Ostlinge habe ich eine Rotkombination von Asuryan verwendet, die mir sehr sehr gefallen wollte. Weiterhin hat sein Tipp, eine Nasse Palette zu verwenden, wirklich Wunder gewirkt. Eine nasse Palette ist ein Teller mit nasser Küchenrolle und einem Bogen Butterbrotpapier darauf. Die Feuchtigkeit hält die Farbe in der Konsistenz konstant, so dass man sehr weiche Übergänge malen kann. Danke Asuryan!!!
Der Detailgrad der Ostlinplastikminiaturen hat mich sehr überrascht und mir wird es leicht fallen, ein größeres Kontingent von ihnen aufzunehmen, obwohl ich ansonsten nur Zinn in der Armee habe.








































