Die Inspiration
Ein jeder kann sich sicherlich noch an den kurzen Auftritt der mysteriösen Ostlinge vor dem Morannon in der ?Die Zwei Türme?-Verfilmung erinnern. Die exotischen Rüstungen, die glitzernden Speerreihen, das disziplinierte Marschieren - ein wahrhaft prachtvoller Anblick. Doch leider war das, abgesehen von kurzen Ausschnitten bei der Erstürmung Minas Tiriths in ?Die Rückkehr des Königs?, alles was man von dieser geheimnisvollen Menschenrasse aus den Ostlanden zu sehen bekam.
Erwähnung finden die Krieger Rhûns in Tolkiens Meisterwerk, welches aus der Sicht der westlichen Nationen verfasst wurde, nur vereinzelt. Bei näherer Betrachtung wird man allerdings fündig.
?..Staub stieg auf und machte die Luft stickig, als von nahebei ein Heer von Ostlingen heranmarschierte?.Doch hier und dort sah er flüchtig Speere und Helme aufschimmern; und auf den Seitenstreifen der Straßen ritten Reiter in vielen Gruppen?.Diese hier waren Menschen von anderer Rasse, aus den gewaltigen Ostlanden?..?
??.Harte Kämpfe und lange Mühen hatten sie noch; ?.. und die Ostlinge waren stark und harte Krieger und baten nicht um Schonung. So sammelten sie sich immer wieder hier oder dort, an einem niedergebrannten Wohnhaus oder einer Scheune, auf einem Hügel oder einer Anhöhe, und sie scharten sich zusammen und kämpften, bis der Tag sich neigte?..?
Da ich an den Orks in Mordors Reihen nur wenig gefallen fand, waren die religiös-fanatischen Ostlinge mit ihrer auch für die Heere des Westens vorbildhaften Disziplin genau die Art von kriegsführende Nation, welches ich auf dem Spielfeld sehen wollte.
Doch ich will offen sein, der entscheidende Funke der mich zum Aufbau der Armee Rhûns bewegte war Khamûl. Natürlich gehören die Ostlinge zu den imposantesten Figuren des ?Herr der Ringe?-Sortiments und ihre Phalanx-Sonderregel oder die Kataphrakten üben eine hohe Anziehungskraft aus, doch der ?Schwarze Ostling? ist es, der dieser Armee einen besonderen Charakter verleiht, ihr mit seinem monströsen Reittier und den dunklen Zaubern alle Facetten des Spiels zugänglich macht, welches sie zum flexibelsten Heer dieses Systems avancieren lässt.
Der Heerführer - Khamûl der Schwarze Ostling
Eine Figur mit einem spielerischen Potential, welches zu diesen Punktkosten seines gleichen sucht. Es gibt bessere Kämpfer und es gibt bessere Zauberer, doch gibt es keine Figur, welche, wenn man beide Kategorien zusammenlegt, in Summe so glänzen kann. Allerdings liegt Genie und Wahnsinn oft nah beieinander und so habe ich schon viele Spiele gesehen, in denen er die Gegnermassen fast im Alleingang besiegt hat und so prominente Helden wie König Elessar, Fürst Imrahil oder Elrond gesellen sich zu seinen Opfern. Doch ab und zu, wenn auch sehr selten, kommt es dann auch mal vor, dass der vom Pech verfolgte Nazgûl seine Mühe hat, auch nur eine Hand voll Gegner zu erschlagen.
Kein volles Jahr habe ich den Schwarzen Ostling zu Pferd eingesetzt ehe ich sein Reittier durch einen Schatten ersetzt habe. Zur Entstehung der imposanten Figur und ihrem Werdegang auf dem Spielfeld werde ich mich im zweiten Teil dieses Artikels befassen, denn hier möchte ich mich zunächst ausschließlich um Khamûl in der Pre-Schatten-Ära widmen. Die Sonderregel Seelendieb verleiht ihm herausragende Eigenschaften, von denen neben der wichtigen Kampfkraft 6 vor allem die für Nazgûl so wichtige Willenskraftregeneration hervor zu heben wäre. Meine Erfahrungen mit ihm haben gezeigt, dass er bei geschicktem Einsatz, regelmäßig 5-10 Willenskraftpunkte pro Spiel zurück erlangen kann.
Neben soviel Licht gibt es natürlich auch Schattenseiten, was im Falle der Nazgûl natürlich in erster Linie der einzelne kümmerliche Lebenspunkt ist. Wer in die Verlegenheit kommt mit einem Ringgeist einmal Schicksalswürfe abzulegen, kennt das unbehagliche Gefühl beim Würfeln. Zum Glück kommt das eher selten vor, denn ich neige dazu Khamûl sehr berechnend einzusetzen und bisher konnte er die Begegnungen bis zum Spielende stets auf dem Rücken seines Reittiers bestreiten.Beide Posen, sowohl beritten als auch zu Fuß, gefallen mir ausgezeichnet, so dass kein Handlungsbedarf bestand etwas an diesen ändern zu müssen. Die Bemalung orientiert sich am Rest der Armee, bronzen-goldene Rüstungen, dunkelroter Stoff und der Nazgûl-typische schwarze Umhang. Um das schwarze Ross vom Reiter abzugrenzen entschied ich mich dazu, es von einem sehr dunklen schwarz-braun durch fortwährendes Beimischen von ?Bestial Brown? bis zur reinen Endfarbe aufzuhellen, was zu einem sehr zufrieden stellenden Gesamtbild geführt hat.
Die Hauptmänner - Ûlfast, Ûldor und Ûlwarth
Den aufmerksamen Lesern des Silmarillion werden diese Namen vertraut sein. Diese wurden den Söhnen des Ostling-Fürsten ?Ûlfang des Schwarzen? aus dem 1. Zeitalter entlehnt, welche, zunächst im Bund mit den Noldor stehend, sich in der Nirnaeth Arnoediad (?Schlacht der ungezählten Tränen?) als Verräter entpuppten und den in starker Bedrängnis befindlichen Heeren Morgoths schließlich den Sieg sicherten.
Da zu dem Zeitpunkt als die Armee sich in der Entstehung befand, ?Tag der Abrechung? noch ein fester Bestandteil der Turnier-Szenarien war, wurde Ûlfast natürlich als berittener Hauptmann konzipiert. Zu diesem Zwecke wurde einem der Kataphrakten das Schwert durch eine Ostling-Hellebarde ersetzt und sein Pferd zu einer aufbäumenden Pose umgebaut. Hierzu wurden die Vorderläufe stärker gekrümmt und ein beträchtliches Stück der Hinterläufe musste durch Modelliermasse ersetzt und so an den Rumpf des Tiers angebracht werden, dass ein natürliches Aussehen gewährleistet werden konnte.
Das Farbschema Ûlfasts orientiert sich an dem der restlichen Krieger Rhûns. Sein Reittier hatte ich zunächst in einem hellen Grauton bemalt, doch gefiel mir die Farbzusammenstellung nicht und so wurden diese durch ein helles gelbbraunes Fell in der Art der Palomino-Rasse gestaltet. Das Ersatzmodell zu Fuß wurde mit einem Schild in der rechten Hand ausgestattet und die Hellebarde wanderte in die linke Hand.
Die jüngsten Zuwächse der Armee stellen die Brüder Ûldor und Ûlwarth dar. Diese wurden erst kürzlich erstellt um die gegenwärtig im Test befindliche neue Armeeliste repräsentieren zu können. Die Hauptmänner wurden als Verstärkung der Phalanx konzipiert, in welcher sie erfolgreich Jagd auf namhafte Mittelklasse-Helden in der Art von Cirion oder Murin machen und mit ihrer im Vergleich zu den einfachen Kriegern höheren Kampfkraft die Zeit bis zum Erscheinen der Drachengarde überbrücken sollen. Die Testspiele haben mir gezeigt, dass sie dank ihrer hohen Verteidigung und den bis zu vier Attacken durchaus dazu fähig sind und zusammen ein ähnliches Schadenspotential wie Khamûls geflügelte Bestie vorweisen können.
OldWuffi hatte bezüglich Ûlfasts Modell zu Fuß kritisiert, dass dieser aus der Reihe der Krieger nicht eindeutig herausstechen würde und so nahm ich mir die Kritik zu Herzen und erstellte zwei einzigartige Modelle. Als Basis diente ihnen der Kommando-Blister, welcher durch Einzelteile der verschiedenen Zinn-Schwertkämpferposen und der Kunststoff-Figuren umgebaut wurden.
Ûldors Grundfigur entstammt dem Standartenträger. Die Standarte wurde entfernt, der Kopf und rechte Arm durch den eines der Zinnkrieger ersetzt, der Unterarm am Ellbogen neu ausgerichtet, Teile der vom Kopf ausgehenden Tücher neu modelliert, ein Schild auf den Rücken geschnallt und zwei aus fernöstlichen Martial-Arts-Filmen inspirierte Faustdolche wurden ihm als Handwaffen gegeben.
Ûlwarth basiert auf den Hauptmann der Ostlinge. Sein rechter Arm wurde durch den eines der Zinnkrieger ersetzt, beide Unterarme wurden neu ausgerichtet. Ein Teil des rechten Unterarms mitsamt der Hand und dem Schwert, sowie das zweite Schwert und das Schild wurden den Kunstoffpendants entliehen.
Um sie noch weiter von den einfachen Kriegern abgrenzen zu können ohne dass sie zugleich als Fremdkörper wirken würden, entschied ich mich zu einer Reverse-Farbkombination, so dass die Tuniken in Schwarz und die Bänder an Armen, Beinen und Hüften in einem dunklen Rot gestaltet wurden. Da die Trockenbürsttechnik bei mir inzwischen außer Mode geraten ist und außer in der Basegestaltung keine Verwendung mehr findet, wurden sämtliche Metallteile gelayert, was diesen eine im Vergleich zu den anderen Modellen älteren Datums sehr viel schönere Optik verleiht.
Die Standartenträger
Wie sämtliche Standartenträger des ?Herr der Rinde?-Spielsystems, sollen sie den im Radius befindlichen Einheiten dazu verhelfen, ihre Nahkämpfe zu gewinnen. Da meiner Meinung die Phalanx der Ostlinge diese Unterstützung nicht nötig haben, war die Aufgabe des Standartenträgers von Anfang an klar umrissen. Die Standarte sollte, in Form einer berittenen Einheit, den Kataphrakten den Rücken stärken und darüber hinaus stets in Nähe des berittenen Khamûl verbleiben, so dass dieser den überwiegende Teil der Kämpfe für sich entscheiden und somit den größtmöglichen Nutzen aus seiner Sonderregel Seelendieb ziehen kann.
Nach dem ich zur Jahreswende Khamûls Ross durch einen geflügelten Schatten ersetzt habe, musste als ausgleichendes Element die Standarte aus der Armeeliste entfernt werden, um das monströse Reittier integrieren zu können, ohne im gleichen Zug allzu viele Modelle zu verlieren.
Als Basis für den Armeestandartenträger diente, analog zum berittenen Hauptmann, das Modell des Kataphrakten mit separat beigelegtem Arm. Das Schwert wurde durch ein aus Draht, dem Kopf einer Hellebarde und Papier gestaltetem Banner ersetzt. Da ich das Banner des originalen Standartenträgers zu Fuß als zu klein befunden hatte, musste natürlich, um weithin sichtbar zu sein, die von eigener Hand bemalte Standarte eine imposante Größe vorweisen.
Die Kataphrakte
Auch wenn ihnen die Schlagkraft der Wargreiter oder die der lanzenbewehrten Haradrim-Reiter fehlen mag, so haben sie dennoch ein Attribut vorzuweisen, welches sie mit allen Kriegern Rhûns teilen - die hohe Widerstandsfähigkeit. Gepaart mit den gepanzerten Pferden macht sie dies zu exzellenten Schocktruppen, welche auch mal auf eigener Faust weit ins Feindesland vordringen können um vornehmlich weiche Ziele in Form von Schützen anzugehen, ohne riskieren zu müssen, dass sie ihre Reittiere allzu schnell verlieren. Außerdem erfüllen sie hervorragend den für die Phalanx der Ostlinge so wichtigen Flankenschutz, so dass diese ihrer Aufgabe relativ ungestört nachgehen kann.
In meinen Augen stellen sie bis zum Erscheinen der schwarzen Numenorer, die beste Kavallerie der bösen Seite dar, deren Anblick so manchen Spieler der guten Seite einzuschüchtern versteht. Zu ihrem guten spielerischen Potential kommt noch hinzu, dass man, bedingt durch die hohe Verteidigung, diese lange auf dem Feld stehen hat und weiterhin von ihren Fähigkeiten profitieren kann, während orkische, khandische oder haradrimsche Reiter in der Regel nach wenigen Nahkämpfen das zeitliche Segnen.
Die Krieger Rhûns - Schwertkämpfer
Wenn man diese Einheiten mit den Nahkämpfern der guten Seite vergleicht, dann stellen sie für sich alleine betrachtet nur gutes Mittelmaß dar, da sie, dank ihrer schweren Rüstungen und der Schilde, abgesehen von ihrer hohen Verteidigung keine weiteren Vorteile vorzuweisen haben. In den Reihen der Bösen verkörpern sie allerdings elitäre Einheiten, denn schwer gepanzerte Krieger sind Mangelware und lassen sich nur noch in Form von Isengards Uruks und Mordors Morannon-Orks aufstellen.
Sie tragen die Hauptlast in den Kämpfen und können, da sich auf der Guten Seite nur wenige panzerbrechende S4-Einheiten vorzufinden sind, ihre nur durchschnittliche Kampfkraft dank ihrer hohen Verteidigung erfolgreich kaschieren.
Die Krieger Rhûns - Speerträger
Die Speerträger Rhûns sind der Einheiten-Typus, welche der Infanterie-Schlachtreihe der Ostlinge zu ihrer Einzigartigkeit verhilft und zur widerstandsfähigsten Phalanx des ganzen Spiels macht. Während man die Phalanx der Uruk-hai und neuerdings die der Waffenträger von Dol Amroth durch Flankenangriffe oder Feindbeschuss entscheidend schwächen kann, beißt man bei den Ostlingen, in Form der schwer gepanzerten Speerträger, auf Stahl.
Allerdings neigt der Schildwall der Ostlinge durch die dritte Reihe zur geringen Breite, was darüber hinaus durch die hohen Kosten, die man für jeden einzelnen Speerträger zahlen muss, noch verstärkt wird. Aus diesem Grund ist in einer Armee, welche sich ausschließlich aus den teuren Ostlingen zusammensetzt, die Reiterei in Form der Kataphrakten als Flankenschutz von hoher Bedeutung.
Da die Figuren der Speerträger noch weniger Vielfalt als die der Schwertkämpfer vorzuweisen haben, wurden hier, analog zu diesen, individuelle Posen erstellt und darüber hinaus musste ich eigens eine dritte Box der Ostling-Krieger erwerben, um die in ihrem Helm-Design differierenden Speerträger aus Zinn nicht eingliedern zu müssen.
Die Krieger Rhûns - Bogenschützen
Der Rote Faden, welcher sich durch die gesamte Armee Rhûns zieht, nämlich dass die einzelnen Krieger-Typen im Vergleich zur Guten Seite zwar nur gutes Mittelmaß darstellen, in der Reihe der Bösen allerdings einen elitären Status inne haben, dies trifft auch ohne weiteres auf die Schützen des Ostens zu. Zwar nicht so durchschlagskräftig wie die Armbrustiere der Uruk-Hai, teilen sie allerdings die hohe Widerstandsfähigkeit gegen S2-Bögen mit ihnen und stechen so wiederum aus der Reihe der anderen Ork- und Menschenschützen hervor.
Natürlich sollte man sich nicht auf ein Duell mit Zwergen- oder Elbenschützen einlassen, den Fernkampf gegen menschliche, leicht gepanzerte Eliteschützen braucht man allerdings nicht zu scheuen. Ich habe schon etliche Waldläufer von Gondor gesehen, welche sich trotz ihrer überragenden Zielgenauigkeit dem harten Stahl der Ostling-Rüstungen beugen und im Gegenzug starke Verluste hinnehmen mussten.
Die Bemalung
Das Farbkonzept der Ostlinge orientiert sich weitgehend am Film, was im Gegensatz zum GW-Konzept mit den hell schillernden, goldenen Rüstungen in einem eher dunkleren, bronzeartigen Metall resultiert. Die Rüstungen wurden, abgesehen von Khamûl und den erst kürzlich erstellten beiden Hauptmännern Ûldor und Ûlwarth, welche ich ausschließlich durch Layering in Szene gesetzt habe, durch abwechselnde Trockenbürst- und Wash-Durchgänge mit durch ?Mithril Silver? fortwährend weiter aufgehellten ?Shining Gold?-Tönen und einem ?Black Ink?/?Chestnut Ink?/Wasser-Gemisch erstellt. Die verschiedenen Handwaffen wurden durch die Metallfarben ?Boltgun Metal?, ?Chainmail? und ?Mithril Silver?, jeweils mit Zwischenschritten, zum Leben erweckt.
Die roten Stoffpartien wurden ausgehend von einem dunkelroten Grundton bestehend aus gleichen Teilen ?Scab Red? und ?Scorched Brown?, mit vielen durch Hinzufügung von ?Blood Red? aufgehellten Akzentuierungsstufen versehen, während die schwarzen Stoffpartien mit Hilfe von durch ?Fortress Grey? immer weiter aufgehelltem ?Chaos Black? hergestellt wurden. Die Lederteile wurden mittels ?Scorched Brown?, ?Bestial Brown? und ?Snakebite Leather?, jeweils mit Zwischenschritten, gestaltet.
Die Holzpartien der Schilde wurden mit ?Scorched Brown? bemalt und mit ?Bestial Brown? akzentuiert. Die Holzmaserung der Schilde wurde mit ?Vomit Brown? aufgemalt. Die Holzschäfte und Bögen wurden mit ?Scorched Brown? grundiert und mit sehr wässrigem ?Snakebite Leather? die Holzmaserungen gestaltet. Die Bogensehnen wurden mit ?Kommando Khaki? und ?Bleached Bone? bemalt.
Die Reittiere der seitens GW liebevoll modellierten Kataphrakten wurden von mir als Rappen, Braune und Fuchse gestaltet, da meiner Meinung nach graue oder weiße Pferderassen nicht besonders gut ins Farbkonzept der Ostlinge passen. Zur Unterscheidung der Pferde des Standartenträgers und Ûlwarths von den restlichen Kataphrakten diente die Palomino-Rasse als Vorbild.
Die Basegestaltung
Seit der Erstellung meiner Zwergenarmee Anfang 2005 habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, die Unterseite sämtlicher Bases mit Modelliermasse auszufüllen. Das verhilft den Figuren zu einem niedrigen Schwerpunkt, was in einem besseren Stand dieser resultiert. Darüber hinaus führt dies dazu, dass sich die Modelle auch in liegendem Zustand in einer schönen Art präsentieren.
Die Ostlinge wurden ursprünglich als Gegenstück zu den Khazad des Erebor konzipiert, so dass die Basen mit eher kargem, niedrigen Grasbewuchs sowie vereinzelt vorzufindenden Steinen gestaltet wurden. Kürzlich habe ich die Base um eine weitere, längere Grassorte ergänzt. Um einen Kontrast zu den dunkelrot-goldenen Ostlingen herzustellen, wurden die Geröllteile sehr hell gestaltet. Im Laufe der Jahre wurden die Baseränder zunächst ?Goblin Green?, dann ?Scorched Brown? gefolgt von ?Bestial Brown? bemalt um schließlich bei ?Vermin Brown? anzugelangen, bei dem ich seither verblieben bin.
Der Arbeitsaufwand
- Khamûl auf geflügeltem Schatten = 126 Stunden (60h Um-/Zusammenbau und 66h Bemalung)
- Khamûl zu Fuß und Pferd = 16 Stunden
- Ûlfast zu Fuß und Pferd = 17 Stunden
- Ûldor und Ûlwarth = 20 Stunden
- Standartenträger zu Fuß und Pferd = 19 Stunden
- Kataphrakte = 7x 10 Stunden = 70 Stunden
- Krieger mit Schwert/Speer/Bogen = 44x 4 Stunden = 176 Stunden
Insgesamt wurden zur Realisierung der Armee über 440 Arbeitsstunden in diese investiert.
Fazit
Die Ostlinge stellen in meinen Augen eine Armee ohne Schwächen dar. Viele Armeen bezahlen ihre überragenden Fähigkeiten in bestimmten Teildisziplinen, wie zum Beispiel in Form der Waldelben als meine gute Turnierarmee, mit Schwächen in anderen Bereichen. Doch bei den Kriegern Rhûns sind die Stärken, abgesehen von der für böse Armeen so herausragenden Verteidigung, nicht so stark ausgeprägt, so dass im Gegenzug sämtliche Attribute grundsolide ausgefallen sind. Das ausgleichende Element zur Widerstandsfähigkeit stellen die hohen Durchschnittskosten der einzelnen Krieger dar, so dass sie sich, gepaart mit den teuren Helden, gegenüber der Guten Seite oft in Unterzahl befinden. Doch die stolzen Ostlinge haben bisher immerzu bewiesen, dass sie wissen wie man sich gegen eine Übermacht behaupten kann.
Ich liebe diese Armee wegen ihrer spielerischen Flexibilität und natürlich auch wegen ihrer beeindruckenden Optik, welche mir den Award für die bestbemalte Armee 2006 auf dem Schloss Pichl sichern konnte und 2007 auf der Dagor Aglareb äußerst knapp geschlagen auf dem zweiten Platz gelandet sind. Ich hoffe, dass ich euch allen meine lieb gewonnen Ostlinge, mittels dieses Artikels als mein Erstlingswerk, in ansprechender Art präsentieren konnte.
Im zweiten Teil dieses Artikels werde ich mich ausschließlich Khamûl und seinem furchteinflösenden geflügelten Schatten widmen - der ersten Großfigur, welcher ich mich annahm.
Euer Melkóre























































