Die Kreaturen Mittelerdes - Teil 2
Die letzten Tage waren sehr ergiebig. Und die Motivation, das Projekt durchzuziehen, ist nachwievor ungebrochen. Nicht zuletzt auch, weil das Feedback auf den ersten Teil meines kleinen Projekttagebuchs recht umfangreich und positiv ausgefallen ist. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken. Genau sowas brauche ich, um an dem Projekt dranzubleiben. Nicht nur das gemeinsame ?Fachsimpeln" spielt dabei eine Rolle. Auch die Tatsache, dass ich mit Finarfin wohl einen wackeren Mitstreiter gefunden habe, gibt mir Mut.
Daher anbei, ohne viel Umschweifen, die Arbeit der letzten Tage:
Die Luftunterstützung
Fledermäuse aller Art waren schon immer für Tolkien eine Versinnbildlichung für die verdunkelung des Himmel, wenn die Armeen des Bösen aufmarschierten. In meinen Augen stellen die vorliegenden Modelle eine derartige Masse wunderbar dar, wenn man die Größenverhältnisse zu den anderen Modellen vergleicht.
Die Riesenfledermäuse in BoFA können es locker mit einer Einheit Adler aufnehmen. Als Flugeinheiten sind sie außerdem unglaublich flexibel und schnell, da fliegende Modelle die fünfache (!!!) Geschwindigkeit gegenüber normalen Infanterieeinheiten besitzen.
Die Spinnen des Düsterwaldes
Spinnen aus dem Düsterwald. Vielleicht jene, die Thorin und seine Gefährten überfallen und entführt haben, und die später von Bilbo gerettet wurden (die Zwerge, nicht die Spinnen!!!^^). Wälder stellen für die Spinnen weder ein Sicht- oder ein Geländehindernis dar. Zusätzlich können sie sich in Waldgebieten mit ?Fernkampf-Netzgeschossen" gegen angreifende Einheiten verteidigen. Dies stellt wohl die klebrigen Netzen der Spinnen dar, die zwischen den Bäumen des Düsterwaldes gespannt sind.
Die Warge
Die Warge stellen eine grundsolide Kavallerie-Kerneinheit für die Bösen dar. Gegenüber den Wolfsreitern der Goblins haben sie allerdings nicht den Vorteil von einem zusätzlichen Fernkampfangriff (Wurfspeere) oder einem Rüstungswurf. Auch fehlt ihnen der Vorteil einer ?Rundumsicht", welcher die Wolsfreiter so flexibel macht. Dafür haben die Warge mehr Attacken, was sie also insgesamt zu einer schlagkräftigen, aber auch recht verletzlichen Einheit macht.
Bei den Wargen habe ich mich zum ersten mal an eine komplette Einheit mit zwölf Stands gewagt. Zugegeben, es sind wohl noch die einfachsten Modelle, denn ich drücke mich zur Zeit noch ein wenig vor den ?echten" Herausforderungen. Die Warge wurden mit Schwarz grundiert, und in zwei bis drei Schichten Grau und Weiß gebürstet. Anschließend wurden einzelne Warge Stellenweise mit den neuen GW-Tuschen bearbeitet (Gryphonne Sepia und Devlan Mud). Das ging alles relativ zügig, weshalb ich noch genügend Zeit hatte, auch die Schnauzen, Ohren, Augen und Zähne zu bemalen.
Die Sache mit dem basieren...
Bei den Bases der Warge hatte ich erst so meine Probleme. Und auch die aktuelle Lösung macht mich noch nicht ganz glücklich. Eigentlich grundierte ich den Sand gerne immer gleich mit, so dass ich ihn anschließend schnell mit zwei bis drei Schichten bemalen kann. Nur ist der meiste normale Modellbausand für einen BoFA ?Stand" viel zu grobkörnig. Auch stehen die einzelnen Streifen einer Einheit oft zu dicht an dicht beisammen. Würde man also die komplette Einheit schon zusammenkleben, basen und dann grundieren, gibt es spätestens beim Bemalen echte Probleme.
Also habe ich micht entschieden, den Sand erst nach dem Bemalen der Miniaturen auf die Base zu packen. Hier stellte sich jedoch wieder das Problem heraus, dass der Sand recht grobkörnig ist, und dass man anschließend den Sand nochmal komplett bemalen muss. Auch hier stellen dann wieder die schmalen Lücken zwischen den Modellen ein Problem dar.
Das BoFA Regelbuch empfiehlt daher ?dyed sawdust" als Material, was wohl soviel heißt wie ?eingefärbte Sägespäne". Ich habe mir sagen lassen, dass ein derartiges Material ohnehin recht häufig von dem GW Studio in Nottingham für die Plattengestaltung verwendet wird.
Ich selber bin daraufhin auf das ?Dusty Earth Flock" von ?The Army Painter" gekommen. Zum einen, weil ich dieses Material ohnehin selbst in meinem Shop anbiete und noch auf Lager hatte (*DING*?Werbeunterbrechung^^), und zum anderen weil es sehr fein ist, und eine passende Eigenfarbe hat.
Hier und da schimmert aber leider noch immer eine kahle Stelle auf dem Stand durch. Da werde ich wohl einfach nochmal etwas nacharbeiten müssen.
Die weiteren Aussichten
Das wars auch schon für diese Woche. Die nächsten Modelle stehen jedoch bereits grundiert auf meinem Schreibtisch. Es handelt sich um die Wolfsreiter der Goblins, sowie um die Menschen aus Seestadt (Bogenschützen und Nahkämpfer). Ich kann nicht versprechen, dass ich mit dem aktuellen Tempo so weitermachen kann, aber ich gebe mein Bestes.
Dahark












