Im Zuge unseres Auenland-Specials habe ich es diesmal übernommen für Euch den grünen Drachen, die Wirtschaft in Hobbingen, zu bauen.

 

Wie Ihr vielleicht wisst, habe ich meine Spielplatte sehr modular aufgebaut. Ich kann Sie sehr leicht von einer Stadt in Gondor zu dem zerstörten Osgiliath umbauen. Diejenigen die auf der im Januar auf der Kauzenburg waren, haben den bisherigen Ausbaustand schon gesehen. Daher entstand für mich die Vorstellung, den Bereich Auenland ebenso in diese Platte zu integrieren.

Als Material habe ich, wie für alle meine Häuser, Innendämmplatten von SELIT verwendet.

Diese Platten sind bei Obi erhältlich und haben eine Stärke von 6 mm. Es ist ein Zwischending aus Styropor und Styrodur, also nicht ganz so stabil wie Styrodur, jedoch sehr feinkörnig. Eine Packung dieser Dämmplatten beinhaltet ca. 5 qm und kostet ca. Euro 17,00.

 

Als Leim für alle meine Arbeiten benutze ich nur Holzleim (Ponal) der das Material nicht angreift.

Die Farben sind Acryl Vollton- und Abtönfarbe Der Firma PRIMASTER aus dem Globus-Baumarkt. Für dieses Projekt benötigt Ihr Schwarz, Braun, Bast (ein gelblicher Farbton) und etwas Weis. Ich kaufe immer die Flaschen mit 250 ml, die bei unsrem Globus Euro 2,59 je Flasche kosten. Aber erschreckt

nicht, diese Menge reicht für sehr viele Häuser aus.

Doch nun zum Grünen Drachen

Als erstes kam, wie immer bei mir, die ausführliche Planung und die "Konstruktion" des ganzen Projekts mit einem Zeichenprogramm. Hier legte ich die gesamten Abmessungen fest. Aus dieser entstanden die Schablonen der Wände und Holzbalken. Auf den Bildern sind diese bereits ausgeschnitten.

Auf dem nächsten Bild seht Ihr den Anfang des Aufbaus der Wände in die Hügellandschaft.

Nachdem die Landschaft auf das Gebäude angepasst wurde, habe ich die sanft geschwungenen Hügel geformt. Die nächsten Seitenwände wurden, mit Hilfe einer "Dachschablone" aufgeklebt.

Und so sah das ganze aus, als alle Wände befestigt waren.

Nun war es an der Zeit, die ausgeschnittenen Holzbalken zu bemalen, und ihnen die Holzstruktur zu verleihen. Wie das aussah, seht Ihr auf dem nächsten Bild, auf dem die Teile bereits zum Teil auf den Wänden fixiert waren.

Danach gings ins Gelände. Als erstes habe ich den Vorplatz sowie die Hügel mit brauner Strukturfarbe bemalt. Die Strukturfarbe besteht bei mir immer aus 1 Teil Farbe, 1 Teil Wasser, 1 Teil feiner Sand sowie dem letzten Teil Holzleim. Dieser belässt die Oberfläche elastisch und hält den Sand sehr fest. Als Sand könnt ihr entweder Vogelsand oder, wie ich es gemacht habe, normalen Sand aus dem Sandkasten, den ich vorher noch gesiebt habe, verwenden.

Nach dem trocknen wurde das ganze mit verschiedenen Abstufungen des braunen Grundtons immer heller gebrusht. Der Vorplatzt nicht nur mit hellerem Braun, sonder dort habe ich zur Farbe noch "Bast", das ist eine gelbliche Farbe, zugemischt.

Der Hügel hinter dem Haus wurde nun mit statischem Gras bepflanzt, dort werden später noch Büsche und vielleicht auch noch der eine oder andere Baum aufgestellt.

Danach ging es ans Dach. Dieses war von der Form her sehr schwierig zu gestalten. Ich kam nach langen auf die Idee, es schichtweise aufzubauen. So entstand das nächste Bild.

Nachdem ich nun viele Informationen gesammelt hatte, wie am besten ein natürliches Strohdach zu gestalten ist, habe ich mich entschieden, es aus einem Kunstfell darzustellen. Nach langem Suchen wurde ich in einem Geschäft fündig, das viele Stoffe und Felle zur Auswahl hatte. Gerüchten zu trotz über die hohen Preise dieser Felle war ich sehr überrascht, als ich den Preis des Materials sah. Der laufende Meter kostete 10 Euro und war ca. 1,4 Meter breit. Ich entschloss mich 15 cm zu erwerben. Hatte also

1,5 Euro zu bezahlen. Der Verbrauch war aber so gering, dass ich in Zukunft noch einige Rohan-Häuser bauen muss, um alles zu verbrauchen. Auf dem nächsten Bild seht Ihr das zum Teil, mit viel Wasser verdünntem braun, bemalte Dach. Nach dem Trocknen entstand ein sehr ?faseriger? Eindruck, der mir sehr gut gefällt.

Parallel zu diesen Dingen habe ich noch die 4 Schornsteine aus Styrodur gebaut, die aber erst zum Schluss auf das Dach gesteckt werden sollen. Die Steinstruktur wurde wie immer mit einem Bleistift eingeritzt und danach alles bemalt.

 

Danach geht?s an ein etwas schwieriges Detail für mich. Wie Ihr vielleicht auf den Original-Bildern des

Grünen Drachens sehen könnt, befindet sich an der linken Seite eine kleine Terrasse, die eine sehr feines Geländer hat. Dieses darzustellen hat mich vor einige Probleme gestellt. Ich entschloss mich das ganze aus einem sehr festen Papier zu machen und sauber auszuschneiden. Auch dieses wurde dann braun bemalt und mit Holzmaserung versehen.

 

Als letztes wurde dann nur noch das Dach aufgesetzt. Ich habe es mit Absicht nicht befestigt, da ich beabsichtige, den grünen Drachen später noch innen auszubauen. Auch mit den Fenstern bin ich noch nicht völlig zufrieden. Ich denke, ich werde sie ebenfalls später noch anders bemalen und auch noch ein Gitter anzubringen.

 

Zum Abschluss habe ich für Euch ein Bild gemacht, das den grünen Drachen in seiner jetzigen Baustufe zeigt. Die kleinen Verbesserungen werde ich Euch allen in einigen Wochen vorstellen.

Ich hoffe, Euch gefällt dieser kleine Abstecher nach Wasserau und Ihr habt viel Freude beim Betrachten der Bilder und vielleicht auch am Nachbau?

 

Bis dann

 

Euer Sir Michael

 

 

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