Im Folgenden möchte ich Euch noch kurz zeigen, wie ich zwei Dioramen für Moria gebaut habe. Das erste behandelt die Flucht der Gefährten über die Brücke von Khazad-Dum und sollte Platz für den Balrog, eine Reihe Goblins und natürlich für die Gefährten bieten. Die Figuren sind nicht direkt in das Diorama eingebunden, sondern können jeweils umpositioniert werden. Da es sich um ein abgeschlossenes Diorama handelt, ist das Geländeteil in dieser Form wohl nicht für das Tabletopspiel geeignet. Die gezeigten Techniken/Ideen lassen sich aber auch problemlos bei modularem Gelände verwenden. Man kann das ganze Diorama natürlich auch in Spieltischgröße bauen, um darauf zu spielen.
Das zweite Diorama ist eigentlich nur ein kleiner Hintergrund für ein/zwei Figuren, damit diese nicht so alleine in der Vitrine stehen.
Im Großen und Ganzen habe ich die gleichen Techniken wie bei den bisherigen Moriaartikeln verwendet, so dass die Bilder hauptsächlich für sich sprechen.
Die Grundbestandteile
Ich habe mit einem Rahmen aus 20mm Styrodurplatten begonnen. Daraus sind Bodenplatte, Seitenwände und Rückwand gebaut. Beim Kleben der Wände sollte man diese noch zusätzlich durch Zahnstocher oder Spanplattenschrauben fixieren. Als nächstes habe ich grob die Umrisse der Spalte mit 50mm Styrodurresten, die beiden Treppen und die Torbögen aufgeklebt.
Die Felsstruktur
Diese ganzen Styrodurreste habe ich nun mit Spachtelmasse (Moltofill) überspachtelt. Die Spachtelmasse sollte ungefähr die Konsistenz von Nutella haben. So lässt sie sich prima mit einer Holzleiste in Felsstruktur bringen. Die Treppen, die Brücke und die Torbögen sollten natürlich frei bleiben.
Der Betonbau
Um Steinstruktur darzustellen habe ich dann auch mal was Neues ausprobiert. Vom Garagenbau hatten wir noch eine Menge Schutt und Betonreste übrig. Davon habe ich dann einfach das ein oder andere Teil mit eingegipst. Der Vorteil: man hat recht schnell eine steinige/felsige Struktur. Der Nachteil: das Modell wird sehr schwer.
Die Bemalung
Nun erfolgte der langwirigste Arbeitsschritt: die Grundierung. Bis wirklich jede kleine Lücke schwarz war, hat schon eine Zeit gedauert. Dabei sollte man das Modell von allen Seiten betrachten, denn Lücken, die von der einen Seite schon schwarz sind, können aus einem anderen Blickwinkel betrachtet durchaus noch weiss sein. Nach dem vollständigen Trocknen der Farbe (das hat mehrere Tage gedauert) habe ich alles mit grau trocken gebürstet. Die Stollen und die Spalte blieben natürlich weitestgehend schwarz.
Das Minidiorama
So ein kleiner Figurenhintergrund für Moria ist schnell und einfach gebaut.
Drei Styrodurstücke (Boden, Rückwand, Säule) in die richtige Form gebracht und zusammengeklebt; Zwergendesign mit dem Griffel eingeritz; Sand mit verdünntem Holzleim in die Ecken geklebt; schwarz grundiert; grau trocken gebürstet: Fertig.
Und jetzt kommt noch das verbrauchte Material:
- 20mm Styrodur, Kosten einer Platte ca. 2,50 Euro, Verbrauch ca. 100%
- Styrodurreste aus meinem Restesack, schwer zu schätzen
- Leim, Kosten einer 5-Liter-Eimers ca. 25 Euro, Verbrauch ca. 5%
- Steinchen, Betonreste und Sand, von draußen, umsonst
- Wasser, aus der Leitung, nicht der Rede wert
- Spachtelmasse, Kosten eines 5kg-Sackes ca. 12 Euro, Verbrauch ca. 50%
- Abtönfarbe schwarz, Kosten der 500ml-Flasche ca. 4 Euro, Verbrauch ca. 25%
- Dispersionfarbe, Kosten eines 10-Liter-Eimers ca. 5 Euro, Verbrauch ca. 1%
- Zahnstocher, Kosten eines 250er Paketes ca. 1 Euro, Verbrauch ca. 20%
Die Gesamtkosten des verbrauchten Materials betragen ca. 11,- Euro
Und die Werkzeugliste (des von mir verwendeten Werkzeugs):
- Messer
- Heisschneidegerät
- Holzleiste
- Gipsbecher
- Griffel
- diverse Pinsel (am besten für jede Verwenden einen)
Viel Spaß in Moria und bis zum Nächsten mal.
Gruß und Nice Dice
Rusus















