Inspiration und Idee

Schon lage habe ich mir vorgenommen endlich einmal eine Waldbase zu machen, damit die endlosen Diskussionen über Deckung ein Ende haben. Bei Waldbasen kann man einfach sagen, dass eine Miniatur in Deckung ist, sofern sie komplett auf ihr steht.

Außerdem hoffte ich, dass die Wälder besser wirken als einzeln gebaste Bäume. Ich kannte die Waldbasen von vielen Spieleläden und habe sie beim Grand Tournament ihrer Einfachheit wegen zu schätzen gelernt.

Den Anlass bot der Start meiner Gefährtenkampagne mit Ertz. Da wir sehr nahe an den Geländevorgaben der Autoren sein wollten, baute ich endlich einmal die Wälder nach.

Das Material

Ich bin bereits vor einiger Zeit dazu übergegangen, Geländebauprojekte kleiner aber dafür hochwertiger anzugehen. Insbesondere für Standardgelände lasse ich mir viel Zeit, da ich dieses auch entsprechend oft einsetze.

Diesmal verwendete ich für die Bases 2mm Polystyrolplatten (Plasticcard). Die haben sich auch ein wenig beim Trocknen der Modelliermasse durchgebogen. Polystyrol eignet sich aber ansonsten bestens zum Basen und basteln.

Als Modelliermasse empfehle ich Efaplast Soft. Das Zeug ist sehr leicht, und saut nicht rum beim Verarbeiten. Die Masse ist weich und sehr einfach mit Skalpell und Feile nachzubearbeiten, da sie nicht knallhart wird. Glorfunzel und Asuryan habe ich mit dem Zeug bereits angesteckt.

Für die Belaubung habe ich neben gekauften fertigen Bäumen Plastikbäume und sog. Meerschaum verwendet. Das ist ein getrocknetes natürliches Gewächs. Begrünt habe ich es mit Foliage der neuen Noch Luxusklasse.

Bis auf die Streu habe ich das ganze Zeug in meinem Lieblings Künsterlbedarfladen Format in Darmstadt. Die versenden ihr Material übrigens auch. Plastikcard und extrahartes Styrodur, Pinsel und Kleber gibt es dort auch.

Spezialeffekte

Der gute Asuryan gilt in eingeweihten Kreisen bereits als Magnetpapst. Er sucht immer nach einem Vorwand die Magnete aus diesem Ebay-Magnetshop irgendwo in seinen Miniaturen unterzubringen. Er hat mir diese fixe Idee eingeimpft, seitdem suche ich nach Anwendungsgebieten. Wenn ihr auch welche kauft, erwähnt, dass Tankred die Magnete empfohlen habt...

Nun ich experiementiere auch zur Zeit sehr fleißig damit und bei Baumbasen sind Magnete wirklich toll. Man kann die Bäume einzeln basen und sie dennoch sehr praktisch mit der Base verbinden. Die Magnete aus besagtem Shop sind sehr stark für ihre Größe.

Die Bases sind die großen Monsterbases von GW. Erhältlich z.B. bei Radaddel: Die Tüte mit 60 mm Bases enthält 15 Stück für 5,45 ?.

Bauanleitung

Zunächst solltet ihr die Baumbases mit Magneten versehen und das entsprechende Gegenstück auf der bereits nierenförmig zugeschnittenen Base fest verkleben. Ihr könnt natürlich für die Bases auch Sperrholz oder Schrankrückwand oder ähnliches nehmen, das ist allemal billiger als Poystyrol.

Danach erst bestreicht man die Waldbase mit Leim und modelliert das Efaplast darauf. Ich hatte übrigens alle Baumbases schon fertig gestaltet, damit ich wusste, wie hoch ich das Efaplast modellieren durfte.

Hier und da ein paar Steine lockern die ganze Sache freilich etwas auf.

Nachdem die Modelliermasse getrocknet war, habe ich verschiedene Sandsorten auf die eingeleimte Base gestreut. Die Stellfläche für die Baumbases habe ich dabei frei gelassen, damit der Magnet auch eine Chance hat.

Bereits die Farbe reduziert den Effekt der Magnete ein klein wenig.

Bemalung

Bei der Bemalung nutze ich im Prinzip nach wie vor die Vorgehensweisen, die auch auf der GW Website zu finden sind: Bodentexturen erstellen.

Ich nutze für Geländestücke allerdings die günstigste Acrylfarbe aus den großen Plastiktuben, da ich Abtönfarbe hasse. Ich habe mir einfach die Entsprechungen von Scorched Brown, Bestial Brown, Dark Flesh, Bubonic Brown und Bleached Bone gekauft.

Die Stämme habe ich ebenfalls noch einmal gebürstet, um den speckigen Glanz des Plastiks wegzubekommen.

Streumaterialien

Bei dieser Base habe ich kleine Büsche gebastelt, die wie die Bäume erstellt wurden. Desweiteren das berühmte lange Wiesengras von Noch und die feine Streu, die ich auch schon bei den Felsen verwendet habe.

Um alte Blätter am Boden darzustellen, habe ich eine Streu verwendet, die aus kleinen Samenhüllen besteht. Derlei Streu gibt es von etlichen Herstellern. Die Blätter sollte man allerdings nur zaghaft einsetzen.

Fazit

Ich kann euch nur empfehlen, den Vorschlägen aus dem Gefährtenbuch zu folgen und euch ein paar Waldbases zu bauen. Ich habe nun drei Stück und werde sicherlich noch ein paar Nadelbäume hinzufügen.

Im Spiel haben sich die Waldbases als sehr praktisch erwiesen, durch die Base bilden sie ein weitaus gößeres Hindernis und bringen mehr Taktik ins Spiel.

Hübsch anzusehen sind sie natürlich auch und man kann sie darüber hinaus auch noch super transportieren.

Also los jetzt, Nachbaubefehl!


Euer Tankred

 

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