Miniaturen fotografieren

Eine Miniatur wunderschön zu bemalen ist das eine, sie gut zu fotografieren das andere. Die Ergebnisse meiner ersten Fotoversuche waren unscharf, uneinheitlich und kaum zu verwenden. Doch auch hier gibt es einige Tricks, die auch bei Laien ohne viel Aufwand zu annehmbaren Ergebnissen führen.

Die Grundausstattung

Wie der Name schon sagt, benötigen Miniaturen nur wenig Platz um fachgerecht in Szene gesetzt zu werden. Schon der Couchtisch reicht als Arbeitsfläche völlig aus. Auch die Materialkosten bleiben unter 10 Euro, von der Kamera mal abgesehen. Ich verwende für meine Fotos eine Ricoh Caplio G3 Digitalkamera mit optischen 3fach Zoom, also eine Einsteigerkamera im unteren Preisbereich. Auf den Fotos habe ich Uralt-Digicam verwendet, denn mit irgendwas mußte ich die Fotos schließlich schießen ;-)

Man benötigt:

  • eine möglichst lichtstarke und flexible Schreibtischlampe
  • ein Blatt DIN A3 Zeichenpapier oder ein ähnlich großes, weißes Stück Stoff
  • mehrere hohe Bücher oder Kartons

Sinnvolle Zusatzanschaffung ist ein Tischstativ für die Kamera. Diese sind im Fachhandel für 5 bis 10 Euro zu haben. Sollen sehr helle bzw. weiße Figuren fotografiert werden, kann man auch über eine blaue Unterlage nachdenken.

Der Aufbau

Als erstes ein hohes Buch oder einen Karton auf dem Tisch platzieren. Das Papier oder den Stoff an den Karton lehnen und eventuell mit etwas Klebeband fixieren. Dann kann man die Miniatur(en) auf das Papier stellen und so lange mit Büchern unterlegen, bis die gewünschte Höhe erreicht ist. Mit der Schreibtischlampe die Figur gut ausleuchten, am Besten von vorn oder schräg oben. Im Idealfall sind kaum Schatten zu sehen. Nun die Kamera auf das Stativ montieren.

Das Foto

Den Blitz der Kamera deaktivieren und, falls vorhanden, den Makro-Modus für Nahaufnahmen einschalten. Dann die Kamera auf die Figur(en) ausrichten. Bei Nahaufnahmen sorgt schon ein winziger Ruckler beim Knipsen für ein verschwommenes Foto, deshalb bietet sich ein Stativ hier an. Hat die Kamera einen Selbstauslöser, dann am Besten den verwenden, um die Fotos zu schießen. So muß die Kamera nicht einmal angefaßt werden.

Die Nachbearbeitung

Je nachdem, wie gut euch die Ausleuchtung der Szene gelungen ist, kann die noch mit der entsprechenden Farbeinstellung eines Bildbearbeitungsprogramms korrigieren. Orientiert euch am weiß der Unterlage. Wirkt das natürlich, stimmen meist die anderen Farben auch mit dem Original überein. Nun noch das Bild zurechtschneiden, auf eine internettaugliche Größe bringen und eventuell ins JPEG-Format konvertieren.

Fertig!

Viel Spaß wünscht Euch Pentrago.

Amerkung von Tankred:

Wenn ihr Bilder an www.tabletop-hdr.de schicken möchtet, sollten diese als JPEG abgespeichert werden. Die Auflösung sollte 72 dpi betragen, die maximale Breite sollte 800 Pixel betragen. Das JPEG sollte in einer Qualität von 70% abgespeichert werden. Wenn ihr mir dann immer noch Arbeit ersparen wollt, benamt ihr das Foto nur mit Kleinbuchstaben, ohne Sonderzeichen und Leerzeichen mit Dateinamenserweiterung *.jpg.