Spielbericht: Bürgerkrieg in Rhûn
von Stephan und Sören
Szenario 1 - Der ewige Krieg (von Sören)
Die Armeen:
Sören (Loyalisten):
Thamul
1 Ostling mit Standarte
4 Kataphrakte
5 Krieger der Ostlinge mit Schild und Handwaffe
4 Krieger der Ostlinge mit Schild und Hellebarde
4 Krieger der Ostlinge mit Bogen
Stephan (Rebellen):
Hauptmann von Khand
1 Streitwagen von Khand
7 Reiter von Khand
7 Krieger von Khand mit Axt
6 Bogenschützen von Khand
Bevor wir loslegen konnten musste Stephan mich, den alten Mann vom Grauenpilger Team, auf den neusten Stand der VotR Technik bringen. Ich war so altmodisch und habe nur mit den stink normalen Püppchen gespielt ;-) Nachdem ich dann die Technik verstanden habe konnte ich also problemlos durchstarten.
Spielzug 1
Initiative: Böse Seite
Stephan, der sich über seine gewonnene Initiative freute, schickte seine Reiterei im vollen Galopp in Richtung Ostlingtruppen. Seine Bogies lotste er auf einen kleinen Hügel an der unteren Seite des Spielfelds. Ich bewegte mich dagegen sehr zaghaft vor, versteckte meine Kataphrakte in dritter Reihe, hinter meinen Fußtruppen. Da wir noch zu weit entfernt standen gab es diese Runde keinen Fernkampf.
Spielzug 2
Initiative: Böse Seite
Schon wieder hatte Stephan die Initiative. Was der gute nicht sehen konnte, war meine Miene, die immer düsterer wurde. Stephan seinerseits jagte seine Pferde und seinen Streitwagen immer weiter nach vorne. Seine Fußtruppen waren schon weit abgeschlagen. Darin sah ich einen Schwachpunkt. Ich bewegte meinen Trupp langsam weiter voran, lies meine Bogies den Trupp aber langsam verlassen. Sie hatten ein Ziel gesichtet, den Streitwagen. Also flogen die ersten drei Pfeile und rutschten dabei aus der Hand, nix getroffen!
Spielzug 3
Initiative: Gute Seite
Diese Runde war ich über die Initiative nicht so froh. Stephan war mit seinen Reitern in Schlagdistanz und hätte mich stark unter Druck setzen können. Also verschob ich meine Einheit etwas weiter in den Norden und stellte die Unterstützer auf. Doch Stephan griff nicht mit allen an. Das hatte mich gewundert. Er schickte einen einzelnen Reiter auf den einzigen Ostling ohne Unterstützung. Im Fernkampf hatte Stephan nichts mit zu reden, er hatte sich voll bewegt. Meine 4 Bogenschützen hätte ich diese Runde gerne in den Boden gestampft. Nichts getroffen!! Im Nahkampf ging mein Krieger zu Boden, hielt dem Reiter sein Schild entgegen und wurde daher nicht getötet. Dem folgte ein Lachen von mir, ich kam mir vor wie der Bösewicht in einem Bond Film. Die Krieger von Khand fluchten das erste mal über die V6 der Ostlinge.

Spielzug 4
Initiative: Böse Seite
Gerade jetzt, Initiative Böse!? Da bleibt nur eins ?Heroische Bewegung!!?. Und hier zeigte sich der Schwachpunkt in seiner Taktik. Sein Hauptmann der mit den Fußtruppen noch weit abgeschlagen war konnte hier nicht eingreifen. Also zog ich meine Einheiten direkt in den Kampf. Der Schauplatz war ideal, im Norden ein Wald, im Süden eine Ruine und dazwischen waren die Nahkämpfe. Er konnte seine ranrückenden Fußtruppen also nicht nachziehen. Ihr strafte sich, dass die Krieger von Khand keine Speere haben. Nach 5 Nahkämpfen musste Stephan 2 Reiter vom Board löschen. Er klang dabei nicht begeistert. Im Fernkampf hatte er sehr oft getroffen, mit 5 oder 6. Beim Verwunden häuften sich dann die 2er. Dies passierte in den folgenden Runden immer wieder.

Spielzug 5
Initiative: Böse Seite
Da meine Kataphrakte in Front standen und meine Fußtruppen geschützt standen ließ ich ihn gewähren. Zog dafür dann meinen Hauptmann in den Nahkampf und jede Menge Unterstützer ran. Trauern musste ich dann Im Fernkampf um meinen ersten Verlust. Ein Pfeil von Khand hatte einen meiner Bogies getroffen. Der Nahkampf endete für Stephan wieder nicht so toll. Er verlor wieder einen Reiter und zu allem Überfluss, aus seiner Sicht, auch noch seinen Streitwagen. In dieser Runde hatte sich die Standarte, die ich mitführte, erstmals bezahlt gemacht.
Spielzug 6
Initiative: Gute Seite
Stephan machte eine heroische Bewegung, ich konterte sie und was sagt der Würfel? Gut darf anfangen. Also Leute vorwärts!! Fazit der Runde: Sein Hauptmann musste sich Thamul geschlagen geben und ein Schicksal in die Wüste schicken. In den anderen Nahkämpfen konnten wir beide nichts reißen. Stephan scheiterte an meiner hohen Verteidigung, ich am Würfelpech. Im Fernkampf hatten wir beide Pech.


Spielzug 7
Initiative: Böse Seite
Da Thamul all sein Heldentum verbraucht hatte, musste ich mich auf seinen Angriff einlassen. Mein Hauptmann wurde eingekreist und ich sah schon schlimmes auf mich zu kommen. 2 weitere Reite wollte er um die Ruine reiten lassen, damit sie mich von hinten angreifen konnten. Zumindest wollte er das. Meine 3 Bogenschütze sah das aber anders und schossen beiden die Pferde unter dem Hintern weg. Der Nahkampf sollte sich zu Beginn gegen mein Wohlwollen entwickeln, ich verlor meine zweite Einheit, einen Kataphrakten. Doch meine Stimmung besserte sich, als die Khand Phalanx aufgerissen habe. Eine Khandeinheit nach der anderen wurde in die ewigen Jagdgründe geschickt.
Spielzug 8
Initiative: Böse Seite
Dass die Initiative wieder an Stephan ging war mir in dieser Runde relativ egal. Ich war zahlenmäßig überlegen. Stephan ärgerte sich, dass er so auf Masse gesetzt hatte. ?Ich hätte doch nur Streitwagen nehmen sollen!? Über meine Standarte regte er sich sowieso, jede Runde auf, da sie mich regelmäßig vor einer Niederlage bewarte. Nach einem kleinen Nahkampf musste Stephan feststellen, dass er unter 50 Prozent war. Also durfte er sich über Muttests in der nächsten Runde freuen.
Spielzug 9
Initiative: Gute Seite
Ich konnte es kaum glauben, Initiative für mich. Ich chargte erst mal seinen Hauptmann und den einzelnen Krieger. Seine Bogenschützen ließ ich links stehen und brav Mut testen. Deswegen verabschiedeten sich noch mal 3 Bogenschützen und Stephan war unter der 33 Prozentgrenze. Er gab auf.

Fazit
Sören:
Stephan war in meine Falle geritten! In dem Engpass konnte er seine Reiterei nicht voll ausnutzen. An der hohen Verteidigung konnte er sich schön die Zähne ausbeißen. Und wieder einmal wurde mein Standpunkt bestätigt, in jede Armee gehört eine Standarte. Sie hat mir in diesem Spiel oft den Hals gerettet und Stephan um den Verstand gebracht. Mein Fazit daher: Standarten sind cool!!
Stephan:
Nach einer Nacht, in welcher ich so einige Tränen vergossen hab, nehme ich mir auch noch Zeit für ein Fazit!
Im Grunde kann man sich glücklich schätzen, dass die Armeen Khands und die Armeen Rhûns unter normalen Bedingungen nie als Gegner aufeinander treffen! Mit einer V6 und der fehlenden Standarte hatte ich ganz schön zu kämpfen, auch die Möglichkeit der Unterstützung war mir nicht gegeben.
Allerdings habe ich auch taktische Fehler begangen: Ich war denkbar schlecht positioniert, mein Streitwagen hatte in dem engen Raum zwischen Ruine und Felsen einfach zu wenig Platz, um seine volle Kraft auszunutzen.
Szenario 2 - Das bittere Ende (von Stephan)
Das Spielfeld war vorbereitet, die Figuren aufgestellt! Plötzlich stellte Stephan fest, dass noch ein anderes Spiel offen war! Sören wollte mal nachgucken und wechselte den Raum. ?Ich komm nicht mehr raus!? Das ging dann eine Weile hin und her, letztendlich schaffte er es doch wieder, in unser Spiel zurück zu kommen, und dann konnte es losgehen
Spielzug 1
Initiative: Gute Seite
Während Sören nur mühsam mit seinen Truppen vorankam, konnte Stephan seine volle Bewegungsreichweite ausnutzen. Mit den Bogenschützen zog er in Richtung eines Hügels, mit dem Rest seiner Armee marschierte er nach vorn.
Spielzug 2
Initiative: Böse Seite
Auch in diesem Zug bewegten sich die Truppen auf beiden Seiten, ohne jegliche Chancen auf den Fernkampf. Stephan achtete diesmal nahezu pingelig darauf, den gleichen Fehler wie im letzten Spiel nicht noch einmal zu begehen, und zog seine Pferde auf einer Höhe mit den Infanteristen mit.

Spielzug 3
Initiative: Böse Seite
Die ersten Pfeile der Ostlinge surrten auf die Khandlinge! Aber bei 4 Schüssen konnte Sören nur einen Treffer landen, der aber kläglich an der Rüstung des Khandlings stecken blieb. In Stephan keimte die Hoffnung, dieses Szenario doch noch gewinnen zu können, würden die Würfel weiterhin so gut für ihn fallen.
Spielzug 4
Initiative: Böse Seite
Auch die Bogenschützen Khands hatten nun ihr Ziel erreicht und konnten die Schüsse erwidern. Stephan Lachen traf Sören wie ein Gewitter: Zwar schafften nur 2 Bogies, einen Treffer zu landen, jedoch schafften beide die 6 im daran anschließenden Verwundungswurf. Sören war weniger erfolgreich: Abermals keine einzige Verwundung. Sollte dies der Tag für Stephans Rache werden?
Spielzug 5
Initiative: Gute Seite
?Diese dämliche Regel!? Sören war der Verzweiflung nahe. Seine Ostlinge kamen gerade im Schneckentempo voran, während die Bartmännchen aus Khand im leichten Dauerlauf durchs Gelände stapften. Provokanterweise hielt Stephan 4 Zoll vor Sörens Armee an. Der letzte von Sörens Schützen tötete zur Rache einen Kahndling, langsam ließ das Glück Khands nach.
Spielzug 6
Initiative: Gute Seite
Endlich, nach einer langen Durststrecke, konnten wir mit den Nahkämpfen beginnen. Ach halt, da war ja noch was: Die Schützen Rhûns töteten sage und schreibe 4 Krieger Khands. Doch Stephans Depriphase hielt nicht lange an: In den Nahkämpfen schaffte er es, Thamul und 2 weitere Ostlinge auszuschalten, und verlor im Gegenzug nur noch einen weiteren Krieger. Noch war für beide Seiten alles drin.

Spielzug 7
Initiative: Gute Seite
Horst (der Hauptmann von Khand mit einem typisch östlichen Namen) rief eine heroische Bewegung aus und stürzte seine Krieger wieder in den Kampf. Die Ostlinge schossen abermals einen tödlichen Pfeil auf einen von Stephans Bogenschützen. In den Nahkämpfen konnte Horst ein Kataphrakt ausschalten, und ein weiterer Reiter tötete einen Speerträger. Im Gegenzug fielen allerdings auch 2 Krieger Khands.
Spielzug 8
Initiative: Böse Seite
Langsam wurde es kritisch: Noch 2 Tote und Stephan müsste nächste Runde mit den Muttests beginnen. Sören hatte seinerseits noch einen beruhigenden Abstand von 5 Kriegern zu den Mutwürfen. Die Initiative kam Stephan jedoch wie gerufen: Er brachte wieder alle Krieger in die Nahkämpfe und war erfolgreich: Er schaltete abermals 2 Krieger und ein Kataphrakt aus. Sörens Sonderregel brachte ihm bis dato noch gar nichts, keine einzige Verwundung konnte er verhindern. Nun wurde es spannend: Ein Reiter von Khand starb, doch im letzten verzweifelten Kampf konnte sich der Krieger von Khand retten! Stephan war erleichtert: Er braucht in der nächsten Runde noch keine Muttests bestehen. Dabei kam ihm auch die Tatsache wie gerufen, dass er seine Bogenschützen hinter dem schützenden Felsen in Sicherheit vor den Ostlingschützen brachte.
Spielzug 9
Initiative: Böse Seite
Von Würfelpech geplagt schaffte es Stephan nicht, in den sicher geglaubten Nahkämpfen zu punkten. Sören schaffte es, einen Reiter zu töten, doch dank Horst konnte Sören auch unter die 50 % Marke fallen. Alles schien sicher gelaufen zu sein, doch dann der Schock: Ein Ostling konnte trotz seiner Verwundung zurück aufs Spielfeld. Die Sonderregel hatte genau zum richtigen Zeitpunkt gesessen. Stephans Niederlage war nun schon fast besiegelt.

Spielzug 10
Initiative: Gute Seite
Wieder rief Horst eine heroische Bewegung aus. Er bestand seinen Muttest und rief ?Haltet Stand!?. Vielleicht war dies Stephans letzte Chance, dieses Spiel noch zu gewinnen. Es ging wieder voll in die Nahkämpfe. Von den übrig gebliebenen 4 Bogenschützen rannte einer vom Feld. Ein Reiter Khands wurde ausgeschaltet, doch der tapfere Horst schaffte es dieses Mal nicht, einen Ostling zu töten, und dadurch musste Sören auch nächste Runde nicht testen.
Spielzug 11
Initiative: Böse Seite
Der letzte Zug: Völlig entkräftet kämpfte die Khandlinge um ihr Leben, doch sie wurden nicht verschont. Sören brachte noch 3 Krieger zu Fall, und das Szenario endete mit einem Sieg für die Truppen Thamuls, auch wenn sie noch lange um ihren Heermeister trauern werden.
Fazit
Sören:
Am Anfang hatte ich großes Bedenken! Die Sonderregel "Unwegsames Gelände" hat mich doch ganz schön in die Bredouille gebracht. Und die Sonderregel "Für die Loyalisten!" hat mir auch nur ein einziges Mal Glück gebracht. Und das war im letzten Moment. Im entscheidenden Moment! Die letzte Einheit, die Stephan töten musste um mich auf 50 % zu reduzieren. Doch sie hielt stand. Genau wie der Rest meiner Truppen. Und dann konnte ich meinen Gegner gnadenlos in die Flucht schlagen! Alles in allem bin ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Allerdings hatte ich auch viel Glück gehabt. Ich hätte alles für eine Standarte gegeben.
Denn Standarten sind COOL!!
Stephan:
Puh, was für ein Match! Zwar musste ich eine Niederlage einstecken, doch bin ich mit dem Spielverlauf durchaus zufrieden.
Als ich das Szenario las, dachte ich zunächst an eine einfache, offene Feldschlacht! Doch weit verfehlt: Die beiden Sonderregeln erschwerten den Spielverlauf ungemein: Sören verzweifelte anfangs an seiner mickrigen Bewegungsreichweite, und letztendlich war es doch eben die Sonderregel, die mich den Sieg gekostet hatte.
Ich freue mich auf unser nächstes Match und hoffe, mich für die beiden Niederlage gut revanchieren zu können!




