Ein kleiner Platz

von Ninjameister

Nicht nur die Häuser, oder besser das was von ihnen übrig ist, machen Osgiliath aus, sonder auch seine Plätze. Also darf natürlich auch bei mir keiner fehlen. Besonders gut gefiel mir die Idee diesen Platz etwas erhöht zu setzten, so ist er trotz seiner offenen Fläche eigentlich ein ziemliches Hindernis, sei es nun ihn einzunehmen oder einfach nur auf die andere Seite zu kommen.

 

Stiegen beim Bogengang

 

Sie zu machen ist das schwerste an der ganzen Platte. Hauptproblem ist, dass die Rundung bei allen Stiegen ein gleichmäßiger Halbkreis ist. Schneidet zuerst die Unterst aus. An den Enden ist die Breite 1,5 cm. Markiert euch auf euerer Unterlage (bei mir eben die Sperrholzplatte) von wo bis wo die Stiege gehen soll. Verlängert diese Punkte solange nach Innen, bis sie sich schneiden und ihr habt den Ansatzpunkt für eueren Zirkel.

Ist das erstmal geschafft übertragt ihr die Fläche auf einen Karton und schneidet sie aus. Zeichnet aber auch die Kurven in 5mm abständen auf die Schablone. Habt ihr dann die erste Stufe aus 6mm starkem Styrodur ausgeschnitten schneidet ihr einen 5mm Streifen von der Schablone ab. Schon habt ihr die Schablone für die zweite Stufe, dann noch mal das ganze und die Stufe ist fertig.

Um den Hügel zu gestalten hab ich einfach alte Styrodurreste mit 2cm Stärke genommen. Bevor ich den Platz geplant hatte hab ich mich etwas mit kleineren Ruinen experimentiert. So ist auch die Turmruine entstanden bei der sich der Aufgang zum Bogengang befindet. Die Grundfläche misst 7x7cm, wobei zwei der Mauern wieder um je 6mm an jedem Ende gekürzt wurden, damit die Grundfläche auch quadratisch ist.

Die Fenster sind einfach gehalten. Nachdem das Loch ausgeschnitten ist, müsst ihr nur noch den unteren Teil nach Innen abschrägen. Am besten ist dafür ein scharfes Skalpell.

Die Tür ist ebenfalls einfach nur aus der Mauer herausgeschnitten. Hier hab ich als Verzierung am Ansatz des Türbogens kleine Säulenköpfe angebracht. Sie wurden gleich geschnitten wie die Säulenköpfe der ersten Ruine, nur kleine und auf der der Seite, die zur Tür zeigt wurde nicht abgeschrägt, sonder gerade herunter geschnitten.

Am unteren ende ist ein kleiner Schlussstein angebracht. er ist 1,5cm hoch und die letzten 5mm sind wieder abgeschrägt.

Wenn Beide gut festgeklebt sind nehmt ihr einen Zahnstocher und schneidet so ab, dass er zwischen die beiden Verzierungen passt. Unten feilt ihr ihn leicht ab, damit er auch bündig zur Mauer abschließt. Jetzt noch festkleben.

Ist der Turm dann zusammengeklebt schneidet ihr euch noch Stufen aus, um den Aufgang zu machen. Die Methode ist dieselbe wie bei der Stiege bei der zweiten Ruine. Da ich vor hatte das ganze teilweise in den Felsen zu bauen, hab ich aus Styrodurresten Felsen geschnitzt und die dann an die Stiegen geklebt. Am ende sollte es so wirken als wären die Stufen aus dem Felsen geschlagen worden.

Die Mauer um den Platz ist recht schnell und einfach gemacht. Als ersten schneidet ihr aus 6mm starkem Styrodur einen Balken mit einer breite von 6mm und der Länge der Mauer aus. Als Nächstes nehmt ihr einen zweiten Balken und unterteilt ihn in lauter 1,5cm lange Stücke. Das sind die Querstücke. Die verteilt ihr so, dass so, wie ihr sie haben wollt. Dazwischen kommen Platten aus 3mm starkem Styrodur.

 

 

Jetzt noch mal einen langen Balken draufkleben und fertig. Ich hab noch über jedem Balken ein kleines Quadrat mit 6x6mm Grundfläche geklebt. Für das Muster hab ich die restlichen Wachsverzierungen von Platte zwei genommen.

Die Verlängerung des Säulengangs ist nur ein einfaches Gebäude. Türen und Fenster sind dieselben wie beim Turm. Über dem Eingang hab ich eine Vertiefung Geschnitten in die ich vor dem Anmalen den Schild eines Numenors geklebt hab.

Der Säulengang. Zuerst zeichnet ihr auf einer 6mm starken Styrodurplatte (am Foto ist der Innere zu sehen) einen normalen Bogengang auf. Schneidet ihn aus und zeichnet mit einem Stift das Steinmuster ein.

Jetzt nehmt ihr viel Superklebergel und gebt es auf alle Flächen die anzukleben sind. Das Gel hat den Vorteil, dass es auch hält wenn man die Fläche schräg hält. Ausserdem trocknet es nicht so schnell ein. Bringt den Bogen vorsichtig in Position und dann müsst ihr etwas Zeit haben. Es dauert ca. 2-3 Minuten bis der Kleber wirklich zu 100% hält. Mit dem zweiten Säulengang macht ihr es genau gleich (Beim Äußeren hab ich einen Bogen mehr genommen)

Die runden Säulen sind aus Rundholz mit 5 mm Durchmesser. Schneidet es in der Mitte auseinander. Als Abschluss hab ich aus 3mm starkem Styrodur kleine Kreise mit 7mm Durchmesser geschnitten. Halbiert auch die.

Klebt jetzt die halben Rundhölzer an die Säulen und die Halbkreise oben drauf.

Umständlich ist das Machen der Decke des Rundganges. Da ich es leider nicht geschafft habe eine exakte Rundung zu machen hab ich eine 3mm starke Styrodurplatte mit Stecknadel auf den beiden Säulengängen fest gemacht und bin die Kurve von unten mit einem Fine Liner nachgefahren.

Die so entstandene Kurve hab ich ausgeschnitten und sie hat perfekt gepasst.

Das Geländer ist 1,5cm hoch und ist wieder aus dem 6mm starken Styrodur. Es kann ruhig etwas länger sein. Nachdem es festgeklebt ist könnt ihr das überstehende einfach mit einem scharfen Bastelmesser wegschneiden.

Damit man den Übergang zwischen Decke und Geländer nicht sieht hab ich einen 5mm breiten Streifen aus 3mm starkem Styrodur drübergeklebt. Auch hier gilt wieder etwas länger halten und wenn er festgeklebt ist abschneiden.

Die Decke für die Erweiterung des Säulengangs lässt sich abnehmen. Das Verfahren ist das gleiche wie beim eigentlichen Säulengang, nur die Decke nicht festkleben. Nur der Streifen zum verdecken der Klebestelle wird hier verwendet um der Decke halt zu geben.

Sind alle Gebäude fertig werden die Steinstellen noch mit Moltofit (Spachtelmasse) überzogen und der Boden wird mit Sand und Steinen zugedeckt. Das kennt ihr ja schon. Ist alles trocken wieder mit Schwarz grundieren und Trockenbürsten. Fertig ist die dritte Platte.

 

su Nj