Dagor Aglareb Turnier 2007 in Ulm
Am ersten Juniwochenende fand das nunmehr 3. Dagor Aglareb im Donauturm in Ulm statt. Das Teilnehmerfeld bestand aus allerlei Veteranen, die beim Schloss Pichl Turnier und bei Kölns Klamm teilgenommen haben. Es waren also ausgebuffte Spieler und ausgefeilte Armeen zu erwarten.
Bereits am Freitag Abend reiste mehr als die Hälfte des Teilnehmerfeldes an, so dass wir den Donauturm in Augenschein nehmen konnten, nachdem wir die schöne historische Altstatt mit dem Ulmer Münster durchquert hatten.
Zwar erschien Simmerhammer die Badenheimer Dorfkirche ähnlich groß zu sein, das Ulmer Münster hat jedoch mit 161,53m den höchsten Kirchturm der Welt.
Der Donauturm ist ein Bastionsturm der Ulmer Stadtbefestigung und wurde in napoleonischer Zeit errichtet. In seinen Kellergewölben sollten die Spiele mit Sicht auf die Donau stattfinden. Wir waren sofort begeistert, mehr konnte man sich nicht wünschen, ein stilvolles Ambiente mitsamt Theke und Festungsfeeling.
Die Organisatioren Rahgoul, OldWuffi und Melkóre leisteten von Anfang an ganze Arbeit. Der Donauturm war bereits am Freitag Abend hergerichtet und wir Touristen wurden auch noch in die einschlägigen Kneipen geführt.
Am Samstag begannen die Spiele in aller Frühe so dass nahezu ohne Verzögerungen 8 Spiele über das Wochenende gespielt werden konnten. Sicherlich hat es sich sehr bezahlt gemacht, dass OldWuffi und Rahgoul eigens auf die Turnierteilnahme verzichtet hatten, so dass wir mit belegten Brötchen, Getränken, Ergebnislisten und turnierspezifischen Regeln versorgt werden konnten.
Bereits nach den ersten beiden Spielen zeichnete sich ein mir doch recht bekanntes Führungsfeld ab. Ganz oben spielten Simmerhammer, Dernhelm, Senor Caramba dicht gefolgt von den mir noch nicht bekannten Spielern VladDracul, Burebista und Mélkore.
Da ich das erste Spiel gegen Burebista sehr klar verloren habe, dümpelte am Ende der Tabelle und konnte zuschauen, wie das interessante Turniersystem bestens funktionierte: Die führenden schlugen sich gegenseitig die Köpfe ein und ich muckelte mich nach und nach 10punkteweise nach oben.
Wie ich hörte, war ich nicht der einzige Spieler, der unter einem mit Bogen bewaffneten generischen Anführer zu leiden hatte. Bogenstarke gute Armeen waren sehr gut auf dem Turnier vertreten, so dass man manchesmal zum Beispiel FEANOR schimpfen hören konnte, dem die orkischen Kundschafter geradezu durch die Hände rannen, da sie ein beliebtes Ziel waren.
Schön war zu sehen, dass auch die Arnor- und die Schatten im Düsterwalderweiterung Einzug in die Turnierarmeen gehalten haben. Ich persönlich freute mich doch sehr, einer neuen Herausforderung entgegentreten zu können. So trat ich z.B. gegen VladDraculs Spinnenkönigin an, deren Schwärme Vlad übrigens völlig vergessen hat.
Ebenso konnten spektakuläre Armeen wie Melkóres Ostling und Waldelbenarmee, FEANORS Numenorer und Cirith Ungoltruppe, SkYlaX Mordorarmee und Vlads Düsterwaldtruppe bestaunt werden. Mehr dazu in der Armeengalerie.
Ungeschlagen kämpfte sich am Sonntag Melkóre an die Spitze. Hauchzart war zwar mancher Sieg, z.B. verlor Senor Caramba wegen eines 50:50 Wurfes, aber der gute Melkóre gewann ohne eine Niederlage.
Der ewige Zweite Simmerhammer errang auch in Ulm, genau wie in Köln, den zweiten Platz. Diesmal lag es glücklicherweise nicht am Armeebogen.
Ich konnte dank der Armeethematik und Bemalung Senor Caramba in der Gesamtwertung vom dritten Platz verdrängen. Mir schwant bereits übles für unser nächstes Spiel, dabei war unsere Begegnung sehr hart und meine Goblins hätten keine weitere Spielrunde durchgehalten.
Die erfolgreichste Nachwuchsspieler waren die Brüder Fabian und Philipp Neuer. Dieser Preis wurde spektakulärerweise ebenso wie die ersten drei Plätze und dem BPA mit einem Pokal geehrt.
Angesichts von einigen sehr schönen Armeen war ich freudig überrascht von meinem Sieg im Best Painted Army Award. Ich konnte knapp Melkóre und FEANOR schlagen. Die auf 700 Punkte aufgestockte Zwergen und Goblinarmee erhielt dann also doch einen Preis. Danke dafür!
Samy besuchte uns am Samstag nicht ohne seine schönen Zwerge mitzubringen. Diese können in der Armeegalerie des Turniers bewundert werden.
Alles in Allem hatten alle Teilnehmer eine äußerst gute Zeit, was man an der guten Stimmung, den interessanten Spielen und der Geselligkeit merken konnte. Die Ergebnisse waren sehr knapp, Thema und Bemalung der Armeen spielten also eine sehr große Rolle.
Bleibt zu hoffen, dass wir auch nächstes Jahr ein Ulmer Turnier im Donauturm erwarten dürfen, die grandiose und durchorganisierte Veranstaltung macht Lust auf mehr und es war für uns "Frankfurter" sehr schön auch mal die süddeutschen Spieler kennenzulernen.
Danke an alle für das ereignisreiche Wochenende,
Euer Tankred







































