Schritt 9: Die Dachstütze
Damit das Dach beim Spielen nicht wieder zusammenbricht, habe ich aus Styrodur eine Dachstütze konstruiert. Dazu musst Du einfach einen Styrodurklotz in Form schneiden und in Dein Haus kleben. Ich habe etwas breiteres Styrodur gewählt, damit später die Dachflächen gut aufliegen.
Schritt 10: Dachflächen aufkleben
Nun kannst Du die Dachflächen aufkleben. Da ich später über den Dachfirst noch Ziegel kleben will, habe ich ein 4mmx4mm Kantholz aus dem Modellbauladen als Dachfirst genommen. Dieses ist genau so dick wie das Dach. Rusus liefert zwar einen Dachfirst mit, doch ist der gussbedingt häufig etwas rechteckig. Um mir das Abschleifen zu ersparen, habe ich den Dachfirst aus Holz gemacht. Für dieses lange Haus ist es natürlich auch von Vorteil, dass der Dachfirst nun aus einem Stück ist.
Die zweite Dachseite muss noch eingekerbt werden, da das Dach über die Wand lappt und sonst auf der Wand vom Anbau liegen würde. Die Kerben sollte man direkt am Modell anpassen. Ich habe es dazu jeweils die entsprechenden Schnittstellen mit Bleistift markiert und diese dann kurz angesägt. Die dabei entstehende Zunge habe ich dann vorsichtig (!) herausgebrochen.
Schritt 11: Der Dachanbau
Jetzt beginnt der komplizierte Teil, der eigentlich gar nicht so kompliziert ist. Vor Baubeginn hatte ich mir den Kopf über den Winkel des Daches zerbrochen. Diese Überlegungen sind allerdings ganz unwichtig.
Du brauchst zum zuschneiden nur ein Maß: Die Länge von der Ecke des Anbaus bis zur unteren Dachkante des langen Daches. Dazu addierst Du noch den Überhang des Daches (bei mir war das 1,25cm).
Auf derunteren Dachkante des Anbaudachstücks habe ich nun bei dieser Länge einen Punkt eingezeichnet. Von diesem Punkt zieht man nur noch eine Linie bis in die linke obere Ecke (auf der anderen Seite natürlich die rechte obere Ecke). Nun hast Du die Schnittlinie markiert und kannst das Stück mit der Handsäge zerteilen. Vor dem Sägen empfiehlt es sich allerdings, aus Pappe oder Styrodur einen Prototypen zu basteln. Wenn der auf dem Haus gut sitzt, kann nach dem Sägen nichts mehr schief gehen.
Für die andere Seite verfährst Du genauso. Die Schnittkanten müssen von unten möglichst im 45° Winkel angeschleift werden. Dadurch sitzt das Dachstück dann auch möglichst gut auf dem langen Dach.
Beide Teile werden nun angeklebt und ein Dachfirst eingesetzt.
Lücken zwischen den Dachteilen können später mit Modelliermasse ausgeglichen werden.
Schritt 12: Schornstein und Dachgauben
Für den Schornstein habe ich ein Stück ohne Fenster gesucht. Den Schornstein habe ich so aufgeklebt, damit er möglichst auf Höhe der Hauswand verläuft (siehe Foto). Da ein echter Schornstein bis zum Boden gemauert ist, habe ich mit 3mm starken Styrodur ein Mauerwerk an die Wand unterhalb des Schornsteins geklebt.
Auf der langen Dachseite habe ich im gleichen Abstand zwei Dachgauben aufgeklebt. Der Bau ist nun fertig. Jetzt kannst Du die Lücken noch mit Modelliermasse ausbessern und das Haus bemalen.
Weitere Details werde ich später nach der Bemalung und Basegestaltung hinzufügen.
Schritt 13: Base zurechtschneiden
In diesem Bauabschnitt habe ich das Base auf die endgültige Größe zurechtgeschnitten. Auf dem Bild könnt ihr ein paar der Details erkennen, die später auf das Base sollen.
(Der kleine Brunnen ist von Thomarillion)
Schritt 14: Spalten verspachteln
Jetzt solltest Du die Spalten verspachteln. Bei meinem Modell waren dies die Dachübergänge, der Schornstein und die Dachgauben. Ich habe dafür Efaplast Light genommen. Das ist eine Modelliermasse, die an der Luft trocknet und es gibt sie in vielen Bastelläden. Sie ist günstiger als Greenstuff hat allerdings den Nachteil, dass sie nicht selbst klebend ist.
Schritt 15: Letzte Arbeiten am Dach
Zum Abschluss habe ich den Dachfirst mit Schindeln verkleidet. Dazu musst Du viele kleine Quadrate aus Pappe ausschneiden und diese an einer Seite etwas anschrägen. Rusus hat die Dachschindeln sehr unregelmäßig gestaltet. Dies habe ich versucht mit meinen Schindeln nachzuahmen.
Fazit nach dem Hausbau
Rusus Bausätze bieten enorm viel Potential. Das Material ist so hart, dass man ganz einfach die Teile in die gewünschte Form sägen kann. Dabei läuft man nicht die Gefahr, dass man das Teil zerbricht.
Der Bau hat sehr viel Spaß gemacht und man kommt sehr schnell voran. Mit einem guten Holzleim trocknen die Klebestellen auch recht schnell. In der Wartezeit kann man dann die nächsten Teile vorbereiten.
Rusus Sortiment ist mittlerweile auch sehr vielfältig. Man kann die verschiedenen Baustile sher gut miteinander kombinieren und für die Gebäude gibt es genügend Zubehörteile (Schuppe, Dachgauben, Schornstein und viele mehr).
Aussicht auf Teil 3
Im dritten Teil werde ich dann meine Bemalung und Basegestaltung vorstellen.






















