Die Standardmauer und der Standardturm für die Festung sind ja nun fertig. Jetzt muss man allerdings noch hinein- und hinauskommen können. Beschäftigen wir uns heute also mit einer Torsektion.
Der heutige Teil wird relativ kurz, da ich keine neuen Techniken vorstelle, sondern nur kurz die Arbeitsschritte erläutere. Um die Festung nachher wie aus einem Guss aussehen zu lassen, werde ich sie auch in einem Rutsch bemalen. Dieser und die folgenden Teile werden also nur bis zur Grobstruktur, maximal bis zur Texturierung, gehen.
Der Plan
Wie immer fange ich mit einer kleinen Konzeptskizze an. Da sollten auch schon alle wichtigen Maße drauf stehen. Wichtig sind in erster Linie die Übergänge zu anderen Teilen des modularen Systems und die Größe von Toren und Türen, damit sie im richtigen Verhältnis zu den Figuren stehen. Für das Größenverhältnis habe ich beim Bauen immer das eine oder andere Püppchen bereit stehen, um die Größen überprüfen zu können.
Beim Planen macht man sich am Besten auch schon Gedanken darüber, welche Materialien bzw. Materialstärken verwendet werden sollen.
Die Grundblöcke
Für die Torsektion benötige ich eine Grundplatte, zwei normale Mauersektionen, eine Tormauer und das eigentliche Tor. Da die Mauersektionen ja mit anderen Mauersektionen kompatibel sein sollen, lasse ich sie in die Grundplatte ein bzw. mache Ausschnitte in diese. Zur Angreifer- und zur Verteidigerseite wird die Grundplatte angeschrägt, damit Figuren auch gut rauf und runter kommen.
Bei der Torkonstruktion habe ich mich für ein Schiebetor entschieden. Die Tormauer wird dementsprechend auf die normalen Mauern aufgedoppelt, damit das Tor dahinter verschwinden kann. Klingt jetzt kompliziert, aber im nächsten Schritt kann man es sehen.
Die Details (hinten)
Nach dem Ritzen habe ich nun alle Teile zusammengeklebt. Die Tore werden natürlich nicht geklebt, da sie beweglich sein sollen.
In die Torwand habe ich mit einem Lötkolben Schießscharten rausgeschmolzen (das muss man aber draußen machen, wegen der Dämpfe) und um diese zu erreichen, habe ich noch einen kleinen Übergang samt Treppchen angebracht.
Es tauchen jetzt doch noch einige Ritzen auf. Ich hoffe, dass sie sich mit Moltofill kaschieren lassen.
Die Details (vorne)
Da das jetzt von vorne alles ein bisschen leer aussah, habe ich noch einen Turm dazu gebaut. Um das Tor habe ich einen Rahmen angebracht, der das Design vom Tor wieder aufnimmt und ein paar Steinsäulen vor das Tor gesetzt.
Dann habe ich an allen Mauerkanten wieder Zinnen angebracht. Die vielen Zinnen zu schneiden ist schon fast die meiste Arbeit. Da das Design mit den Metallplatten irgendwie zu platt aussah, versuche ich es jetzt mal spitzen Zinnen. Mal sehen, ob das besser wird.
Material und Werkzeuge
Und jetzt kommt noch das bisher verbrauchte Material (ohne Mengenangaben):
- Styrodur
- 50mm
- 30mm
- 20mm
- stark Kleber, lösungsmittelfrei
- Zahnstocher
- Bleistift
- Papier
- Geodreieck
- scharfes Messer
- Stahllineal
- Heissschneidegerät
- Griffel
Ich hoffe, Ihr findet in der Artikelserie ein paar Anregungen für Eure eigene Festung. In der nächste Folge geht's um Felsen, Felswände und wie man eine Mauer da reinbaut.
Gruß und Nice Dice
Rusus










