Was wäre das Auenland ohne seine Felder, Wiesen und überhaupt die ganze Landwirtschaft. Balrog89 hat in seinem Artikel ja schon ein paar Vorschläge für die Gartengestaltung gegeben. Im Weiteren folgen hier noch ein paar kleine modulare Geländeteile. Wie immer ist's bei mir keine Schritt-für-Schritt-Bauanleitung, sondern eher ein paar Bastelbilder. Wie man Erde oder Gras auf den Geländeteilen aufbringen, werde ich nicht gesondert beschreiben. Das ist ja schon oft beschrieben worden und eh bei allen Teilen recht ähnlich. Ich halte mich bei den Beschreibungen recht kurz, aber die Bilder erklären eh das meiste.

Das Feld: Schritt 1

Als Grundlage für das Feld dient ein Kokosfußmatte. Die gibt es so ziemlich in jedem Baumarkt oder Sonderpostenmarkt im Sonderangebot.

Das Feld: Schritt 2

Mit dem Tepichmesser wird die Fußmatte in handliche Stücke (ca. 10x15cm) geschnitten. Das Stück wird auf ein vorbereitetes Base (abgeschrägte Schrankrückwand) geklebt.

Das Feld: Schritt 3

Nach dem Texturieren mit Sand wird das eigentliche Feld noch mit Hellgelb trocken gebürstet. Etwas statisches Gras rundet das Base ab.

Der Brunnen: Schritt 1

Aus einer 20mm starken Styrodurplatte werden Ringe geschnitten. Für die Innenwand habe ich ein scharfes Skalpell benutzt.

Der Brunnen: Schritt 2

Mit dem Griffel wird ein Steinmuster in die Brunnenwand geritzt.

Die Tränke

Eine Viehtränke wird aus kleinen Holzresten zusammengebastelt.

Der Brunnen und die Tränke

Fertig sehen Brunnen und Tränke dann in etwa so aus.

Der Zaun: Schritt 1

Auch ein einfacher Lattenzaun ist aus Holzresten erbaut.

Der Zaun: Schritt 2

Und hier wieder der fertige Zaun.

Der Brennholzstapel: Schritt 1

Für einen Brennholzstapel verwende ich "dicke" Äste (ca. 10-20mm Durchmesser), die in ca. 20-30mm lange Stücke gesägt wurden. Diese habe ich mit dem Stemmeisen gespalten. Darauf ist zu achten, dass man eine Unterlage verwendet. Der Küchentisch könnte sonst einige Kratzer und Kerben abbekommen. Vorsicht ist zudem angebracht, da ein Stemmeisen in der Regel ausordentlich scharf ist (oder zumindest sein sollte).

Der Brennholzstapel: Schritt 2

Ein dünnes Ästchen wird als Stütze verwendet. Die Holzscheite werden dann schichtweise aufgeklebt. Ich habe dazu Holzleim verwendet.

Der Brennholzstapel: Schritt 3

Ich habe die Holzscheite im Weiteren nicht bemalt, da so der Unterschied zwischen Rinde und Kernholz gut sichtbar bleibt.

Die Hecke: Schritt 1

Für die Hecke verwende ich die schwarze Unterseite eines Topfreinigers. Diese wird zurecht geschnitten, gefaltet und aufgeklebt.

Die Hecke: Schritt 2

Die Hecke muss dann nur noch mit Dunkelgrün und anschließend mit einem helleren Grün trocken gebürstet werden.

Der Bierwagen: Schritt 1

Die Turnierregeln in WD96 sehen als drittes Szenario "Einnehmen und Halten" vor. So ein Missionsziel benötigt natürlich ein entsprechendes Geländeteil. Für die Hobbits fiel mir da nichts passenders ein, als ein verlassener Bierwagen. Aus Holzstückchen habe ich den Wagenkasten gezimmmert. Für Achsen und Deichsel habe ich Zahnstocher und Schaschlickspießchen benutzt. Die Räder und Fässer sind Einzelteile aus meinem Programm (wie praktisch).

Der Bierwagen: Schritt 2

So sieht der zusammengebaute unbemalte Bierwagen aus.

Der Bierwagen: Schritt 3

Die deutsche Übersetzung der Maßeangaben aus dem WD-Artikel scheint mir da nicht richtig (3 Zoll um die Tischmitte [also Radius] vs. die 3 Zoll in der Grafik [also Durchmesser]) zu sein. Ich habe die 3 Zoll jetzt mal als Radius (also 6 Zoll Durchmesser) intepretiert. Ein kreisrundes Base, passend gestaltet und den Bierwagen noch Dunkelbraun grundiert und mit helleren Brauntönen trocken gebürstet und fertig ist das passende Hobbit-Missionsziel.

Und jetzt kommt noch die Materialverbrauchsliste: 

  • Styrodur, 20mm stark, Kosten einer Platte ca. 2,50 Euro, Verbrauch ca. 1 %
  • Kokosfußmatte, Kosten einer Matte ca. 5,00 Euro, Verbrauch ca. 10 %
  • Kleber, lösungsmittelfrei, Kosten einer Flasche ca. 2,00 Euro, Verbrauch ca. 5 %
  • ein paar Zahnstocher und Schaschlickspießchen, nicht der Rede wert
  • Holzreste, nicht der Rede wert
  • Äste, von draussen, im Frühjahr und Herbst werden Bäume und Sträucher geschnitten, da fällt immer was ab
  • Sand, von draussen
  • Schrankrückwände, vom Sperrmüll
  • Topreiniger, Kosten eines 3er Paketes ca. 0,80 Euro, Verbrauch ca. 16,67 %
  • Holzleim, Kosten einer 1-Liter-Flasche ca. 10,00 Euro, Verbrauch ca. 2 %
  • Wasser, aus der Leitung, nicht der Rede wert
  • Abtönfarbe: scharz, Kosten einer 500-ml-Flasche ca. 4,00 Euro, Verbrauch ca. 1 %
  • Abtönfarbe: braun, Kosten einer 500-ml-Flasche ca. 4,00 Euro, Verbrauch ca. 1 %
  • Dispersionsfarbe: weiss, Kosten eines 10-l-Eimers ca. 5,00 Euro, Verbrauch ca. 0,1%
  • Elektrostatisches Gras, Kosten eines kleinen Beutels ca. 1,50 Euro, Verbrauch ca. 10 %
  • 4 Karrenräder aus dem Rusus Einzel-Stein-Service, 0,80 Euro
  • 3 Fässer aus dem Rusus Einzel-Stein-Service, 0,60 Euro

Gesamtkosten des effektiv verbrauchten Materials (für sieben Geländeteile): 2,43 Euro

 Und die Werkzeugliste (des von mir verwendeten Werkzeugs):

  • Teppichmesser
  • Stemmeisen
  • Skalpell
  • Zirkel
  • Schere
  • scharfes Messer
  • Stahllineal
  • Dekupiersäge
  • Griffel
  • diverse Pinsel in verschiedenen Stärken (am besten für jede Verwendung einen eigenen

Ich hoffe, der Artikel war einigermaßen verständlich und wünsche Euch viel Erfolg beim Selberbauen.

Gruß und Nice Dice

Rusus

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