Kleiner Hügel von Rusus

Das zweite Teil meines "Gefährtengeländes" ist ein kleiner Hügel. Auch dieses ist ein Standardgelände, das man eigentlich immer brauchen kann. Mein Tipp: der ganze Hügel stellt schwieriges Gelände dar.

1. Die Vorlage

Für alle, die das Gefährtenbuch gerade nicht zur Hand habe, hier mal ein Bild der Vorlage.

2. Die Basis

Als Basis habe ich eine 20mm Styrodurplatte genommen. Die hat für einen kleinen Hügel schon genau die richtige Höhe. Das Teil ist ca. 15 x 15cm groß.

3. Die Schrägen (1)

Die Abflachung kann mit dem Messer (Vorsicht: scharf) ....

4. Die Schrägen (2)

... oder mit dem Heissschneidegerät (Vorsicht: heiß!!) geschnitten werden. Ein paar Teilstücke der Schrägen sind als Felsen gestaltet.

5. Die Felsen

Spätenstens jetzt sollte man ausprobieren, ob die Püppchen auf den Schrägen auch stehen bleiben können. Es gibt wenig, was bei Spielen mehr nervt, als ständig umfallende Männekes.

Damit der Hügel nicht ganz so kahl aussieht habe ich zwei kleine Felsen aufgeklebt. Den ersten habe ich aus Styrodur gerissen (siehe Felsenartikel), der zweite ist ein Stück Kraftwerksasche. Ein normaler Stein tut es da aber auch. Kiesel wirken allerdings durch ihre fast ebene Oberfläche nicht so gut. Wo gibt's schon Steine, die 2m und noch größer sind und dabei fast glatt sind? Beide Varianten sind mit Holzleim aufgeklebt.

6. Das Leimwasser

Die Oberfläche des Hügels habe ich dann mit Leimwasser bestrichen. Leimwasser ist ein Gemisch aus gleichen Teilen Wasser und Holzleim. Das ganze wird klumpenfrei verrührt. Zum Bestreichen kann man einen normalen Pinsel verwenden. Dieser sollte anschließend allerdings gründlich ausgewaschen werden.

7. Der Sand

Die mit Leimwasser bestrichenen Flächen werden großzügig mit grobem Sand überschüttet. Der Hügel wird daraufhin einmal kurz umgedreht, damit der überschüssige Sand abfällt. Wenn man den Sand nicht in der ganzen Bude verteilen will, sollte man hierzu auch einen Kartondeckel als Unterlage verwenden. Nach dem Trocknen wird der Sand nochmals mit Leimwasser bestrichen um die Oberfläche zu versiegeln.

8. Die Grundierung

Das ganze Teil habe ich nach dem vollständigen Trocknen mit verdünnter schwarzer Abtönfarbe grundiert.

9. Das Trockenbürsten - grau

Danach habe ich den kompletten Hügel mit grau (in etwa: Codex Grey) trocken gebürstet. Hierbei sieht man, dass sich durch die zufällige Verteilung des Sandes ein kleines Schotterfeld ergeben hat.

10. Das Trockenbürsten - braun

Alle Flächen, die keine Steine/Felsen darstellen sollen habe ich dann mit mittelbraun (in etwa: Bestial Brown) gebürstet.

11. Das Trockenbürsten - beige

Als letzten Schritt habe ich die brauen Flächen noch etwas mit beige aufgehellt. Dabei habe ich versucht, möglichst weiche Übergänge zu den grauen Felspartien zu erzielen.

12. Der Spülschwamm (1)

Als Verfechter der Theorie, dass man das beste Gelände aus Müll bauen kann, sammele ich natürlich auch gebrauchte Spülschwämme. Den eigentlichen gelben Schwamm schmeiße allerdings sogar ich weg. Das schwarze Teil reiße ich kleine unregelmäßige Stücke. Dabei sollen die Ränder ruhig ausfransen. Mit einer Schere wäre das zu grade und glatt. Gebrauchte Spülschwämme sind meiner Meinung nach übrigens besser geeignet als neue.

13. Der Spülschwamm (2)

Diese Spülschwammfetzen habe ich nun mit Holzleim auf den Hügel geklebt.

14. Das Trockenbürsten - dunkelgrün

Als nächstes habe ich die Spülschwammfetzen mit dunkelgrün (in etwa: Dark Angels Green)...

15. Das Trockenbürsten - hellgrün

... gefolgt von hellgrün (in etwa: Scorpion Green) trockengebürstet. Das hellgrün habe ich aus dem dunkelgrün, weiß und einem Schuss gelb gemischt. Auf diese Weise lassen sich mit simpelsten Mitteln kleine Gebüsche oder Heidekraut darstellen.

16. Der Schnee?

Sehr unregelmäßig habe ich den Hügel dann nochmals mit Leimwasser bestrichen. Was auf dem Bild aussieht wie Schnee stellt allerdings nur die Haftung für ...

17. Die Wiese

... die Wiese dar. Großzügig habe ich dann den Hügel mit statischen Gras überschüttet, das Gras dann festgedrückt und danach das überschüssige Material abgeklopft.

18. Das Moos

Beim Spazierengehen habe ich eigentlich immer ein Auge auf die Dinge, die man beim Geländebau gebrauchen kann. Darunter auch Moos. In diesem Falle brauchte ich gar nicht weit zu gehen, denn in unserer Wiese fand sich schon ein gutes Stück. Das Moos habe ich dann wiederrum in kleinen Stücken mit Holzleim an passenden Stellen aufgeklebt.

19. Der fertige Hügel (1)

Mit sehr einfachen Mittel lassen sich so doch recht ansehnliche Hügel gestalten.

Viel Spaß.

Euer Rusus

Materialliste

Und jetzt kommt noch das verbrauchte Material:

  • 20mm Styrodur, Kosten einer Platte ca. 2,50 Euro, Verbrauch ca. 3%
  • ein Stück Kraftwerksasche, draußen aufgesammelt
  • Wasser, aus der Leitung, nicht der Rede wert
  • Holzleim, Kosten eines 5-Liter-Eimers ca. 25,00 Euro, Verbraucht ca. 0,1%
  • grober Sand, draußen aufgesammelt
  • Abtönfarbe schwarz, Kosten der 500ml-Flasche ca. 1,80 Euro, Verbrauch ca. 2%
  • Abtönfarbe braun, Kosten der 500ml-Flasche ca. 1,80 Euro, Verbraucht ca. 1%
  • Abtönfarbe grün, Kosten der 500ml-Flasche ca. 1,80 Euro, Verbraucht ca. 1%
  • Abtönfarbe gelb, Kosten der 500ml-Flasche ca. 1,80 Euro, Verbraucht ca. 0,5%
  • Dispersionfarbe, Kosten eines 10-Liter-Eimers ca. 5 Euro, Verbrauch ca. 0,1%
  • ein Spülschwamm, Abfall aus der Küche
  • statisches Gras, Kosten eines Beutels ca. 2,00 Euro, Verbrauch ca. 5%
  • Moos, draußen aufgesammelt


Die Gesamtkosten des effektiv verbrauchten Materials für den Hügel betragen ca. 0,29 ?.

Und die Werkzeugliste (des von mir verwendeten Werkzeugs):

  • Messer
  • Heisschneidegerät (nicht zwingend nötig)
  • diverse Pinsel (am besten für jede Verwenden einen)

Viel Spaß mit den Gefährten und bis zum Nächsten mal, wenn Sie Dr. Bob sagen hören "Und wie war das noch mit dem großen modularen Hügel?".


Gruß und Nice Dice
Rusus

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