Beim Durchblättern der Auenlanderweiterung fielen mir neben den Hobbithöhlen gleich die Fallen auf. Dieses Projekt war ganz nach meinem Geschmack. Ganz zur Freude von Tankred, der es kaum abwarten kann, ein Spiel mit den Fallen zu bestreiten.
Während des Bastelns kam mir die Idee, dass man nicht nur die Fallen selbst gestalten könnte, sondern auch die Attrappen. Natürlich verlängert das die Projektdauer. Genaugenommen machte die Gestaltung der Attrappen einen Großteil des Projektes aus. Allerdings kamen immer neue Ideen für Gegenstände zusammen, die Strolche für eine Falle halten könnten, dass viele eben einfach umgesetzt werden mussten.
Falle oder Attrappe?
Zunächst einmal modifizierte ich normale Bases bis fast zur Unkenntlichkeit, indem ich den eigentlichen Boden samt Schlitz wegschnitt und Pappe von einer Cornflakespackung oben drauf klebte, dadurch gewannen die Bases an Tiefe.
Die Tiefe benötigte ich, um auf der Unterseite die Ränder der Fallen-Löcher und -Wege mit Modelliermasse erstellen zu können. Ich schnitt sozusagen aus Bases Ringe und danach wieder Bases, damit die nicht zu flach für mein Vorhaben wurden.
Mit selbstrocknender Modelliermasse aus dem Hobbyladen, Leim und Sand gestaltete ich die Ober- und Unterseite.
Die Standardfallen
Die Seile der Fallen bestehen aus Nylonkordel aus dem Baumarkt. Der besondere Trick bei den Stolperfallen besteht darin, einen feinen Draht in die Kordel zu stecken. Anschließend habe ich die Kordel an beiden Seiten in der Böschung mit Sekundenkleber festgeklebt. Die Kordel selbst stabilisierte ich mit verdünntem Holzleim.
Hinterlassenschaften der Hobbits
Hobbits(e) picknicken sehr gerne, oder musizieren etwas gedankenverloren auf der Wiese. Wenn da ein Schurke daher kommt, muss man alles stehen und liegen lassen und das Weite suchen.
Ich habe mich in der Bitzbox von Tankred bedient und allerlei Gegenstände von Zinnminiaturen abgeformt. Hierzu verwendete ich eine Dentalabformmasse (danke Heike) was aber auch mit Greenstuff ganz gut funktionieren sollte.
Die Formen füllte ich dann mit Modelliermasse, ließ sie trocknen und arbeitete sie in meine Fallenatrappen. Auf diesem Wege entstanden allerlei Modelle. Sehr niedlich fand ich Tankreds Idee, er modellierte mir ein paar Hobbitfußabdrücke in einen Weg.
Rechts und Links seht ihr übrigens die ersten Attrappen, die mir schon zu Beginn zu langweilig wurden. Da man genau so viele Fallen wie Fakes benötigt, wäre das schnell mehr als öde geworden, nicht nur optisch, sondern auch beim Basteln.
Grillen, Trinken, Essen
Manchmal geht auch schon mal ein Fass zu Bruch. Diese Base besteht aus einem Drittel eines abgeformten Fasses und etwas Balsaholz.
Essen ist und bleibt einfach die Lieblingsbeschäftigung der Hobbitse. Daher findet ihr hier noch ein paar Variationen zu diesem Thema.
An den Feuerstellen bereitet sich der auf dem Feld arbeitende Hobbit seine Zwischensnacks - wenn er nicht schnell genug nach Hause kommt. Die Feuerstellen sind ebenfalls abgeformt und wurden von mir mit den dazu gehörenden Steinen versehen.
Der zerbrochene Krug ist ein weiterer Beitrag von Tankred und besteht aus einem abgeformten Krug, etwas Draht und ein paar kleinen Steinchen. (Der Meister himself.)
Fazit
Nehmt euch in Acht vor allzu süßen Hobbitbasteleien - sie könnten euch genau so viel Spaß machen wie mir! Die Attrappen haben übrigens einen lustigen Effekt: Wenn man die Counter umdreht, freut man sich über eine Attrappe doppelt!
Ich hoffe mein Beitrag sorgt für weitere lustige Hobbitfallen-Attrappen. Falls ihr auch eine bastelt, schickt die Bilder bitte an die Redaktion.
Eure Marla










