Im vorliegenden Artikel handelt es sich um eine grundlegende Beschreibung zum Bau von Moriagelände. Dabei handelt es sich erstmal nicht um "Zwergengelände" mit Säulen etc., sondern um Felsen, Rampen und Höhlenwände. Dieser Artikel beschreibt den Bau eines dreistufigen Eckfelsens. Andere Felsformationen (z.B. Randfelsen oder frei stehende Felsen) können entsprechend gebaut werden.
Die 3 Ebenen
Aus einer 50mm Styrodurplatte habe ich drei unterschiedlich große und unregelmäßige Dreiecke geschnitten. Dabei ist darauf zu achten, dass ein rechter Winkel stehen bleibt. Die Schnitte habe ich mit einem Thermocutter gemacht, aber eine scharfes Messer mit langer Klinge oder eine Laub- bzw. Dekupiersäge erfüllen den gleichen Zweck.
Die Felsstruktur
Es gibt sehr viele unterschiedliche Arten, wie man Felsen bauen kann. Eine recht schnelle und einfache Möglichkeit besteht darin, das Styrodur einzukerben und dann zu reißen. Man benötigt dazu ein stabiles Messer mit einer festen Klinge. Cutter und Abbrechklingen sind dazu absolut ungeeignet. Ich mache mit dem Messer einen kleinen Schnitt in die Styrodurplatte. Dieser ist gerade so tief, dass ich das Messer anwinkeln kann und ein Stück des Styrodurs herausreißen kann. Das gerissene Styrodur ergibt eine schöne unregelmäßige Oberfläche. Diese Technik erfordert einiges an Übung. Wer noch nicht so versiert ist, sollte an 20mm Styrodurplatten üben. Da man recht energisch mit einem scharfen Messer agieren muss, ist diese Technik auch nicht ganz ungefährlich. Passt also auf Eure Finger auf.
Die Rückwand
Um dem Felsen ein höhlenartiges Aussehen zu geben, bekommt er eine (bzw. zwei) Rückwand. Aus 20mm Styrodur werden zwei rechtwinkelige Dreiecke geschnitten, deren Außenknanten wie oben beschrieben mit dem Messer bearbeitet werden. Dann werden die drei Ebenen, die Rampe und die Rückwände mit Holzleim zusammen geklebt. Ich verwende zur Fixierung Zahnstocher. Somit muss ich nicht bis zum Trocknen des Leims warten, sondern kann sofort weiter arbeiten.
Die Textur
Auf allen Oberflächen, an denen sich Schutt und Geröll sammeln kann, wird nun mit Wasser verdünnter Holzleim aufgepinselt. Dann wird sehr großzügig grober Sand (kann auch mit kleinen Steinchen vermischt sein) darüber geschüttet. Wer nicht gerade draußen arbeitet, sollte für diesen Arbeitsschritt den Felsen in einen Karton stellen. Wenn der Leim getrocknet ist, wird der überschüssige Sand abgeschüttet und des ganze nochmal mit Leimwasser bestrichen. Damit ist die Oberfläche versiegelt und hält auch den turbulentesten Tabletopgefechten stand.
Und jetzt kommt noch das verbrauchte Material:
- 50mm Styrodur, Kosten einer Platte ca. 5,50 Euro, Verbrauch ca. 5%
- Leim, Kosten einer 5-Liter-Eimers ca. 25 Euro, Verbrauch ca. 0,5%
- Steinchen und Sand, von draußen, umsonst
- Wasser, aus der Leitung, nicht der Rede wert
- Abtönfarbe schwarz, Kosten der 500ml-Flasche ca. 4 Euro, Verbrauch ca. 5%
- Dispersionfarbe, Kosten eines 10-Liter-Eimers ca. 5 Euro, Verbrauch ca. 0,1%
- Zahnstocher, Kosten eines 250er Paketes ca. 1 Euro, Verbrauch ca. 4%
Die Gesamtkosten des verbrauchten Materials betragen ca. 0,65 Euro
Und die Werkzeugliste (des von mir verwendeten Werkzeugs):
- Messer
- Heisschneidegerät
- diverse Pinsel (am besten für jede Verwenden einen)
Viel Spaß in Moria und bis zum Nächsten mal.
Gruß und Nice Dice
Rusus










