Teil 1 - Die Idee

Nun, am Anfang eines jeden Projekts steht wohl die Idee. Für mich war klar, dass ich etwas für die Rohrim bauen wollte. Nichts, was im Film vorkam und auch nichts, was mir mit Schablonen vorgegeben wurde.

Die Idee für die kleine Burg kam mir beim Betrachten eines schon existierenden Modells von Mathias auf seiner Webseite www.fantasy-gelaende-modelle.de, die wirklich hervorragend gelungen war, wie all seine anderen Modelle auch.

Der Entwurf

Als nächstes folgten grobe Skizzen, um mir eine Vorstellung von den Dimensionen zu erhalten. Ich wollte das gute Stück größer haben als mein Vorbild. Mir schwebte von Anfang an eine in Abschnitten geteilte Bauweise vor, da sich diese Form in den anschließenden Bauzeichnungen und dem späteren Zusammensetzen besser verwirklichen ließ.

Ich überlegte mir auch hierzu, was diese Burg darstellen sollte und kam zu dem Schluß, dass sie nur einen Teil einer größeren Festung darstellt und lediglich der kleine Rest des Ganzen gewesen ist der von unzähligen Schlachten und Verfall übrig blieb.

Dir Rohrim nutzen diesen Teil nur als eine Art Vorposten in denen Bauern Schutz vor Überfällen finden und zur Absicherung der Handelswege dient.

Das Haus

Nach den Skizzen folgten die Baupläne, bei denen ich die Maße der Figur als Basis nahm.

Ich wollte allerdings das Vorbild von Matthias nicht gänzlich kopieren, sondern neu erschaffen. Ich dachte an ein Stroh oder Reddach, wie es schon bei dem Rohanhaus verwendet wurde, kombiniert mit einem Fachwerkbereich und einem leicht überhängendem Dachvorsprung zum Treppenaufgang der Wehrmauer. Es sollte ebenfalls Elemente der Rohrim beinhalten. Ergo kamen noch leicht gerundete Dachabschlüsse und der Rauchabzug hinzu.

Beim Bau fügte ich noch einige Details am Dachgiebel sowie am Mauerwerk hinzu. Hierzu sei aber gesagt, dass diese nicht alle zu meinen Plänen gehörten, sondern sich während des Bauens ergaben (wie so vieles danach auch).

Da das Haus allerdings eher als eine Art Unterkunft für Bedienstete oder einer Küche gedient haben sollte, durfte es nicht unbedingt als etwas prachtvolles gestaltet werden. Also nicht so groß und zu filigran.

Ein zusätzliches Stockwerk sollte ausreichen. Das Fachwerk (da es mein erstes ist) habe ich in 3 Teilen aufgebaut: Oben, Mitte, Seiten.

Die Träger bestehen aus 0,5 cm dicken Kanthölzern. Der Aufbau der Grundträger ist, denke ich mal, auf den Bildern ersichtlich. Im Polystyrol habe ich dann in der Breite der Träger Einkerbungen geschnitten (ca. in die Hälfte des Materials) um diese darin zu arretieren.

Das hat den Vorteil, dass die Hölzer beim Weiterbau durch versehentliches Berühren nicht verrutschen. Das Antrocknen entfällt dadurch und hat mir Zeit und Nerven gespart und vermittelt den Eindruck, dass das Gebälk die Stütze des Hauses ist.

Man könnte es auch einen Tick einfacher haben: Mit Balsaholz in dünne Streifen schneiden und aufkleben.

Die Wandplatten sind so zurecht geschnitten, dass sie die Hälfte der Kanthölzer der Ecken abdecken.

Die Querhölzer wurden von mir von der oberen Ecke bis auf 1,5cm gemessen, vom oberen Teil des Gegenbalkens angelegt und abgeschnitten. Dazu verwendete ich dünneres Balsaholz (0,3cm) um eine Abstufung hinein zu bekommen. Wobei hier das auch individuell gehandhabt werden kann.

Da das Polisterol eigentlich sehr einfach zu bearbeiten ist experemeniterte ich ein wenig damit. Die Fenster als solches waren einfach herrauszuschneiden. Ebenfalls ungefähr in der Hälfte des Materials schnitt ich an der Innenkante der Fenster, in einer Breite von ca. 0,2-0,3cm eine Kerbe rein (wobei das eher Augenmaß war als abgemessen). So bekam ich dann die Stufen in das Fenster.

Das kleine Fensterbrett wurde mit Balsaholz eingepasst und fertig.


Das Dach

Das Dach hat als Basis dünne Pappe. Die Größe entnahm ich den Schrägen an der fertigen Hausfront. Später habe ich dann ein altes Handtuch für das Dach verwendet. Da bleibt es dann auch wieder eine Entscheidungsfrage, ob man das in einem oder mehreren Stücken zurechtschneiden möchte.

Mit einer ausgedienten Zahnbürste und mit Wasser verdünntem Holzleim wird das Handtuch in Fallrichtung abgestrichen. Auf die obere Dachkante wird zum Schluss noch einen dünner Streifen des Handtuchs aufgelegt und ein bisschen mit der Zahnbürste struppig gezogen.


Die Tür

Die Tür ist von Grendel. Die hatte ich noch in der Schublade liegen und fand hier endlich eine Bestimmung dafür. Türen kann man natürlich auch relativ einfach selbst bauen.

Material

  • Styropor (1,5cm)
  • Polystyrol (0,6cm)
  • Balsaholz (0,2cm)
  • Kanthölzer (0,5cm)
  • Holzstäbchen einer bekannten Fastfoodkette
  • Pappe (dünn)
  • Handtuch (Froteé)
  • Ponal Holzleim
  • Moltofill
  • Draht
  • Zahnstocher
  • Kleine Kugeln

Werkzeug

  • Teppichmesser
  • Spachtel
  • Bleistift
  • Kleine Säge
  • Spitzzange
  • Skalpell
  • Geodreieck
  • Anrührbecher (für das Moltofill)
  • Schere
  • Styrporschneider (heißer Draht)
  • Modellbaufeilen
  • Schmirgelpapier (180. Körnung)
  • Diverse Pinsel (zum einleimen)
  • Seitenschneider

Viel Spaß beim Nachbauen, ich hoffe euch hat mein erster Artikel gefallen. Demnächst erfahrt ihr hier mehr von der Rohanburg

Euer Delariand

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