Das Tor
Ein Tor gehört ja nun mal zu einer jeden Burg.Die Gestaltung meines Tores sollte einem Faden folgen den ich beschlossen hatte mit diesem (gesamten) Modell einzuhalten.Hier sollte auch wieder ein bisschen mehr dran sein als nur ein Torbogen mit zwei Holzverschlägen als Verschluss.So etwas wie eine Verzierung wäre interessant.Aber wie erstellen?
Gussform
Als erstes musste es gegossen werden.Dazu skizzierte ich den Torbogen und die Türen auf.In einem Halbkreis oberhalb der Torflügel sollte die Verzierung ihren Platz finden Nach entnahm der Mase fertigte ich zwei Entwürfe an die an den Platz passen sollten (wer die Wahl hat die Qual).
Die Gussform baute ich aus dem Polysterol.
Aufgeteilt in:
- Grundplatte
- Formplatte x2
Die Formplatten werden in einem Kreis von 5,5cm Durchmesser ausgeschnitten danach in der Mitte halbiert.So einstehen erst mal unsere Formplatten.Die klebt ihr mit der Grundplatte zusammen und leimt noch ein wenig die Kleberänder innen in der Form selber mit einem Pinsel ab,so das diese abgedichtet werden.
Nach dem Trocknen goss ich die Form mit Moltofill aus.Später, nach dem Trocknen,zeichnete ich meinen erwählten Entwurf auf mein Gussstück.Mit den tiefste Stelle beginnend fräste ich diese mit dem Dremel (entsprechenden Aufsatz dafür gibt es im Baumarkt) aus.Die feineren Stellen arbeitete ich mit einer Modellfeile (vorsichtig um nichts abzubrechen) heraus.
Den Kopf eines Pferdes,dass ich einem meiner Bretonenreiter zweckentfremdet habe,sollte der Verzierung als Krönung dienen.
Die Torflügel
Die Torflügel sind aus 0,3cm dicken Balsaholz. Jeweils zwei Teile in deren Mitte sich ein dünnes Stück Pappe befindet. Es steht um ca. 1cm – 1,5cm über um ein späteres öffnen und schließen des Tores zu ermöglichen. Beachtet dabei bitte die entsprechende Größe im Tor später einzuberechnen, damit es dann auch befestigt werden kann.
Die Torverzierungen sind aus Pappe geschnitten worden. Dafür eignet sich eine Fingernagelschere hervorragend wegen ihrer gebogenen Klingen. Macht euch am besten zuvor auch eine Zeichnung davon (ordentliche) damit ihr die Mase besser auf die Pappe übertragen könnt.In Bastelläden gibt es zudem noch kleine Nägelchen die als Nieten recht brauchbar sind.
Später am Torhaus hinterlegte ich das gute Stück mit einem weiteren Stück aus Polysterol und (sollte die Innenseite des Tores abdecken und sollte in einer rechteckigen Form zurechtgeschnitten sein) verklebte es mit dem Torhaus. Um Schlitze oder Unebenheiten auszugleichen benutzte ich erneut Moltofill was nach dem Trocknen wieder mit Schmirgelpapier und Feile bearbeitet wurde.Einen kleinen Polysterolstreifen an der Unterkante der Verzierung deckte zum Abschluss eventuelle Ungleichmässikeiten und schaffte noch ein weiteres kleines Detail dazu.
Das Tor
Das Tor an sich selber gestaltet sich ein wenig schwieriger.Die Methode, es aus groben Styropor zu schneiden erwies sich,in meinem Fall,als nicht brauchbar.
Ich musste den Aufbau Platte für Platte vornehmen. Dazu zeichnete ich den Grundriss des Tores auf ein Stück Papier.Wenn ihr das auch so machen wollt achtet bitte darauf den Tordurchgang drauf zu zeichnen. In der Höhe von 9,5cm und Breite 6cm schnitt ich mehrerePlatten zurecht.Durch anhalten auf meinem Grundriss erhielt ich grob die Mase auf die ich die Platte zurechtstutzen konnte.Bedenkt auch hierbei wieder die Differenz zu den Außenplatten und die Innenverschalung für die Mauer.
Macht euch keine Gedanken darüber ob der Kern den Masen 100% entspricht, z.B. der Torbogen.Wenn ihr die Form von diesem soweit habt,schmirgelt ihn einfach in der Wölbung aus bis alles so passt wie ihr das möchtet. Übrigens eine von mir mittlerweile gängige Methode um mich nicht mit Exaktheiten aufzuhalten. Zumindest in den meisten Fällen was das Grobe angeht. Anschließend mit Moltofill ausgleichen und nach dem trocknen erneut schmirgeln um einen schönen Bogen hinzubekommen.
Die Verschalung oder das erstellen des Mauerwerks erfolgt, wie bei den Mauerelementen in 2 Lagen. Die wichtige ist die Äußere. Ich wählte eine ähnliche Form wie bei dem kleinen Vorbau am Treppenaufgang (der nicht wirklich gelang). Experimentieren ist alles. Also versuchte ich die Form im Ganzen, statt Platte für Platte zu erstellen.
Zunächst einmal schnitt ich zwei Stücke Polysterol aus die der Größe des Frontteils und der Seitenteile des Tores und den Zinnen entsprachen. Wobei die Platte die für die Außenverschalung sein sollte logischerweise größer in der Breite ausgeschnitten werden musste.
Danach zeichnete ich in die Innenseite der Platten (die später die Mauerecken darstellen sollten) vertikale Linien.
Anschließend schnitt ich bis ungefähr zur Hälfte des Materials in einem schrägen Winkel von links und rechts ein. Das sollte mir ermöglichen das Polysterol (vorsichtig) zu falten um die Ecken darstellen zu können. Schneidet nicht alle auf einmal,sondern legt nach jedem Schnitt die Platte an das Basisstück um zu sehen ob es passt.
Bevor nun die Außenhülle angeklebt werden konnte mussten zunächst der Torbogen mit seinen Musterrungen und die Horizontallinien für das Mauermuster aufgezeichnet werden.Hat den Vorteil,dass zum einen man sich nicht um die Ecken quälen muss um die Steinstruktur aufzuzeichnen und zum anderen den Torbogen besser ausarbeiten kann bevor das ganze erst mal klebt.
Nun konnte die Außenhülle des Tores angebracht werden.Mit alten Wäscheklammern fixierte ich die Platte am Basisstück und ließ es trocknen. Achtet beim Fixieren darauf ein paar Reste des Polysterols oder Balsaholz klein abzuschneiden und sie als Puffer zwischen eurem Werkstück und den Klammern zu legen damit es keine hässlichen Klammerabdrücke darauf gibt.
Die Säulen
Bastelläden bergen einen Fundus um kleine Details darstellen zu können. Für die Säulen verwendete ich an den Abschlüssen Teile von Treppengeländern für Puppenhäuser. Das Einzigste was man machen muss ist sich ein Teil aus diesem Stück aussuchen das man gebrauchen möchte und es vorsichtig mit einer kleinen Handsäge ausschneiden. Danach ein bisschen feilen und schmirgeln, aufkleben und fertig.
Der Abschluss
Zu guter letzt werden noch links und rechts des Torhauses weitere Mauerelemente angebaut um den Fortlauf des Wehrganges zu gewährleisten. Übertragt die Maserungen des Mauermusters einfach per anhalten an das vorherige Segment und markiert die Horizontallinien. Wenn die Mauerstücke dann am Tor angeklebt sind nur noch die Übergänge mit Moltofill bearbeiten.
Bis zum nächsten Teil!
Euer Delariand


















